Proteste vor der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin.Foto: Screenshot Youtube

Berlin: Proteste vor „Kahane-Stiftung“ – Geheimer linker Workshop zur SED-Diktatur?

Epoch Times17. Februar 2019 Aktualisiert: 17. Februar 2019 12:45
Die Amadeu-Antonio-Stiftung von Anetta Kahane tagte am 14. Februar hinter verschlossenen Türen. Diesmal war die Aufarbeitung der DDR-Diktatur ein Thema. Doch was genau die linke Stiftung da machte, wollte sie besser nicht mit der Öffentlichkeit teilen. Vor dem Gebäude protestierten Opfer der SED-Diktatur, die sich als Rechte diffamiert sehen.

Die linke Amadeu-Antonio-Stiftung beschäftigt sich derzeit mit der Erforschung der Aufarbeitung der sozialistischen DDR-Diktatur. Dazu wurde am Donnerstag, 14. Februar, zu einem Fachworkshop geladen: „Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung“.

Wie die „B.Z.“ berichtet, wurden dazu aber keineswegs interessierte Beobachter zugelassen, sondern offenbar nur ausgewählte Teilnehmer eingelassen. Selbst ein „B.Z.“-Reporter wurde trotz Anmeldung abgewiesen.

Doch was passierte hinter den schwer zugänglichen Türen der vom Staat finanzierten und längst umstrittenen Amadeu Antonio-Stiftung?

Für ihre „Arbeit“ erhielt die Stiftung der ehemaligen Stasi-Zuträgerin Anetta Kahane („IM Victoria“) im Jahr 2017 staatliche Zuwendungen in Höhe von 661.508,57 Euro. Aktuelle Zahlen liegen nicht vor.

Vor dem Gebäude versammelten sich Kritiker und Opfer der DDR-Diktuatur zum Protest. Unter ihnen auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD (1990-94) und DDR-Oppositionelle Angelika Barbe, Gründungsmitglied der DDR-SPD und seit 1996 CDU-Mitglied. Das langjährige Bundesvorstandsmitglied der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) sagte bei dem Protest vor der umstrittenen „Kahane-Stiftung“ in Berlin:

Leute, die Widerstand in einer Diktatur geleistet haben, die sollen diskreditiert werden und diffamiert werden.“

(Angelika Barbe)

Weiter wies Barbe darauf hin, dass wenn die Opfer in den „Orkus der Geschichte“ entsorgt würden, es auch keine Täter mehr gebe. Dies sei das Ziel von Herrn Lederer (Kultursenator, Linke) und „Stasi-Anetta“ (Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung).

Bereits im Vorfeld informierte die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und langjährige Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld über die von der Landeszentrale für politische Bildung geförderte „Fachtagung“.

Die Aufarbeitung der zweiten deutschen Diktatur war SED- und Stasikadern immer ein Dorn im Auge. (…) An den Orten der kommunistischen Repression muss man keine Vergleiche zu anderen totalitären Diktaturen bemühen, sie springen einem förmlich ins Auge. Hier saßen, insbesondere in den 40er und 50er Jahren viele Menschen, die vorher schon in Nazi-Gefängnissen inhaftiert waren.“

(Vera Lengsfeld)

Lengsfeld warnt vor einer gefährlichen Entwicklung gegen die Demokratie und Meinungsfreiheit in Deutschland, angetrieben durch „Kräfte, wie die Amadeu-Antonio-Stiftung“. (sm)



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