Biontech entwickelt bundesweit einsetzbares Impfmanagementsystem

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Der Hauptsitz des Biotechnologie-Unternehmens Biontech in Mainz.Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa
Epoch Times12. Februar 2021

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech entwickelt einem Bericht zufolge eine Software für das bundesweite Impfmanagement, um die Impfungen besser zu organisieren.

Die Software werde zunächst als Pilotprojekt gemeinsam mit dem Land Bayern erprobt und sei bereits weitgehend fertig, berichtete der „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Freitag (12. Februar). Demnach will das Unternehmen die Software schnellstens einsatzbereit haben.

Das System soll nicht nur die Biontech-Lieferungen umfassen, sondern alle zugelassenen Vakzine. Es soll steuern, wie viele Dosen in welches Impfzentrum geliefert werden, wann und wo Nachlieferungen erforderlich sind und wie trotz knapper Dosen möglichst viele Menschen geimpft werden können.

Auch die in den Impfzentren benötigte Zahl von Mitarbeitern ließe sich berechnen. Diese Planungssicherheit könne unter anderem verhindern, dass Impftermine ausfallen und kurzfristig hunderttausende Impfdosen zusätzlich verfügbar machen, weil die Dosen für die zweite Impfung nicht mehr zurückgehalten werden müssten.

Nach „Spiegel“-Informationen ist das Bundesgesundheitsministerium mit Biontech im Gespräch. Die Zeit dränge, weil bald etliche Millionen Dosen pro Woche erwartet würden und die Organisation damit deutlich komplexer werde.

„Wir müssen dringend professioneller werden und brauchen eine Impflogistik, mit der wir zuverlässig mehr und schneller impfen können“, sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem „Spiegel“. Dass die Impflogistik „schlecht organisiert“ und „intransparent“ sei, wundere ihn. „Ich dachte sogar, das können wir besonders gut.“

Jedes Schraubenunternehmen könne jederzeit nachvollziehen, wo sich seine Produkte befinden und sie „just in time“ liefern, sagte Lauterbach. Etwas Vergleichbares brauche es auch für das Impfmanagement. Zumal wegen der Mutanten jetzt schon klar sei, „dass wir noch in diesem Jahr eine weitere Booster-Impfrunde brauchen.“ (afp)



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