Falun-Dafa-Tag in Berlin – Venezolanerin geschockt: KP-China bringt Menschen um und verkauft ihre Organe

Von 14. May 2018 Aktualisiert: 16. Mai 2018 10:10
Bei sonnigem Wetter versammelten sich am Brandenburger Tor rund 60 Falun Dafa-Praktizierende in leuchtend gelber Kleidung. Sie zeigten die Übungen von Falun Dafa (auch Falun Gong genannt), sprachen mit den Passanten und sammelten Unterschriften für eine Petition. Denn so frei, wie sie hier in Deutschland und weltweit ihr traditionelles buddhistisches Qigong praktizieren, ist es in China, dem Ursprungsland von Falun Dafa nicht möglich.

Der 13. Mai ist für die Falun Dafa-Praktizierenden weltweit ein besonderer Tag, daher waren am Sonntag zahlreiche Berliner Praktizierende in leuchtend gelber Kleidung am Brandenburger Tor versammelt.

Sie feierten den Geburtstag des Begründers von Falun Dafa, Herrn Li Hongzhi, und den Beginn der Verbreitung der Praktik vor 26 Jahren in China. Das erste Falun Dafa-Seminar fand am 13. Mai 1992 in Herrn Li Hongzhis Heimatstadt – Changchun in der Provinz Jilin – statt.

Doch neben der leuchtend gelben Kleidung, den sanften, harmonischen Bewegungen und der beruhigenden chinesischen Übungsmusik, die sich mit dem Stimmengewirr der vielen Menschen auf dem Pariser Platz vermischte, waren auch Banner zu sehen, auf denen über Verfolgung, Folter und Organraub berichtet wurde. Tatsächlich werden Falun Dafa Praktizierende in China, weil sie eine buddhistische Kultivierungsschule praktizieren, durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) verfolgt, inhaftiert und oftmals sogar ihrer Organe beraubt.

Es ist schrecklich – es ist unvorstellbar was dort passiert

„Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es so was gibt. Ich wusste auch nichts davon“, erzählt Rebecca (24), ein Au-pair-Mädchen aus Venezuela, die gerade einen Flyer von einem Praktizierendem bekommen hatte. „Ich habe mich gefragt, worum geht es?  Ist es eine Meditation oder geht es um ein Problem, denn ich sah ja auch eine Grafik, wo neben einem Organ ein Kaufpreis stand.“ Dann erfährt sie von den Hintergründen und ist erschüttert. „Oh mein Gott, es ist schrecklich, es ist unvorstellbar“ was in China geschehe, so das Au-pair Mädchen.

„Ich komme aus Venezuela, einem Land, das auch unter kommunistischem Einfluss steht. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Partei so etwas durchführen kann – Organe verkaufen. Was ich besonders schrecklich finde ist, dass die Opfer nicht darüber berichten können, was ihnen widerfahren ist. Wie sie sich wohl gefühlt haben müssen. Und sie hatten keine Wahl. Außerdem sind es 100 Millionen Praktizierende in China, denen es droht, auch Opfer zu werden. Viele Menschen in anderen Ländern wissen noch gar nichts davon“, so die Venezolanerin.

„Man kann Venezuela nicht mit China vergleichen, wo die KPCh Menschen umbringt und die Organe verkauft“

In Venezuela, obwohl es sozialistisch regiert wird, ist die Situation anders, erklärt sie. „Die Menschen dort leiden an Hunger, manche verhungern einfach, anderen fehlen Medikamente. Die Ausbildung ist auch schlecht und es ist sehr gefährlich auf den Straßen.“ Rebecca sagt auch, dass die Regierung alles kontrolliert und es zu Protesten auf den Straßen komme, wobei die Regierung das Militär gegen die eigene Bevölkerung einsetze. „Aber man kann es nicht mit China vergleichen, wo die kommunistische Regierung Menschen umbringt und die Organe verkauft – das ist ganz schrecklich“, so die junge Frau.

Sicherlich ahnte vor 26 Jahren niemand von den Seminarteilnehmern, denen Herr Li Hongzhi am 13. Mai die fünf Übungen zeigte und sie anleitete, ein Leben nach den kosmischen Eigenschaften „Wahrhaftigkeit – Gutherzigkeit – Nachsicht“ zu führen, dass so etwas geschehen könne. Herr Li Hongzhi veranstaltete rund 54 Seminare in ganz China. Schließlich reiste Herr Li auch ins Ausland und gab dort Seminare. So verbreitete sich Falun Dafa weltweit und wird mittlerweile in über 60 Ländern von mehr als 100 Millionen Menschen praktiziert.

„Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, vernichtet sie physisch“

Allerdings setzte im Juli 1999 in dem kommunistisch regierten China eine beispiellose Verfolgung gegen Falun Dafa ein, die bis heute andauert. Ein offizielles Verbot gibt es nicht, da Falun Dafa weder den chinesischen Gesetzen noch der Verfassung widerspricht. So setzte Jiang Zemin, damaliger chinesischer Staatschef und KP-Parteivorsitzender, im Hintergrund den gesamten Staatsapparat samt den Medien ein für die Verfolgung, Diffamierung und den Versuch der Auslöschung dieser friedlichen Kultivierungsschule. Seine Anweisung an die Sicherheitsbehörden lautete „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, vernichtet sie physisch.“

Doch warum überhaupt die Verfolgung?  Im Jahr 1998 überstieg die Zahl der Praktizierenden (70 bis 100 Mio. nach staatl. Schätzungen) die Zahl der KP-Parteimitglieder (ca. 65 Mio.). Und die Prinzipien von Falun Dafa sind keine kommunistischen. Jiang Zemins Neid auf die Beliebtheit dieser traditionellen Praxis und seine Angst, die absolute Machtkontrolle über das Denken und Verhalten der Menschen zu verlieren, ließen ihn hasserfüllt landesweite Verhaftungswellen durchführen, Gefängnisse und Folterkammern für die Praktizierenden errichten mit dem Ziel, diese buddhistische Schule auszulöschen.

2001 – erste Hinweise zum staatlichen Organraub tauchen auf

2001 tauchten dann erstmals Hinweise auf, dass Falun Dafa Praktizierende in den Gefängnissen und Arbeitslagern auch als lebende Organbank – staatlich organisiert – missbraucht werden. Bei Bedarf werden ihnen die Organe entnommen, um sie an gut zahlende Organempfänger aus China oder dem Ausland zu verkaufen und sie in chinesischen (Militär-) Krankenhäusern und Transplantationskliniken dem Käufer einzusetzen.

Maxim K. praktiziert seit einem halben Jahr Falun Dafa. Kennengelernt hat er es unterwegs, als er in Berlin an der chinesischen Botschaft an der Jannowitzbrücke vorbeikam. Hier traf er Falun Dafa-Praktizierende, die sich täglich dort zu einer Mahnwache versammeln. Zwei Praktizierende saßen auf dem Boden und machten eine Meditationsübung. „Dabei erinnerte ich mich an „Qigong“, von dem ich schon mal gehört hatte,“ sagte Maxim. Er sprach mit einem Praktizierenden und nahm einen Flyer mit. „Zunächst sah ich mir die Vorträge von Herrn Li Hongzhi an, später holte ich mir auch das Buch und lernte die Übungen.“

Auch er war gestern am Brandenburger Tor, zeigte den Passanten die Übungen, erzählte ihnen etwas über Falun Gong und machte auf die Verfolgung in China aufmerksam, „damit sie hoffentlich bald endet“, so Maxim K.

Ein Hochzeitspaar berichtet über Organraub in China

Zwei Teilnehmer an der Versammlung der Falun Dafa-Praktizierenden fallen besonders auf. Es ist ein Vietnamese in einem westlichen Anzug und eine junge Vietnamesin in einem Áo dài – einem traditionellem vietnamesischem Kleid. Sie berichten, dass sie heute geheiratet hätten und das ganz bewusst an diesem Tag.

Die junge Vietnamesin erklärt, dass sie und ihr Bräutigam mit Absicht den 13. Mai als Hochzeitstag wählten, denn es ist der Welt-Falun-Dafa-Tag und gleichzeitig der Geburtstag vom Lehrer Herrn Li. „Wir möchten uns damit beim Lehrer bedanken, er hat uns sehr viel gelehrt. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Hochzeit am 13. Mai der Öffentlichkeit auch zeigen, wie gut Falun Dafa ist, damit andere Leute auf der Welt wissen ‚Falun Dafa ist gut!'“, erklärt die Braut.

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Die junge Frau berichtet, sie lebe nach den Prinzipien von Falun Dafa „Wahrhaftigkeit – Gutherzigkeit – Nachsicht“ wodurch sie viel freundlicher geworden sei. Bei Problemen oder Kritik, so erklärt sie, schaut sie immer zuerst nach innen und lässt die eigenen Interessen los. „Dadurch bekomme ich ein großes Herz und bleibe ausgeglichen. Die Übungen dazu halten sie gesund und helfen ihr eine positive Sicht zu bewahren, erklärt die Praktizierende. „Das Leben ist voll von Hektik und Stress, mein Herz bleibt durch die Übungen aber trotzdem in einem ruhigen harmonischen Zustand“, so die Vietnamesin.

Friedlicher Widerstand gegen schwere Verbrechen

Ihr Mann ergänzt, dass er genau wisse, was in China passiert – dass Falun Gong dort verfolgt werde. Heute sei ihr Hochzeitstag, auch daher ist es ein ganz besonderer Tag, so der Vietnamese. „Aber gerade an diesem Tag versuchen wir möglichst viele Menschen über Flyer und Gespräche zu informieren, damit sie erfahren, wie grausam die Verfolgung in China ist, insbesondere der Organraub und illegale Organhandel dort. Alle Menschen sollen verstehen, was im kommunistischem China passiert und uns unterstützen, die Verfolgung in China zu stoppen.“

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