„Hass-Kinder“: Staatsschutz warnt vor neuer Generation von Salafisten

Epoch Times3. September 2016 Aktualisiert: 3. September 2016 16:12
Der Leiter des Staatsschutzes der Polizei in Frankfurt am Main warnt vor dem Phänomen der "Hass-Kinder". Er rechne mit einer neuen Generation gewaltbereiter Salafisten, die von ihren Eltern bereits in ganz jungen Jahren zum Hass auf "Ungläubige" und die Gesellschaft erzogen werden. Diese Kinder würden in der Schule dadurch auffallen, dass sie islamistische Terrorkämpfer malen oder als Berufswunsch Dschihadist angeben. Noch handle es sich um Einzelfälle, so Staatsschützer Wolfgang Trusheim.

Gemäß ihrer Ideologie würden aber salafistische Paare viele Kinder wollen, weshalb die Zahl der Hass-Kinder in Zukunft steigen werde. Spätestens in der Schule sei mit diesen Kindern fast nicht mehr umzugehen. „Sie bekommen zu Hause eingetrichtert, dass sie andere Kinder nicht akzeptieren sollen, weil sie Ungläubige seien.“, sagte Trusheim zu „HR-Info“.

Der hochrangige Polizeibeamte fordert deshalb, dass Jugendämter und Familiengerichte von den vorhandenen Möglichkeiten Gebrauch machen, solche Kinder aus ihren Familien heraus zu nehmen. Seines Wissens gebe es in Frankfurt keinen Fall, in dem das geschehen sei.

Zuständige Politik reagiert gelangweilt

Auf Anfrage von „HR Info“ bei der zuständigen Sozialdezernentin von Frankfurt, Daniela Birkenfeld (CDU), gab es keine Äußerung. Sie hat für ein Interview keine Zeit, berichtet die „Hessenschau“.

Auch aus dem hessischen Sozialministerium gab es dann auf die konkrete Anfrage nur allgemeine Informationen zur Prävention im Extremismusbereich.

Kinderschutzbund und Kristina Schröder fordern Handeln

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht Handlungsbedarf in der Umsetzung der geltenden Maßstäbe für Kindeswohlgefährdung: „Sie müssen auch in uns fremden kulturellen und religiösen Milieus konsequent angewandt werden“, so Schröder.

Forderungen von konsequentem Vorgehen gegen radikal-salafistische Eltern kommen auch vom Deutschen Kinderschutzbund: „Wenn es konkrete Hinweise gibt, dass Eltern ihre Kinder gewaltverherrlichend erziehen, müssen Jugendämter im Interesse des Kindes handeln“, sagte dessen Präsident Heinz Hilgers.

Dabei dürfe es keinen Rabatt für vermeintlich religiöse Besonderheiten geben, warnt Hilgers.  (sm)

 

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