Anders als in Dortmund 2will Sachsen die Schüler einer Klasse nicht auf Abstand halten. Stattdessen sollen die Klassen strikt getrennt werden.Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Kitas und Grundschulen in Sachsen öffnen am 18. Mai für alle Kinder

Epoch Times8. Mai 2020 Aktualisiert: 8. Mai 2020 14:49
Mit einem strikten Trennungskonzept für Klassen und Betreuungsgruppen öffnet Sachsen am 18. Mai Kitas und Grundschulen wieder.

In Sachsen öffnen die Kindertageseinrichtungen am 18. Mai wieder für alle Kinder. Der Rechtsanspruch auf Betreuung werde nicht länger eingeschränkt, teilte das Kultusministerium am Freitag in Dresden mit. Auch alle Grundschüler sollen ab dem 18. Mai wieder regelmäßig in die Schule. Für alle übrigen Schüler weiterführender Schulen soll dann zumindest ein zeitweiser Schulbesuch möglich sein.

Für die Wiederöffnung der Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gelten demnach strenge Regeln. Dabei fährt der Freistaat die Strategie, Klassen und Betreuungsgruppen strikt voneinander zu trennen statt kleine Gruppen zu bilden und immer die Abstandsregeln einzuhalten.

Strikte Gruppeneinteilung statt Abstand

„Wir können von den Vorgaben, Abstand zu halten und Kleingruppen zu bilden, abrücken, wenn wir die Klassen und Gruppen strikt trennen“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Das Konzept sei gemeinsam mit Infektiologen und Kinderärzten der Kliniken in Dresden und Leipzig, Experten der kommunalen Spitzenverbände, freien Kitaträgern und dem Sozialministerium entwickelt worden.

Die Regeln müssten jedoch eingehalten werden, betonte Piwarz. „Ein Zusammentreffen von Kindern unterschiedlicher Gruppen und Klassen muss sowohl in den Gebäuden als auch auf den Freiflächen strikt vermieden werden.“

Grundsätzlich dürfen nur Kinder ohne Krankheitssymptome aufgenommen werden. Eltern müssen jeden Tag schriftlich versichern, dass in der Familie keine Krankheitssymptome vorliegen. Sanitärräume müssen zudem mit ausreichend Seifenspendern und Einmalhandtüchern ausgestattet sein. Kontaktflächen wie Türklinken, Tischoberflächen oder Fenstergriffe sind täglich zu reinigen.

Kinder brauchen Schule und Freunde

Gerade für Eltern kleinerer Kinder sei die Zeit der Schließung von Kitas und Schulen enorm belastend, erklärte der Minister. „Für nicht wenige ist die Schmerzgrenze erreicht.“ Aber auch für die Kinder sei es „von elementarer Bedeutung, spielen, toben und lernen zu können“. „Der Erwerb der grundlegenden Kulturtechniken ist weder im Selbststudium möglich, noch kann diese Aufgabe den Eltern übertragen werden“, begründete Piwarz die Wiederöffnung der Kitas und Schulen. (afp)

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