Linksextremismus: Antifa will künftig verstärkt Dienstleister und Mitarbeiter der AfD einschüchtern

Von 24. Mai 2019 Aktualisiert: 24. Mai 2019 17:27
In einem 24-seitigen Pamphlet, das anlässlich der EU-Wahl erschienen ist, ruft die linksextremistische Antifa zu Übergriffen und Aktionen auf Infrastruktur und Hilfspersonal der AfD auf. Vermieter von Räumlichkeiten will man ebenso noch stärker unter Druck setzen wie Dienstleister und Mitarbeiter.

Nachdem die linksextremistische „Antifa“ in Berlin bereits im Vorfeld der Bundestagswahlen 2017 eine 20-seitige Handreichung „Gegen die Berliner AfD“ herausgegeben hatte, in denen in denunziatorischer Absicht Kandidaten und Funktionäre der Partei und deren Umfeld aufgeführt wurden, haben die Extremisten nun eine 24-seitige Neuauflage anlässlich der EU-Wahl herausgebracht.

Wie bereits in der Vorauflage werden Kandidaten der rechtskonservativen Partei im Raum Berlin und Potsdam, deren Mitarbeiter und auch einfache Parteimitglieder inklusive Fotos aufgeführt. Zudem finden sich die Adressen sämtlicher Büros und auch von Versammlungsräumen, in denen die Partei und ihre lokalen Gliederungen ihre Treffen abhalten.

Taktiken der historischen SA oder der heutigen Colectivos

Diese „Räume“ werden explizit als Schwerpunktthema bezeichnet und als „Achillesferse der Partei“. Diese eigneten sich gut für „antifaschistische Interventionen“, heißt es in dem Pamphlet. Das offenkundige Ziel der Aufzählung ist, wie bereits mehrfache Fälle von Drohungen oder Übergriffen gegen Saalvermieter gezeigt haben, Druck auf diese auszuüben, um der AfD Versammlungsräume zu nehmen.

„Keine Parteiarbeit ohne Treffpunkte, keine Rekrutierung ohne Stammtische, keine Propaganda ohne einen gewissen Resonanzraum“, heißt es zur Begründung vonseiten der Organisation, die vom Verfassungsschutz als linksextremistische Bestrebung eingestuft und von Kritikern in Inhalten und Methoden mit der historischen nationalsozialistischen SA oder mit den heute in Venezuela aktiven Colectivos verglichen wird.

Bei Letzteren handelt es sich um Banden, die – von der Regierung unbehelligt – in Wohngebiete der Opposition einfallen und gegen deren Politiker oder Anhänger mit erheblicher Gewalt bis hin zum politischen Mord vorgehen.

Künftig wolle man auch, heißt es in dem Pamphlet weiter, vermehrt Dienstleister sowie potenzielle oder aktuelle Mitarbeiter der Partei, ihrer Fraktionen und ihrer Abgeordneten ins Visier nehmen. Bereits heute klagen AfD-Fraktionen über Schwierigkeiten, geeignetes Personal für den parlamentarischen Betrieb zu finden, da Interessenten Angst vor möglichen Übergriffen durch die linksextremistischen Schlägerbanden haben, deren Straftaten zudem nicht immer aufgeklärt werden können.

Merchandising vom IS gelernt

Die „Antifaschisten“ wollen nach eigener Darstellung der AfD „das Wasser abgraben. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit ihrer Basis, Interventionen gegen knappe Ressourcen und die Unnachgiebigkeit gegen ihre Funktionär*innen“.

Neben Mitarbeitern und Dienstleistern wollen die Linksextremisten auch Sympathisanten und Interessenten abschrecken. Es soll der AfD unmöglich gemacht werden, öffentliche Veranstaltungen durchzuführen und sollten diese stattfinden, sollen eine starke Polizeipräsenz und unsichere Heimwege Bürger davon abhalten, diese zu besuchen. Weiter heißt es:

[…] Zum anderen bieten Räume als statisches Ziel Angriffsfläche auf vielen Ebenen: Egal ob durch eine schlechte Bewertung im Internet, ein gesteckter Flyer oder ein über Nacht belüftetes Fenster. Durch den dezentralen Mit-Mach-Charakter der Kampagne können sich alle einbringen – auch wenn sie nur im Internet oder auf einem Flyer davon gelesen haben.“

Die oft nur oberflächlich verklausulierten Aufforderungen zu Kriminalität und Gewalt gegen die AfD richten sich an jedermann. Ähnlich wie im Fall des „Islamischen Staates“ (IS) setzt man auf die Radikalisierung in Kleingruppen oder im Internet. Wer dann als kleine dezentrale Gruppe einen Übergriff verübt, kann die „Marke“ der „Antifa“ anschließend dafür in Anspruch nehmen und sich auf einschlägigen Seiten wie „Indymedia“ anonym dazu bekennen. Strukturen oder direkte Befehlsketten werden so umgangen, dies macht die Extremisten schwerer greifbar.

Verharmlosende, relativierende oder gar verständnisvolle Reaktionen etablierter Politiker und Journalisten auf die Aktivitäten der Antifa bestärken diese in ihrer Überzeugung, auf Grund ihrer moralisch unangreifbaren Gesinnung auch zum Gesetzesbruch zu Lasten Andersdenkender legitimiert zu sein.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN