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Mehrere Zehntausende „Nafri“-Straftaten in NRW – „Offenbarungseid der Landesregierung“

Epoch Times18. Februar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:37
Vor wenigen Tagen kam der BKA-Bericht über Ausländerkriminalität in 2015 heraus - ohne NRW, Hamburg und Bremen. Das Fehlen wurde mit technischen Gründen angegeben. Hier nun die erschreckende NRW-Statistik nachgereicht. Der FDP-Vize und integrationspolitische Sprecher der Partei, Joachim Stamp, nannte den Bericht einen "Offenbarungseid der Landesregierung".

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat ein offensichtliches Problem mit seinen nordafrikanischen Migranten. Junge Männer aus Marokko, Tunesien und Algerien sorgen für mehrere Zehntausende von Straftaten jährlich.

Lange Zeit wollte das die SPD-Führung des Bundeslandes wohl verschweigen. Verschleiernde Statistiken, aussageschwache Polizeimeldungen und ein Herumgerede um den Migrationshintergrund von Straftätern waren an der Tagesordnung.

Erst mit der Kölner Silvesternacht und der erschlagenden Masse an Sex-Attacken, Schlägereien und gewerbeartigen Diebstählen von Smartphones konnte diese Politik der Verhüllungen durchbrochen werden.

Dramatischer Kriminalitätsanstieg in 2015

Innenminister Ralf Jäger (SPD) verkündete am Dienstag, dass NRW in Abstimmung mit dem BAMF vorerst keine weiteren Asylbewerber aus Marokko aufnehmen werde. Im vergangenen Jahr hatte das Bundesland 6.444 Marokkaner aufgenommen, eine Steigerung um 353 Prozent gegenüber 2014. Bei Algeriern sei es ähnlich. Die Steigerung betrage 299 Prozent auf 6.790.

Doch irgendwie zieht es die Marokkaner nach NRW. Wie Jäger meinte, würden 80 Prozent der entsprechenden Zuwanderer schon in seinem Bundesland leben. "Wir haben mit jungen Nordafrikanern wirklich Probleme", gesteht der Minister. Und dabei meint Jäger wohl die hohe kriminelle Energie dieser Volksgruppen.

Die vorläufige Kriminalitätsstatistik der Polizei NRW für 2015 besagt, dass 6.208 Tatverdächtige aus Marokko, 4.995 aus Algerien und 1.084 aus Tunesien kamen.

Maghreb-Viertel in Düsseldorf: Treffpunkt der nordafrikanischen Diebe

Kriminelle Nordafrikaner – vor allem in den Großstädten

Allein die Algerier hätten in 2015 mehr als 13.000 Straftaten verübt, mehr als das Doppelte des Vorjahres, schreibt der "Focus". Ihre nordafrikanischen Nachbarn aus Marokko verübten gar 14.700 Straftaten im Bundesland und die Tunesier kommen immerhin auf 2.000 Straftaten.

"Zuwanderer aus dem nordafrikanischen Raum treten zunehmend überproportional als Straftäter – vorrangig in großen Städten – in Erscheinung", heißt es in dem Bericht des Innenministeriums. Wen wundert es, dass es sich hierbei häufig um "allein reisende junge Männer" gehandelt hatte, die sich schwerpunktartig mit "Eigentums- und Rohheitsdelikten" beschäftigten.

Daraus habe die Polizei in NRW 3.863 Ermittlungsverfahren einleiten können, viele davon in Köln und Düsseldorf. Hier machen die nordafrikanischen Banden leichte Beute mit alkoholisierten Partygängern auf den Vergnügungsmeilen.

"Von 100 Marokkanern werden hingegen 33,6, von 100 Algeriern 38,6 straffällig", berichtet das Innenministerium weiter. Es gebe viele Mehrfachtäter.

Die Behörden in den Maghreb-Staaten verweigern jedoch die Rücknahme abgelehnter Asylbewerber aus Deutschland. In Kürze reist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nach Marokko, so Innenminister Jäger hoffnungsvoll.

Abschiebung unmöglich – kriminelle Nordafrikaner in Düsseldorf

Gesamtpaket gegen Kriminalität

Innenminister Jäger will der gewachsenen Kriminalität mit einem Gesamtpaket begegnen. Dies umfasst unter anderem eine stärkere Polizeipräsenz und bessere Kooperation zwischen Polizei und den Bezirksregierungen. Zudem soll es mehr Datenerhebungen über Zuwanderer-Straftaten geben.

Zur Prävention sollen 500 zusätzliche Ordnungshüter auf die Straße kommen. Kurz vor der Pension stehenden Beamten wird eine freiwillige Verlängerung ihres Dienstes angeboten und die Videoüberwachung von Kriminalitäts-Hotspots soll ausgeweitet werden.

Dem CDU-Sicherheitsexperten Gregor Golland ist das noch zu wenig. Er fordert "schärfere und schnellere Verurteilungen" und den Einsatz von Bodycams bei der Polizei. Dadurch soll "beweiskräftigeres Material" für eine "konsequente Abschiebung von polizeibekannten Tätern ohne Aufenthaltsrecht" gesammelt werden. (sm)

Nordafrikanische Intensivtäter und kriminelle Banden in Flüchtlingsheimen

Siehe auch:

BKA: 80 Prozent mehr Straftaten durch Asylbewerber in 2015


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