Produzent von IS-gewaltverherrlichendem Musikvideo drehte Kampagnen-Film der Berliner Polizei

Epoch Times22. Oktober 2018 Aktualisiert: 22. Oktober 2018 11:02
Für einen Image-Film arbeitete die Berliner Polizei mit dem Filmproduzenten Tahsin Özkan zusammen. Özkan arbeitete mit dem Künstler Sadiq zusammen, der in einem Musikstück den Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" verherrlichte.

Die Berliner Polizei wirbt mit einem Rap-Video namens „Füreinander“ für Toleranz und Respekt, das von Tahsin Özkan produziert wurde. Özkan hatte in der Vergangenheit unter anderem ein Video gedreht, in dem der islamische Terroranschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo verherrlicht wurde, berichtet „Junge Freiheit“.

Die Berliner Polizei hat ihre Zusammenarbeit mit dem Filmproduzenten Özkan verteidigt. „Die Polizei Berlin steht voll und ganz hinter dem Projekt“, heißt es seitens der Polizeibehörde auf Anfrage der JF. Und die Behörde erklärt weiter, dass der Produzent „aufgrund seiner umfassenden Kenntnisse in der Musikszene, seiner Erfahrungen als Musikproduzent und seines sozialen Engagements“ ausgewählt und beauftragt wurde, berichtet JF.

In dem Lied mit dem Titel „Charlie Hebdo“, das Özkan produzierte und von Sadiq Zadran alias SadiQ gesungen wird, wird der islamistische Terroranschlag auf das gleichnamige Satiremagazin verherrlicht. In dem Musikstück heißt es: „Komm mit der AK – Al-Qaida Slang / Schieße für Gaza, Guantanamo, Mali, ich baller‘ mit Arabern / Pariser renn‘“. Und: „Ziel auf den Zeichner der Karikatur / Verbrenne die Blätter der Charlie Cartoons / Durchlöcher die Bullen am Pariser Turm.“

LKA Brandenburg beantragte die Indizierung des Musikvideos

Das Landeskriminalamt Brandenburg beantragte die Indizierung des Musikvideos. Es sei das erste „aus dem extremistischen Islamismus“, hieß es von der Behörde Anfang 2017. Weitere Titel auf dem angekündigten, aber bislang noch nicht erschienenen Album heißen „Paris“ und „Taliban“, berichtet JF. Bei seiner Tätigkeit für Bushido kam Özkan auch immer wieder in Kontakt mit Arafat Abou-Chaker vom gleichnamigen arabischen Groß-Clan in Berlin. Dies sei auf mehreren seiner Videos zu sehen, berichtet JF.

Seit der Zusammenarbeit mit SadiQ soll sich Özkan mehrfach von gewaltverherrlichenden, islamistischen Ideen distanziert haben. „Ähnlich geartete Aufträge soll er seitdem generell ablehnen”, erklärt die Polizeibehörde. Zudem sei Özkan nicht von der Polizei direkt, sondern von dem Verein „Kiezbezogener Netzwerkaufbau“, mit dem die Polizei kooperiere, ausgewählt worden, erklärt die Behörde weiter. Und es heißt seitens der Polizei weiter: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und ähnlichen Texten von irgendwelchen Rappern.“

Das Rap-Video, mit dem die Polizei für Respekt und Toleranz wirbt, ist Teil des Projekts „Kiezbezogener Netzwerkaufbau“ (KBNA) im Polizeiabschnitt 36 in Berlin-Gesundbrunnen. Dieser gilt als Brennpunkt mit hohem Ausländer- und Migrantenanteil. Bereits vor zwei Jahren hatten 61,6 Prozent der dortigen Bevölkerung ausländische Wurzeln, berichtet JF.

Begründet sei die Produktion des Videos in der Auffassung der Polizei, dass sich nur im gemeinsamen Austausch Ängste und Vorurteile gegenüber der Polizei abbauen ließen. Daraus kann ein Verständnis füreinander und gegenseitiger Respekt wachsen, so die Polizei. (er)

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