Messer.Foto: istock

„Realitätsverweigerung von rechts und links“: Grünen-Politiker Palmer will Asylbewerbern Waffen verbieten

Epoch Times5. Juni 2018 Aktualisiert: 6. Juni 2018 0:58
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, geht rund um das Thema Migration und Integration der anhaltenden "Realitätsverweigerung von rechts und links" auf den Grund und macht zum Thema Waffenbesitz bei Asylwerbern einen Vorschlag.

Boris Palmer ist Grünen-Politiker und seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen. Im European, einem Debatten-Magazin, erschien am 4. Juni ein kurzer Bericht zum Debattenpunkt Migration und Integration. Palmer thematisiert dabei die vorherrschende „Realitätsverweigerung von rechts und links“ und macht seinen Punkt anhand der Mitführung von Messern bei Asylwerbern deutlich.

„Die einen spielen die alte Leier vom Rassismus und von Ausländerfeindlichkeit, wenn man eine spezifisches Problem anspricht. Die anderen behaupten, Übergriffe von rechten Schlägern bis hin zum Anzünden von Asylbewerberheimen habe nichts damit zu tun, dass einigen von denen glauben, sie brauchen Messer zur Selbstverteidigung,“ so Palmer.

In Tübingen sei die Zahl der Messerangriffe gestiegen und bei Kontrollen von Asylwerbern seien häufig gefährliche Messer gefunden werden. Das rühre daher, so Palmer, dass junge männliche Asylbewerber aus Ländern kämen, in denen Gewalterfahrung eher normal und nicht die Ausnahme sei.

Sie (die Asylwerber) vertrauen oft der Polizei nicht, weil sie häufiger kontrolliert würden und weil die Polizei Abschiebungen durchsetze. Schließlich seien auch sie Opfer von Attacken gewaltbereite Rechter in Deutschland, so der Grünen-Politiker weiter. Das alles erkläre, warum sie sich legal bewaffnen.

Aber wer eine Waffe hat, der setzt sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch ein. Erst diese Woche hat ein Asylbewerber einen Mitreisenden im Zug lebensgefährlich mit dem Messer verletzt und konnte nur durch einen Schuss einer Polizistin gestoppt werden. Dabei ist er gestorben. „Es wäre also sogar zum Schutz der Asylbewerber selbst besser, wir würden ihnen beibringen, dass in unserem Land der Staat ein Gewaltmonopol hat,“ so Palmer.

Man dürfe die Rechten nicht stärken, indem man Probleme ignoriert. Deshalb sei er dafür, „Asylbewerbern das Tragen von Messern, die man im Flugzeug nicht mitführen dürfte, zu untersagen. Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht sogar vor, das Menschen, die zur Gefahr für ein Aufnahmeland werden, in Kriegsgebiete zurück geschickt werden dürfen.“

“Wir schütteln oft den Kopf über die Waffenlobby in den USA. Dort sieht man, dass es gefährlich ist, Waffen weit verbreitet zuzulassen. Wir sollten nicht denselben Fehler machen.”

(rm)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion