Regierung: Es besteht eine „abstrakte Gefährdung“ für Impfzentren

Epoch Times24. Januar 2021 Aktualisiert: 24. Januar 2021 14:15

Die Bundesregierung befürchtet massive Störversuche während der Corona-Impfkampagne. Es bestehe eine „abstrakte Gefährdung“ für Firmensitze von Pharmaunternehmen, aber auch für Impfzentren, Impfstoff-Transporte und Lagerstätten, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die AFP am Sonntag in Berlin vorlag. Im Inland gehe diese Gefährdung „von Impfgegnern, Corona-Skeptikern und Verschwörungstheoretikern“ aus. Hinzu komme das Risiko von Spionage- und Sabotageversuchen ausländischer Geheimdienste.

Das Innenministerium verwies in der Antwort auf die „große mediale Präsenz“ und die „Emotionalität, die dem Themenkomplex Corona innewohnt“. Zwar lägen der Bundesregierung „keine konkreten gefährdungsrelevanten Erkenntnisse“ vor. Dennoch müsse sie von einer Gefahr von Sabotage bis hin zu „physischen Übergriffen“ auf Personal und Impfempfänger ausgehen.

Ein Szenario sei, dass Impfgegner „versuchen könnten, in die Impfzentren sowie die Lagerstätten einzudringen, um einerseits Aufmerksamkeit zu erregen und andererseits ihrem Protest Nachdruck zu verleihen“, schreibt das Ministerium in der Antwort, über die zunächst die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet hatten.

Eine weitere Gefahr sieht das Ministerium in konkreten Spionageversuchen ausländischer Geheimdienste. Es seien bereits „mehrere mutmaßliche Ausforschungsversuche bezüglich deutscher Impfstoffhersteller bekannt geworden“, heißt es in dem Schreiben. Die Gefahr von Cyberangriffen müsse „als hoch eingestuft“ werden. Als potenzielle Ziele für Spionage und Sabotage durch fremde Nachrichtendienste gelten demnach Einrichtungen zur Erforschung, Produktion und Zulassung von Impfstoffen.

Grüne: Rechtsextremismus und Impfzentren

Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte den Funke-Zeitungen, der Sturm auf das US-Kapitol habe gezeigt, „wie schnell absurde Verschwörungserzählungen in Gewalt umschlagen“ könnten.

Sie kritisierte, dass die Bundesregierung die Bedrohungsszenarien für Impfzentren nicht direkt dem Rechtsextremismus zuordne. Die Antwort auf die Anfrage im Bundestag zeige, „dass die Gefahr des Rechtsextremismus immer noch nicht konstant auf dem Schirm ist“.

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz ergänzte, der Cyberangriff auf die europäische Arzneimittelbehörde EMA zeige, dass die Gefahren durch IT-Angriffe, Spionage und Sabotage durch ausländische Nachrichtendienste „sehr real“ seien. „Auch deutsche Unternehmen stehen längst im Fokus.“

Das Innenministerium verweist in seiner Antwort darauf, dass die Bundespolizei die Impftransporte von der deutschen Grenze bis zu den Verteilzentren der Länder schütze. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) habe Impfstoffhersteller „über die Gefahren durch Spionage und Sabotage in persönlichen Gesprächen oder in entsprechenden Videokonferenzen sensibilisiert“. Entsprechende Hinweisschreiben habe das BfV über die Fachverbände auch an die „relevanten Akteure“ wie Forschungsunternehmen und Unternehmen für klinische Auftragsstudien versandt.

(dts/afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Krankheiten wie COVID-19, Katastrophen und seltsame Naturereignisse machen den Menschen aufmerksam: etwas läuft schief. Es läuft tatsächlich etwas sehr schief. Die Gesellschaft folgt - verblendet vom "Gespenst des Kommunismus" - einem gefährlichen Weg.

Es ist der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, zwischen dem Göttlichen und dem Teuflischen, die in jedem Menschen wohnen.

Dieses Buch schafft Klarheit über die verworrenen Geheimnisse der Gezeiten der Geschichte – die Masken und Formen, die das Böse anwendet, um unsere Welt zu manipulieren. Und: Es zeigt einen Ausweg. „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“ wird im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion