Mädchen-Mord in Sankt Augustin: Vermisste 17-Jährige tot in Flüchtlingsheim gefunden – Verdächtiger (19) festgenommen

Epoch Times3. Dezember 2018 Aktualisiert: 3. Dezember 2018 14:06
Mit einem Großaufgebot von rund 200 Einsatzkräften suchte man in Sankt Augustin in NRW nach einem vermissten 17-jährigen Mädchen. Dann fand man ihre Leiche, in einem Flüchtlingsheim. Dort wurde auch ein 19-jähriger Verdächtiger festgenommen. Die Polizei schließt eine Beziehungstat nicht aus.

Das vermisste Mädchen aus Unkel in Rheinland-Pfalz ist tot. Die Jugendliche wollte eine Freundin in Sankt Augustin bei Bonn in NRW besuchen, kam dort aber nie an. Am Freitagmittag wurde sie von ihren Eltern als vermisst gemeldet. Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, hieß es unter Berufung auf die Polizei. Das waren die letzten Lebenszeichen der 17-Jährigen.

Am Sonntagabend gegen 20 Uhr fanden Einsatzkräfte die Leiche der Jugendlichen schließlich in einem Asylheim am Rande eines Gewerbegebiets in Sankt Augustin-Menden.

Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben des „Bonner Generalanzeigers“ soll es sich um einen 19-jährigen gebürtigen Kenianer mit deutschem Pass handeln. Offenbar hatte das Mädchen den 19-Jährigen im Asylheim besucht. Im Vorfeld sollen sie sich Kurznachrichten über die sozialen Netzwerke geschrieben haben. Davon wussten ihre Eltern jedoch nichts.

Nach Angaben des „Welt“ sagte der 19-Jährige der Polizei, dass sich das Mädchen leblos in seiner Wohnung befände. Die Polizei geht dem Verdacht nach, dass das Mädchen umgebracht worden sei und schließt eine Beziehungstat nicht aus.

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz war, betreuten Notfallseelsorger nun die Angehörigen des Mädchens.

Kleidungsstücke am See

Am Sonntagnachmittag fanden Spaziergänger nahe dem Penny-Markt an der Johann-Quad-Straße nahe der Straße „Auf dem Mirzengrehn“ im Sankt Augustiner Stadtteil Meindorf an der A59 Kleidungsstücke und eine Handtasche. Die Feuerwehr wurde gegen 17 Uhr alarmiert. Wie sich später herausstellte, stammten die Fundstücke von dem Mädchen.

Am frühen Sonntagabend suchten rund 200 Einsatzkräfte nach der 17-Jährigen. Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einem Hubschrauber der Bundespolizei und ließen eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen. Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus. Auch eine Hundestaffel war beteiligt.

Um ca. 20.15 Uhr wurde die Suche nach dem Mädchen nach Rücksprache mit der Polizei abgebrochen, da das Mädchen an einem anderen Ort aufgefunden wurde.“

(Polizeibericht)

Das Flüchtlingsheim liegt am Rande eines bei Nacht kaum beleuchteten Gewerbegebiets neben einer Bahntrasse. Nach dem Einsatz der Spurensicherung wurde die Leiche des Mädchens am frühen Morgen aus der Unterkunft in einen Bestattungswagen gebracht und fortgefahren. (dpa/sm)

 

 

 

 


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