PolizistenFoto: über dts Nachrichtenagentur

Schmiergeld-Skandal in Berlin: Korrupte Polizeibeamte festgenommen – für Drogenhändler gearbeitet

Epoch Times16. März 2018 Aktualisiert: 16. März 2018 10:26
Der Berliner Polizei droht ein neuer Skandal. Beamte des Landeskriminalamtes hätten am Freitagmorgen 20 Objekte durchsucht und dabei mehrere andere Polizeibeamte festgenommen, so die "Welt".

Ermittler des Berliner Landeskriminalamts (LKA) sind am Freitagmorgen gegen einen Ring von Drogenhändlern und korrupte Polizeibeamte vorgegangen.

Ein 39-jährige Polizist sei verdächtig, vier mit Betäubungsmitteln handelnde Gaststättenbetreiber gegen Bezahlung vor möglichen Kontrollen gewarnt zu haben, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit. Der Beamte und zwei weitere Verdächtige seien verhaftet und insgesamt 14 Objekte durchsucht worden.

Seit dem Frühjahr 2016 soll der Beamte regelmäßig Geldbeträge in Höhe von bis zu 3000 Euro von den vier Männern im Alter von 44 bis 51 Jahren erhalten haben. Im Gegenzug soll er in mindestens acht Fällen seine Geldgeber gewarnt haben, wenn die Gaststätten im Stadtteil Wedding durch Polizei, Zoll, Steuerfahnder oder das Bezirksamt kontrolliert werden sollten.

Ferner soll der Polizist den Drogenhändlern gegen Bezahlung den Lagerraum eines von ihm geleiteten Pokerklubs in Berlin-Pankow zur Verfügung gestellt haben. Er wird deshalb der gewerbsmäßigen Bestechlichkeit, des Geheimnisverrats und der Beteiligung am Drogenhandel beschuldigt. Die vier anderen Verdächtigen sind des Drogenhandels, der gewerbsmäßigen Bestechung und der Anstiftung zum Geheimnisverrat beschuldigt.

Bei ihren Durchsuchungen beschlagnahmten die etwa 50 beteiligten Polizisten Vermögenswerte von insgesamt mehr als 55.000 Euro. Der kommissarische Leiter der Berliner Polizei, Michael Krömer, erklärte: „Es versteht sich von selbst, dass wir die Staatsanwaltschaft Berlin bei ihren Ermittlungen vollumfänglich unterstützen sowie alle weiteren erforderlichen Schritte prüfen und einleiten.“

Die Berliner Polizei war im vergangenen Jahr wegen angeblicher Unterwanderungsversuche der Behörde durch kriminelle arabische Großfamilien in die Schlagzeilen geraten. Wie die Berliner Zeitung „B.Z.“ am Freitag berichtete, handelt es sich bei dem mutmaßlich korrupten Beamten um einen Deutschen ohne Migrationshintergrund. Die festgenommenen Gaststättenbetreiber seien türkischer Herkunft. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion