Sexueller Missbrauch an Kindern.Foto: Adam Berry/ Symbolfoto/Getty Images

Sexuelle Übergriffe unter 5-Jährigen in Kita

Epoch Times11. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:13
Sieben Kinder sind involviert: In einem Kindergarten in Langenfeld, NRW, soll es zu sexuellen Übergriffen unter Fünfjährigen gekommen sein. Drei von ihnen verließen deshalb die Einrichtung.

Was genau zwischen den sieben Fünfjährigen vorgefallen ist, bleibt unklar, meldet die Rheinische Post. Fest steht nur, dass es im März in einer großen städtischen Kindertagesstätte in Langenfeld geschah und sowohl Jungs wie Mädchen beteiligt waren.

Aus der Sicht wenigstens einer Mutter wurde die Grenze harmloser „Doktorspiele" überschritten. Laut Ulrich Moenen, dem zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus handelte es sich um ein „Spannungsfeld zwischen altersangemessenen Aktivitäten und sexuellen Übergriffen". Drei der sieben betroffenen Kinder hätten die Kita „auch auf Wunsch ihrer Eltern" verlassen.

Moenen dementierte gegenüber der RP einen Zeitungsbericht, wonach es zu den Vorfällen "im Zusammenhang" mit dem Aufklärungsprogramm "Mein Körper gehört mir" gekommen sei. "Das ist falsch. Ein solches Programm hat es in der Kita nicht gegeben", so Moenen.

So reagierte die Elternschaft

Letzte Woche informierten Stadt und Kita-Leitung die Eltern, wobei zum Schutz der Betroffenen keine Details genannt wurden. Die Elternschaft ist gespalten: Einige werfen der Stadt vor, zu spät über die Vorfälle informiert zu haben, andere finden, die Sache würde angemessen behandelt oder sogar aufgebauscht.

Moenen sagt: "Wir selbst haben von den Vorfällen im März erfahren und sie von Anfang an sehr ernst genommen. Wir haben sie aber zunächst prüfen müssen und das Gespräch mit den Eltern der betroffenen Kinder gesucht." In der ersten April-Hälfte sei zunächst der Elternrat der Kita informiert worden, vorigen Dienstag die gesamte Elternschaft.

Alexandra Schneider, Vorsitzende der Langenfelder Beratungsstelle "Sag’s", mahnt Vorwürfen wie den aktuellen auf jeden Fall nachzugehen: „Es ist ein Angang, andere Kinder möglicher Übergriffe zu bezichtigen. Das macht man nicht leichtfertig", so die Expertin. Die Liste der Gründe, warum manche Kinder sexuell übergriffig würden, sei lang: Sie reiche vom Nachahmen irgendwo aufgeschnappter Darstellungen bis hin zu eigenen Missbrauchserfahrungen.

Das Thema „Missbrach von Kindern an Kindern“ erhielt letzten Sommer viel Aufmerksamkeit, nachdem in einer Mainzer Kita das komplette Personal gekündigt wurde, da es monatelang bei sadistisch-sexuell gefärbten Vorfällen weggeschaut haben soll. (rf)



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