SPD-Rebellin Lange fordert Rücktritt und Urwahl des gesamten SPD-Vorstands

Die SPD-Politikerin Simone Lange fordert den Rücktritt des gesamten SPD-Vorstands und die Direktwahl eines neuen Vorstands durch die Parteibasis.
Epoch Times30. Oktober 2018

Die SPD-Rebellin und Flensburger Bürgermeisterin Simone Lange fordert nach den Wahlniederlagen der SPD in Bayern und Hessen den Rücktritt des gesamten SPD-Vorstands und die Direktwahl eines neuen Vorstands durch die Parteibasis.

Uns hört keiner mehr zu. Der Parteispitze hört niemand mehr zu. Es wird nicht mehr geglaubt, was gesagt wird, und es wird auch schon gar kein Vertrauen mehr geschenkt, dass das, was im Programm gut ist, umgesetzt werden könnte.“

Deswegen sei es „unabdingbar, dass die Parteispitze erkennt, dass sie zurücktreten muss, dass sie Platz machen muss“, sagte Lange zur Begründung ihrer Forderung anlässlich der Vorstellung ihres Buches „Sozialdemokratie wagen!“ am Dienstag in Berlin.

Lange beklagt, dass die Wahlen des SPD-Vorstand zu sehr von Absprachen der Führungsebene festgelegt seien.

„Die CDU macht es uns vor und die CDU macht es uns auch vor, dass offenbar mehrere Kandidatinnen und Kandidaten auf deren Bundesparteitag um das beste Konzept ringen und zeigen, sie alle wollen Bundesvorsitzender werden. Und es ist sehr, sehr schade, dass die CDU an der Stelle schneller ist als wir. Als ich auf dem Bundesparteitag im April gesagt habe ‚Ich wünsche mir, dass der letzte Parteitag ist, wo wir in einem so geschlossenen Verfahren keine Wahl haben‘, dann hatte ich mir eigentlich gewünscht, dass wir die Ersten sind, die das tun, und eben nicht die CDU“, sagte Lange zur sich anbahnenden Kandidatur von Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer um die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzende.

Lange unterlag im Frühjahr auf einem Bundesparteitag der SPD bei der Wahl des Vorstandes der amtierenden SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles mit rund einem Drittel der Stimmen. Sie war als Gegnerin der im Bund regierenden großen Koalition angetreten. Der Vertrag zur Bildung einer Koalition der SPD mit CDU und CSU erhielt bei einem Mitgliedervotum der SPD-Basis eine Mehrheit. (reuters)



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