Thüringen: Horten Linke Chemikalien für die Sprengstoffproduktion zum Spaß?

Von 18. März 2018 Aktualisiert: 25. März 2018 7:31
Es ist nicht gelungen, die Meldung über Chemikalienfunde bei Linksradikalen unter dem Teppich zu halten - nun entwickelt es sich zum politischer Sprengstoff. Der Thüringer Landtag muss sich damit beschäftigen. Ein Artikel von Vera Lengsfeld.

Nachdem es nicht gelungen ist, die Meldung über Chemikalienfunde, die von Linksradikalen in und bei Rudolstadt, angehäuft wurden, unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung zu halten, erweisen sie sich als veritabler politischer Sprengstoff. Der Thüringer Landtag muss sich damit beschäftigen.

Es wurde bekannt, dass einer der Täter, nicht nur Mitglied, sondern bis zum Vortag der Entdeckung der Chemikalienlager und des Sprengstoff-Labors, Pressesprecher des „Bündnisses für Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt war. Die Initiative setzt sich eigenen Angaben zufolge unter anderem gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ein.

2016 wurde ihr von der damaligen Thüringer Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) ein Anerkennungspreis verliehen. Nach dem explosiven Fund verschwand der Pressesprecher von der Homepage und man beeilte sich zu versichern: „Wir sind keine Radikalen.“ Eine Aussage, die bezweifelt werden muss.

Wer gehört zum Bündnis? Nach eigenen Angaben „engagierte Privatpersonen und Vertreter*innen aus Vereinen und Initiativen, Kirchen, Parteien, Jugendarbeit, Politik, Wirtschaft und Schulen“. Eine Liste der zwei Unterstützer*innen“ führt u. a. auf:

  • Bündnis 90 / Die Grünen, Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt
  • 
Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
  • DIE LINKE. Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt
  • Vertreter*innen der Evangelischen Kirche. Mehr hier:

Interessant ist, dass die Website des Aktionsbündnisses Rudolstadt, das die Liste anführt, zur Zeit nicht zu erreichen ist. Muss da schnell etwas umgebaut werden? [Anm. d. Red: Am 18.Mürz 2018, 9:45 Uhr sind 7 der 17 dort aufgeführten Webseiten der Unterstützer nicht erreichbar.]

An dritter Stelle steht das „Antifaschistische Jugendbündnis Saalfeld“. Ein Akteur, der eindeutig linksradikal ist, wie z. B. die abgebildeten Losungen zum G20-Gipfel im letzten Jahr beweisen: 
„FIGHT AGAINST CAPITALISM, REPRESSION AND NATIONALISM – SMASH G20!“ Auf der Rückseite ist zu lesen „G20 VERSENKEN – SUPPORT BLACK BLOCK“.

Was der Schwarze Block in Hamburg angerichtet hat, ist Gegenstand mehrerer Ermittlungs- und Gerichtsverfahren. DGB, Linke, Grüne und Kirchenvertreter müssen sich fragen lassen, warum sie mit Radikalen zusammenarbeiten, wenn sie selbst keine sein wollen.

Die explosive Lage wird nur abgemildert dadurch, dass wir keine kritische Mainstream-Presse mehr haben, sonst wäre die Finanzierung des Bündnisses längst Gegenstand der Arbeit investigativer Journalisten.

Die Staatsanwaltschaft Gera, die die Ermittlungen leitet, will bisher keinen politischen Hintergrund für die Anhäufung von Sprengstoff-Chemikalien, einem Labor und von bereits fertig gestelltem Sprengstoff erkannt haben.

Will sie der Öffentlichkeit allen Ernstes weismachen, dass die Täter spätpubertär mit einem erweiterten Chemiebaukasten spielen wollten?

Sind es selbst angelegte Scheuklappen, die unsere Ermittler zu solch abenteuerlichen Aussagen verleiten, oder ein verordneter Maulkorb?

Über die Autorin: Vera Lengsfeld ist Bürgerrechtlerin, ehemalige Bundestagsabgeordnete und freischaffende Autorin in Berlin. Ihr Blog: http://vera-lengsfeld.de

Er erschien zuerst auf ihrem Blog.

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