Trier ignoriert Realität in China – IGFM: Annahme von Marx-Statue „aus dieser Diktatur ist peinlich“

Epoch Times17. März 2017 Aktualisiert: 5. September 2017 10:19
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte zeigt sich empört über die geplante Karl Marx Statue in Trier: Es sei eine Frage der Würde und des Anstandes, zu Verbrechen in China nicht zu schweigen. "Die Annahme eines in propagandistischer Absicht erfolgten Geschenks dieser Diktatur ist mehr als peinlich!"

In einem Schreiben an die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und FDP im Stadtrat von Trier zeigt sich die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) aus Frankfurt am Main empört über die Entscheidung des Stadtrates, eine von der „Volksrepublik“ China geschenkte übergroße Marx-Statue anzunehmen.

In dem vom IGFM-Vorsitzenden Edgar Lamm unterschriebenen Brief heißt es:

„Der Stadtrat von Trier hat entschieden, eine von der ,Volksrepublik‘ China geschenkte Statue von Karl Marx anzunehmen. Das Sprichwort sagt: „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“ In diesem Fall hätte Trier eine Ausnahme machen sollen! Was sehen wir, wenn wir China „ins Maul“ schauen?

Wir sehen fortgesetzte gravierende Menschenrechtsverletzungen:

Die Inhaftierungen von Dissidenten, Menschenrechts-Anwälten, Journalisten und Bloggern, verbunden mit der Verfolgung von deren Angehörigen und Freunden.

Die Verurteilung dieser Menschen in Gerichtsprozessen, die jenseits von Recht und Gerechtigkeit geführt werden.

Die Inhaftierung dieser Menschen unter unwürdigen Bedingungen und zum Teil in Strafarbeitslagern, die nicht einmal die zuständigen UN-Rapporteure inspizieren dürfen.

Die trotz internationaler Proteste bisher nicht erfolgte Freilassung aller politischen Gefangenen, insbesondere des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo.

Die weiter zunehmende Verfolgung und Unterdrückung der Uighuren und Tibeter bis hin zur Zerstörung von deren Lebensgrundlagen, Sprache, Kultur und Religion sowie extrem erschwerter Arbeitsplatzsuche. Die Einschränkung der Religionsfreiheit, von der insbesondere die Christen und die Muslime betroffen sind.

Die weiterhin maßlose Verfolgung der Falun Gong.

Die unmenschliche Beschaffung von Organen für Transplantationen und die Geheimhaltung der Zahl der Todesurteile, der Hinrichtungen und der Organ-Transplantationen.

Es ist eine Frage der Würde und des Anstandes, zu diesen Verbrechen nicht zu schweigen. Die Annahme eines in propagandistischer Absicht erfolgten Geschenks dieser Diktatur ist mehr als peinlich!“

Siehe auch:

„NEIN“ zu Chinas staatlichem Organraub: Warum zögert Deutschland? David Matas im Interview

Ermittler von Chinas staatlichem Organraub für den Friedensnobelpreis 2017 nominiert

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