Ungewöhnlich wütende Kanzlerin zu Macron: „Ich bin es leid, die Scherben aufzukehren“

Epoch Times24. November 2019 Aktualisiert: 24. November 2019 17:50
Nach der eher ungewöhnlichen Kritik der Kanzlerin an Frankreichs Präsident fordert CDU-Außenexperte Röttgen Änderungen in der Frankreich-Politik Deutschlands. "Wir könnten vom Reparateur zum Treiber deutsch-französischer Ideen werden", so Röttgen.

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen hat Verständnis für die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geäußert, gleichzeitig aber Änderungen in der Frankreich-Politik Deutschlands gefordert.

Am Rande der Feier zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer kritisierte Kanzlerin Merkel offenbar scharf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einem privaten Gespräch. Das berichtet die „New York Times“.

„Ich verstehe Ihr Bedürfnis nach disruptiver Politik“, soll eine ungewöhnlich wütende Merkel demnach gesagt haben.

Aber ich bin es leid, die Scherben aufzukehren. Immer wieder muss ich die Tassen zusammenkleben, die Sie zerbrochen haben, nur damit wir uns hinsetzen und eine Tasse Tee trinken können.“

Macron platzt oftmals mit neuen Ideen heraus und will, dass alles schnell geht – während Kanzlerin Merkel eher abwartend an politische Aufgaben herangeht.

Röttgen will Vorschläge Deutschlands

„Ich kann die Kanzlerin hier gut verstehen“, sagte Röttgen der „Bild“ zu den zuletzt bekannt gewordenen kritischen Äußerungen Merkels am Rande der Feier. Röttgen, der Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag ist, fügte jedoch an: „Es hilft aber alles nichts, wir müssen das Verhältnis mit Frankreich wieder auf eine konstruktive Bahn bringen.“

Röttgen forderte: „Dazu dürfen wir nicht immer auf Macrons Vorschläge warten, sondern müssen selber welche oder mindestens einen Vorschlag machen.“

Als Beispiele nannte Röttgen ein gemeinsames 5G-Netz für Deutschland und Frankreich sowie eine binationale Staatsanleihe für Innovationen. „Wir könnten vom Reparateur zum Treiber deutsch-französischer Ideen werden“, so Röttgen. (dts/ks)

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