Ursula Sarrazin aus der SPD ausgetreten: „Brennende Probleme dürfen nicht offen diskutiert werden“

Von 4. August 2020 Aktualisiert: 4. August 2020 17:22
Aus Protest gegen den „absurden Ausschluss meines Mannes Thilo Sarrazin“ gab heute Frau Ursula Sarrazin ihr Parteibuch zurück. Nach 40 Jahren Mitgliedschaft in der SPD trat sie aus der Partei aus. „Jetzt weiß jeder, dass man in der SPD die brennenden Probleme der Gegenwart, Migration und Islam, nicht mehr offen diskutieren darf.“

Die Frau von Thilo Sarrazin, Ursula Sarrazin, ist mit Datum vom 3. August aus der SPD ausgetreten. In einem Brief teilt sie dem Parteivorstand der SPD mit, dass sie nach 40 Jahren ihr Parteibuch zurückgibt.

Sie nennt als Grund „absurder Ausschluss meines Mannes Thilo Sarrazin“ und schreibt:

„Ich war bei allen drei mündlichen Verhandlungen der Kreis-, Landes- und Bundesschiedskommission dabei. Polemik und Demagogie beherrschten die Seite des Antragstellers. Vor allem Lars Klingbeil, rhetorisch gefährlich gewandt, hatte an Wissen und Argumenten nichts zu bieten.

Jetzt weiß jeder, dass man in der SPD die brennenden Probleme der Gegenwart, Migration und Islam, nicht mehr offen diskutieren darf. Die Lösungsvorschläge meines Mannes sind tabu. Die einstige Volkspartei SPD mutiert zur Sekte.

In der SPD wird nur noch zu hören sein, dass Migration grundsätzlich gut ist, da sie ja so vielfältig ist, dass der Islam harmlos und gut integrierbar sei, wenn wir uns nur genug anstrengen. Da nur noch diese Stimmen in der Partei zu hören sind, wird man glauben, dass dieses Bild der Wirklichkeit entspricht. Das führt zur Verkennung der tatsächlichen problematischen Gegebenheiten, zu Illusionen und zu Ideologien, die letztlich allen und allem übergestülpt werden. Wer so regiert und Macht ausübt, richtet großen Schaden an. Wozu das schon mehrmals in der Geschichte geführt hat, ist hinlänglich bekannt.

Die SPD ist zu einer Partei geworden, in der man die Wirklichkeit nicht mehr beschreiben darf.“

Das Schreiben liegt der Epoch Times vor.

Ausschluss von Thilo Sarrazin Ende Juli 2020

Ende Juli 2020 bestätigte die SPD den Ausschluss des ehemaligen Finanzsenators von Berlin, Thilo Sarrazin. Sarrazin sagt dazu, es sei absurd, ihn des Rassismus zu beschuldigen. „Die Grundwerte der SPD – Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität – fand ich überzeugend und finde das heute noch.“

In den letzten Jahren sei die SPD programmatisch immer enger geworden und habe sich immer weiter vom Problembewusstsein der breiten Schichten der Bevölkerung entfernt. Das würden die „traurigen Wahlergebnisse und Umfragewerte“ zeigen.

„Der Versuch, mich wegen des Buches ‚Feindliche Übernahme‘ aus der SPD auszuschließen, zeigt, dass es um Gesinnung geht, aber nicht um Wahrheit“, schrieb Sarrazin.

(mit Material von dts)


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Deutschland ist der Geburtsort von Marx und Engels und die Heimat der einflussreichen Frankfurter Schule, einer Ausprägung des Marxismus. Überall in Europa gibt es sozialistische Parteien, die auf die „Zweite Internationale“ zurückgehen. Viele von ihnen sind Regierungsparteien. Innerhalb der „Sozialistischen Internationalen“ sind sozialistische Demokratie und demokratischer Sozialismus fast identisch. Alle vertreten die Idee, dass der Sozialismus das neue System ist, das den Kapitalismus ersetzen wird.

Ein Alleinstellungsmerkmal der SPD ist ihre absolute Vormachtstellung in der deutschen Medienbranche. Auch gehört die Partei weltweit zu den größten Medienmächten. Sie dominiert die Politik Deutschlands nicht nur über ihre Abgeordneten, sondern auch dann, wenn sie nicht an der Macht ist.

Zeitungen, Radiosender, Medien – darunter die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) und die Hannoveraner Verlagsgesellschaft Madsack – gehören zur SPD. Das Portal ScienceFiles listete 2014 in einem pdf-Dokument alle SPD-Beteiligungen auf und kam auf rund 10.300 Beteiligungen der SPD auf 412 A4-Seiten mit rund 25 Einträgen pro Seite.

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