Verwandelt, verschwunden und in Nordafrika aufgetaucht: Polizei Hamburg hat Kontakt zu Juliane H. (16)

Von und 12. January 2018 Aktualisiert: 12. Januar 2018 20:07
Die in Hamburg vermisste 16-jährige Juliane H., inzwischen in Nordafrika, vertraute sich einer Freundin an, sagte, dass es Streit gab, sie sich trennen wolle. Doch ihr neuer Freund ließe das nicht zu. Mehr noch, er drohte der Freundin, sie umzubringen, wenn sie weiter den Kontakt zu Juliane aufrechterhält ...

Nun steht es fest. Die seit dem 2. Dezember in Hamburg vermisste 16-jährige Juliane H. ist nicht mehr in Deutschland. Damit bewahrheiten sich die schlimmsten Befürchtungen des Vaters des Mädchens. Doch wenigstens lebt sie …

Die Ermittler des LKA 114 stehen im Kontakt zu dem Mädchen, das sich derzeit in Algerien aufhält.“

(Heike Uhde, Pressesprecherin, Polizei Hamburg, am 12. Januar)

Die bestehende Öffentlichkeitsfahndung nach Juliane wurde gelöscht. Da es keinen offiziellen Ausreisevermerk gibt, geht die Polizei davon aus, dass das Mädchen über den Landweg nach Nordafrika kam. Nachbarn erinnerten sich, dass immer wieder eine verschleierte Frau zu Besuch bei Juliane war, wenn der Vater zur Arbeit gegangen war, schreibt die „Bild“.

Mitte Dezember hatte Julianes beste Freundin das letzte Mal über Facebook Kontakt zu ihr: „Sie schrieb, dass es Streit gab und sie sich trennen will, er ließe das aber nicht zu“, so die Freundin. Doch ihr neuer Freund ging noch weiter. Er ließ der Freundin eine Nachricht über Julianes Profil zukommen:

Wenn du sie nicht in Ruhe lässt, steche ich dich ab.“

(Morchid D., abgeschobener algerischer Migrant)

Gefährliche Begegnung

Vor sechs Wochen verschwand Juliane H. aus Hamburg. Zuletzt wurde sie am 2. Dezember beim Verlassen der Wohnung auf St. Pauli gesehen. Die 16-Jährige war ein ganz normaler Teenager, bis sie ihren Freund kennenlernte – einen Asylbewerber aus Algerien, wie „Bild Plus“ am Mittwoch berichtete.

Juliane konvertierte zum Islam und verschleierte sich – Make-up und offenes Haar waren ab sofort tabu.

Sie war früher ein ganz normaler Teenager, ging in die Tanzgruppe, zum Schwimmen und wollte Tierärztin werden.“

(Vater Norbert H., Hamburg)

Doch alles änderte sich schlagartig. Die noch verbliebene Familienwelt von Norbert H. zerbrach am Vatertag 2016.

Sie sagte, sie sei zum Islam konvertiert. Plötzlich lief sie mit Kopftuch und langem Plunder rum“.

(Julianes Vater)

Juliane schwänzte die Schule und wurde laut „Bild“ oft mit einer Gruppe junger Männer in der Stadt gesehen: „Ich hatte das Gefühl, sie hätte eine Gehirnwäsche bekommen.“

Julianes Vater, der getrennt von seiner Frau lebt, bat das Jugendamt um Hilfe – Juliane kam in eine Jugendgruppe und wurde dort betreut.

Illegaler Algerier zieht sie in Kriminalität

Im März 2017 zog sie wieder zu ihrem Vater und zeigte ihm ein Foto von ihrem Freund – dem Algerier Morchid D. Er war am 22. September 2013 ohne Papiere aus Algerien gekommen und stellte als minderjähriger unbegleiteter Migrant einen Asylantrag. Als sein Antrag am 13. Mai 2015 abgelehnt wurde, klagte er.

Mit dem heute nach eigenen Angaben 19-Jährigem wurde Juliane polizeibekannt. Das Paar soll sogar einen Überfall begangen haben. Juliane kam in eine Jugendeinrichtung, floh aber wieder von dort.

Schließlich wurde der Staatsschutz eingeschaltet: „Mädel, du bewegst dich in gefährlichen Kreisen“, soll ihr ein Beamter gesagt haben, so der Vater.

Koran und Schläge

Juliane sei einfach in die Kriminalität hineingerutscht, meint ihre beste Freundin. „Ihr gefiel das alles mit dem Koran. Nur dass Morchid sie öffentlich schlug, gefiel ihr nicht.“ Doch offenbar war ihm die 16-Jährige bereits hörig.

Im Oktober wurde Morchid D. dann wieder nach Algerien abgeschoben. Julianes Vater Norbert schöpfte Hoffnung, dass alles wieder normale werden würde.

Doch Juliane verschleierte sich weiterhin und hielt weiter Kontakt zu ihren neuen Freunden. So soll z. B. immer wieder eine verschleierte Frau Juliane besucht haben, wenn der Vater nicht da war, berichten Nachbarn.

 

Der Tag, als sie verschwand

 

Am 2. Dezember war es schließlich so weit: Juliane wollte nachmittags zu einer Freundin, kam jedoch nicht wieder. „In ihrem Zimmer fand ich später ihren Schlüssel und ihr Handy. Mitgenommen hatte sie meinen wertvollen geerbten Goldschmuck, ihr Tablet und ihre Spielekonsole“, erinnert sich der verzweifelte Vater.

Er befürchtet, dass seine Tochter schon längst im Ausland sei. Tage bangen Wartens folgten: „Wenn sie sich wenigstens melden würde. Bei jedem Telefonklingeln hoffe ich, ihre Stimme zu hören.“

Ob Juliane jemals zurückkehren wird, man weiß es nicht.

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