Eine Apothekerin zeigt einen Mund-Nasen-Schutz.Foto: MIGUEL MEDINA/AFP via Getty Images

Schutzmaskenmangel in Deutschland – Apotheken melden „umfängliche Lieferengpässe“

Epoch Times24. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:10
In China tragen viele Menschen auf der Straße Mundschutz, in Deutschland kennt man die Masken bislang eher aus dem OP-Saal. Doch in letzter Zeit ist auch die Nachfrage hierzulande immens.

Wegen des neuartigen Coronavirus sind in vielen Apotheken Schutzmasken seit Wochen ausverkauft – und sie bekommen kaum Nachschub.

„Es gibt wirklich erhebliche und umfängliche Lieferengpässe“, sagte Thomas Porstner, Geschäftsführer beim Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO). Die verstärkte Nachfrage in letzter Zeit sei auf das Coronavirus zurückzuführen, so ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Konkrete Zahlen liegen beiden Verbänden zwar nicht vor. Es gebe momentan aber nur noch „Kleinstmengen“, sagte Porstner. Viele Großhändler könnten keine Ware mehr nachbestellen. Wann die Hersteller ausreichend Masken nachproduzieren können, sei unklar.

„Der Markt für Atemschutzmasken ist im Allgemeinen umkämpft“, sagte eine Sprecherin des oberfränkischen Zulieferers Sandler. Als einer der weltweit größten Vlies-Hersteller produziert die Firma unter anderem Vlies für Schutzmasken, auch für Kunden in China. „Aufgrund der aktuellen Situation besteht zurzeit hoher Bedarf an Vliesstoffen für diese Anwendung; es herrscht Materialknappheit am Markt.“

Grund zur Panik bestehe laut ABDA-Sprecher nicht: „Gesunde Menschen, die in Deutschland unterwegs sind, brauchen keine Maske.“ Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Pfleger und Ärzte bei Eingriffen tragen, schütze nicht vor einer Ansteckung mit dem neuen Virus Sars-CoV-2.

„Selbstverständlich schützt der Mund-Nasen-Schutz auch vor dem Sars-CoV-2“, widerspricht Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow im Gespräch mit Epoch Times. Wenn man unterwegs sei und die Gefahr bestehe, dass man mit Infizierten in Kontakt kommt, solle man die Schutzmaske tragen. Sinnvoll sei es zudem, sich die Hände zu desinfizieren, um die Übertragung des Virus zu vermeiden. (dpa/sua)

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