Zahl der Asylanträge von Nigerianern stark gestiegen – CDU-Politiker warnt vor „Import krimineller mafiöser Strukturen“

Epoch Times14. April 2019 Aktualisiert: 14. April 2019 9:34
Im Februar und März rangierte Nigeria auf dem zweiten Platz der Herkunftsstaaten für illegale Migranten. Nur Syrer stellten demnach noch mehr Asylanträge. Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster warnte in diesem Zusammenhang vor einem "Import krimineller mafiöser Strukturen".

Die Zahl der Asylanträge von Nigerianern ist einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr stark gestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten, beantragten in den ersten drei Monaten 3.923 Nigerianer Asyl in Deutschland. Im Dezember waren es demnach noch 554.

Im Februar und März rangierte das westafrikanische Land dem Bericht zufolge auf dem zweiten Platz der Herkunftsstaaten. Nur Syrer stellten demnach noch mehr Asylanträge.

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster warnte in diesem Zusammenhang vor einem „Import krimineller mafiöser Strukturen“. Wir nehmen diese Entwicklung sehr ernst“, sagte Schuster den Funke-Zeitungen.

Dem Bundeskriminalamt (BKA) sind Aktivitäten von drei nigerianischen Tätergruppen bekannt, vor allem in der Schleuserkriminalität und bei der Zwangsprostitution. „Wir wissen, dass viele Nigerianer aus Italien illegal nach Deutschland kommen“, so Schuster.“Damit einher geht auch der Import krimineller mafiöser Strukturen, die sich dort gebildet haben“, sagte er. Er forderte daher eine Ausweitung der Kontrollen der Bundespolizei an allen deutschen Grenzen.

Die Sekundärmigration innerhalb Europas sei weiterhin „ein Kernproblem“. Deshalb sei er dafür, „dass die Bundespolizei an allen deutschen Grenzen die Schlagzahl flexibler, lageangepasster Kontrollen weiter erhöht“, so der CDU-Innenpolitiker weiter.

Schon 2017 führte das BKA nach eigenen Angaben Ermittlungen gegen 16 nigerianisch dominierte Gruppen der Organisierten Kriminalität. Sowohl die Zahl der Ermittlungen als auch Opfer der nigerianischen Mafia war stark gestiegen.

Erst Ende Januar verurteilte das Landgericht Duisburg eine Nigerianerin zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Es sah es als erwiesen an, dass nigerianische Menschenhandelsopfer nach Europa geschleust wurden. Der Duisburger Fall sei „ein Beispiel für das Agieren nigerianischer OK-Gruppen“, erklärte das BKA.

Die UN-Organisation für Migration (IOM) schätzt, dass 80 Prozent, die von Nigeria nach Europa flüchten, potenzielle Opfer von sexueller Ausbeutung sind.

Nach Angaben von Schuster legen zudem „fast alle“ nigerianischen Asylbewerber in Deutschland keine Papiere vor, was bei einem negativen Asylbescheid ihre Abschiebung erheblich erschwere. (afp/dts)

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