„Für Journalismus bestraft“: Tommy Robinson zu neun Monaten Haft verurteilt – Anhänger attackieren BBC-Team

Epoch Times13. Juli 2019 Aktualisiert: 13. Juli 2019 13:20
Der Aktivist Tommy Robinson wurde zu neun Monaten Haft verurteilt. Bei einer Demonstration gegen das Urteil kam es zu Übergriffen auf ein BBC-Team.

Der britische rechtsnationale Aktivist Tommy Robinson wurde zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Seine Verurteilung führt auf einen Fall im Jahr 2018 zurück. Damals hatte Robinson Verdächtige in einem Prozess gefilmt und per Livestream online gesendet. In dem Verfahren ging es um Kindersexhandel, die Verdächtigen waren überwiegend ausländischer Herkunft.

Robinson, dessen echter Name Stephen Yaxley-Lennon ist, wurde am Donnerstag verurteilt.

Demonstranten attackieren BBC-Team

Robinsons Anhänger warteten auf das Urteil vor Gericht. Die Demonstranten schwenkten die Union Jack-Flagge und sangen „Schande über dich“, „Abschaum“, „Lasst Tommy frei“ und „Wir wollen unser Land zurück“.

Als das Urteil verkündet wurde, gerieten einige Demonstranten in Rage. Einer der Protestteilnehmer griff ein BBC-Reporterteam an. Laut Medienberichten sollen Polizisten mit Dosen und Flaschen beworfen worden sein.

Die Polizei nahm den Angreifer und danach einen weiteren Mann fest. Die Polizisten wurden ausgebuht und ausgepfiffen.

Robinson beklagt: Für Journalismus bestraft

2018 wurde Robinson zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er vor Gericht einen Livestream von Angeklagten in einem Strafverfahren online gestellt hatte. Daraufhin soll einer der Angeklagten von Privatpersonen identifiziert, zu Hause aufgesucht und belästigt worden sein.

Robinson legte damals mit Erfolg Berufung ein. Das Urteil wurde nach zwei Monaten Gefängnis aufgehoben. Danach wurde der Fall an Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox übergeben. Cox leitete ein neues Verfahren ein. Er sagte dies wäre im „öffentlichen Interesse“.

Das Gericht begründete das Urteil nun damit, dass Robinsons Aktion ein „Akt zur Ermunterung zur Selbstjustiz gewesen“ sei, wie RT berichtet. Robinson beklagte demnach: das Urteil gegen ihn sei politisch motiviert. Er sei „für Journalismus bestraft worden“. (so)

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