„Illiberal und repressiv“: Kopftuch-Zwang in britischen Islamschulen – schon für 4-Jährige

Epoch Times31. October 2017 Aktualisiert: 31. Oktober 2017 16:24
In mehreren staatlich geförderten Islamschulen in England ist das Tragen des Hijab Zwang. Kritiker beklagen, dass das Tragen eines Kopftuches schon im Kindesalter, die Sexualisierung von Kindern fördert.

In mehreren staatlich geförderten Islamschulen in England werden Mädchen im zarten Alter von vier Jahren, dazu gezwungen einen Hijab zu tragen. Das berichtet die „Daily Mail“ unter Berufung auf eine Studie der National Secular Society“.

Die Forscher weisen darauf hin, dass an acht von ihnen untersuchten Schulen, darunter drei Grundschulen, das Tragen des Hijab zwingend sei. Auch schon für die kleinsten Mädchen.

Das Kopftuch wird von muslimischen Mädchen in der Regel erst in der Pubertät angelegt. Es soll den Männern die Bescheidenheit der Frau vermitteln. Deshalb meinen Kritiker, dass Kopftuch schon im Kindesalter anzulegen, fördere die Sexualisierung von Kindern.

Die Schülerinnen werden unter den Schleier gezwungen

In weiteren 51 privaten islamischen Schulen gaben 176 der befragten Schülerinnen an, dass das Tragen des Hijab an ihren Schulen zwingend sei – während 18 meinten, das Tragen des Kopftuchs sei freiwillig, so die Zeitung weiter.

Auf der Website einer islamischen Schule steht, dass das Gesicht nicht nur im Unterricht, sondern auch außerhalb der Schule bedeckt sein muss. Eine Schule gibt sogar an, dass dies zwingend sei.

Nun werden die Rufe nach Schulinspektoren lauter, um sicherzustellen, dass muslimische Schülerinnen ihre Schuluniform frei wählen können und nicht unter den Schleier gezwungen werden.

Praktik ist „illiberal und repressiv“

Mitglieder der National Secular Society“ bezeichnen die Praktik als „illiberal und repressiv“. Sie fordern das britische Bildungsministerium auf, sicherzustellen, dass das Tragen eines Kopftuches oder anderer religiöser Kleidung in den Schulen nicht mit Zwang durchgesetzt wird.

In einer Umfrage für die „Sunday Times“ im letzten Monat wurde festgestellt, dass fast ein Fünftel der 800 staatlichen Grundschulen in 11 Regionen Englands den Hijab als Teil ihrer Uniform aufführen – zumeist als Option und frei wählbar.

Aus dem britischen Bildungsministeriums heißt es dazu: „Jede Schule kann derzeit selbst über die Art der Schuluniform entscheiden. Nach der jetzigen Regelung ist es durchaus möglich, dass eine Schule festlegt, dass Mädchen als Uniform ein Kopftuch tragen müssen“. (so)

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