Felix BaumgartnerFoto: Facebook/Screenshot

„Schande für die Meinungsfreiheit“: Facebook-Seite von Felix Baumgartner gesperrt

Epoch Times14. Juli 2016 Aktualisiert: 14. Juli 2016 22:56
Felix Baumgartner hält mit seiner kritischen Meinung nicht hinter dem Zaun. Offen greift er EU-Politiker an, bezeichnet sie als "korrupte Lügner" und "machtgierig", und kritisiert die tendenziöse Berichterstattung verschiedener Medien. Auf Facebook hatte der Extremsportler 1,5 Millionen Fans - jetzt wurde seine Seite kurzerhand gesperrt.

Seit dem Stratosphären-Sprung steht Felix Baumgartner im Rampenlicht. Seine Berühmtheit steigerte sich in letzter Zeit durch seine kontroversen Polit-Statements, die im Netz für Aufsehen sorgen.

Der österreichische Extremsportler zählte bereits über 1,5 Millionen Follower auf seiner Facebook-Seite. Seine politischen Ansichten finden viele Unterstützer.

Er holte mehrfach zum Rundumschlag gegen die EU aus. Die Union sei eine Ansammlung von Bonzen, die auf Lügen, Korruption und Machtgier aufgebaut sei. Den Rücktritt des österreichischen Kanzlers Werner Faymann bezeichnete er als die einzige richtige Entscheidung während dessen Amtszeit.

Auch Journalisten werden nicht verschont: Erst kürzlich beschwerte sich Baumgartner über die seiner Ansicht nach tendenziöse Berichterstattung der Tageszeitung ÖSTERREICH und ihres Chefredakteurs Wolfgang Fellner. Baumgartner fände es „erstaunlich, wie manche Journalisten sich immer wieder in jede Propagandadummheit hineinreiten lassen“.

Bezug nehmend auf die „Schmutzkübel-Kampagne“ des ÖSTERREICH-Verlages, die Norbert Hofer wegen des Tragens einer Kornblume als Nazi darstellte, schreibt Baumgartner: „Wer mehr als 70 Jahre danach immer noch ein Nazisymbol darin (Anm. d. R.: in der Kornblume) sieht und Norbert Hofer damit in Verbindung bringt, darf guten Gewissens als moralisch schizophren bezeichnet werden. Die globale Modemarke Joop hat die Kornblume seit ihrer Gründung als Firmen-Logo und keiner kam bisher auf die absurde Idee, Wolfgang Joop oder seine Kunden als NAZI Sympathisanten zu bezeichnen.“

Es werde stets mit zweierlei Maß gemessen, regt sich Baumgartner auf. So auch beim olympischen Fackellauf, der eine Erfindung der Nazis ist: „Das heißt aber nicht, das alle an einem olympischen Fackellauf beteiligten Nazis sind. Ganz im Gegenteil, heute gehört der olympische Fakellauf zu den olympischen Spielen wie das Verdrängen von Fakten zum Journalismus.“

Facebook-Seite gesperrt

Von Dienstag auf Mittwoch wurde dann Baumgartners Facebook-Konto gesperrt.

Der Sportler, der heute in der Schweiz lebt, vermutet „politische Eliten“ als Drahtzieher hinter der Sperrung. Facebook behauptet aber, die Seite sei gesperrt worden, weil man vermutet hatte, es habe sich nicht um die Seite des echten Felix Baumgartner gehandelt.

Baumgartner nennt diese Erklärung „absurd“ und sagt: „Der wahre Grund ist natürlich ein anderer. -Die ZENSUR !!“

Der Extremsportler lässt sich aber nicht unterkriegen und hat eine neue Facebook-Seite ins Leben gerufen. Dort schreibt er, dass die Sperrung der Seite eine „Schande für die Meinungsfreiheit“ sei und in keinem Fall hingenommen werden dürfe. Er glaubt, er sei „politischen Eliten da draußen zu unbequem geworden“.

 

Der 47-Jährige macht den Facebook-Chef persönlich für die Probleme verantwortlich und schreibt: „Mark Zuckerberg sperrt meine Seite“.

Baumgartner will nichts unversucht lassen um seine Facebook-Seite wieder zurückzuholen. Er ruft seine Fans auf, die neue Seite zu teilen und zu verbreiten, bis er die alte wieder zurückbekommt. Wenn das nicht gelinge, „finden wir andere Wege, um unsere Meinung zu verbreiten“. (so)

 


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