Strache-Treffen mit Frank Stronach sorgt für Spekulationen über baldige Parteigründung

Von 26. November 2019 Aktualisiert: 26. November 2019 18:35
Bereits in der Vorwoche hat sich das Ehepaar Strache mit Magna-Konzerngründer und Ex-Politiker Frank Stronach in Oberwaltersdorf getroffen. Das Treffen nährt Spekulationen dahingehend, ob Stronach sich finanziell am Aufbau eines Strache-Projekts beteiligen wolle.

Nachdem er bereits mit seinem Auftritt bei einer Demonstration gegen ein umfassendes Rauchverbot in Gaststätten am Samstag (23.11.) in Wien und einem Angebot, den Wiener Parteivorsitz wieder zu übernehmen, die Gerüchteküche um ein mögliches Comeback angeheizt hatte, legte der frühere FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am heutigen Dienstag noch einmal nach.

Mehrere Medien, darunter „Österreich“, erhielten ein Foto, das Strache und seine Ehefrau Philippa zusammen mit dem weltbekannten Unternehmer und früheren Parteigründer Frank Stronach zeigt. Gegenüber der besagten Tageszeitung bestätigte Strache, dass er sich tatsächlich bereits in der Vorwoche mit dem in Kleinsemmering bei Weiz geborenen Konzerngründer der Magna International Inc. und Sportförderer in dessen Büro in Oberwaltersdorf getroffen habe. Philippa Strache war einst als Pressesprecherin des „Team Stronach“ tätig.

„Sehr positives Gespräch mit einem großen Österreicher“

Den Abend haben die Straches nach eigenen Angaben dann noch mit Stronach in einer Pizzeria in Ebreichsdorf verbracht. HC Strache sprach von einem „interessanten Gespräch“, das man mit dem Milliardär geführt habe. Dabei habe man über Themen wie die wirtschaftliche und soziale Zukunft des Landes, Steuerpolitik und Gewinnbeteiligungsmodelle für Arbeitnehmer gesprochen.

Auf Facebook sprach Strache von einem „sehr positiven Gespräch mit einem großen Österreicher, welcher in seinem Leben sehr viel erreicht und bewirkt hat“.

Obwohl der frühere FPÖ-Chef die Darstellung, es habe sich um ein „Geheimtreffen“ gehandelt, zurückwies und sich auch sonst nicht weiter zu dem Treffen äußerte, wollen die Gerüchte um ein mögliches neues Parteiprojekt Straches nicht abklingen.

Zu der Frage, ob Stronach bereit sein könnte, finanziell in eine mögliche Strache-Partei zu investieren, äußerte sich der frühere Vizekanzler nicht. „Österreich“ schreibt aber, dass es Bilder aus den vergangenen Tagen gebe , die HC Strache zusammen mit mehreren aktiven oder ehemaligen Politikern oder Funktionären der FPÖ und des BZÖ zeigen – unter anderem Wirtschaftsverbandschef Karl Baron, Wiens Ex-BZÖ-Chef Dietmar Schwingenschrot und der FPÖ-Landtagsabgeordneten Vesna Schuster.

Baron dementierte politische Absprachen mit Strache. Gegenüber „Österreich“ sagte er: „Ich bin mit HC Strache seit Jahrzehnten befreundet, das wird sich auch nicht so schnell ändern.“ Ob er für ein Comeback Straches in der FPÖ sei, müssten „die Gremien entscheiden“.

Mölzer: „Parteiausschluss wäre logisch“

Unterdessen erneuern FPÖ-Funktionäre und langjährige Influencer ihre Forderungen nach einem endgültigen Ausschluss Straches aus der Partei. Der 2014 nach dem Vorwurf rassistischer Äußerungen von der Wiederkandidatur zurückgetretene Ex-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer erklärte, Strache arbeite „selber heftig an seinem Parteiausschluss“. Zu Straches jüngsten Auftritten meinte Mölzer:

Das wird sich keine Partei bieten lassen. Wenn es so weitergeht, wäre der Parteiausschluss logisch.“

Das „Team Stronach“, das der österreichisch-kanadische Unternehmer 2012 gegründet hatte, zog 2013 bei seinem ersten Antreten auf Anhieb mit 5,7 Prozent in den Nationalrat ein. Zudem konnte das Projekt in mehrere Landtage einziehen. Frank Stronach, dem ein autoritärer Führungsstil nachgesagt wurde, zeigte sich jedoch enttäuscht von dem Gebaren seiner gewählten Abgeordneten und zog nach mehreren Austritten aus Partei und Fraktion seine Unterstützung zurück. Zur Nationalratswahl 2017 trat das Team Stronach nicht mehr an.

Zu den zentralen Anliegen Stronachs gehörten ein „Nein“ zum Euro-Rettungsschirm, Kritik am EU-Zentralismus, eine Flat-Tax, eine Verwaltungsreform und eine umfassende Entbürokratisierung. Sollten er und einige der zuletzt mit Strache gesehenen Persönlichkeiten tatsächlich ein neues Projekt ins Auge fassen, könnte dieses unter anderem für einen liberal-libertären Kurs auf der Basis der Österreichischen Schule der Nationalökonomie in der Wirtschaftspolitik stehen.

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