Bedeutendes Treffen: Gefolterte Falun Gong-Praktizierende sprach mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus

Epoch Times18. Juli 2019 Aktualisiert: 21. Juli 2019 22:26
Haft, Zwangsarbeit, Folter, Missbrauch und Mord. Seit 20 Jahren wütet das kommunistische Regime gegen Gläubige in China. Ein Opfer sprach in Washington DC mit US-Präsident Donald Trump. Die Frau hatte jahrelange grausame Verfolgung überlebt.

Am Donnerstag, 18. Juli, versammelten sich Falun Gong-Praktizierende aus der ganzen Welt in Washington DC zu einer Kundgebung anlässlich des 20. Jahrestags der Verfolgung der traditionellen chinesischen Meditationspraxis in China. Jedes Jahr um diesen Termin herum erinnern sie in der US-Hauptstadt und in anderen Städten der Welt an die grausamen Verbrechen des Regimes gegen die Kultivierungspraxis, die am 20. Juli 1999 ihren Anfang nahmen.

Bei diesen Kundgebungen und Paraden fordern die Praktizierenden von Falun Dafa ein Ende der brutalen Unterdrückung durch das chinesische kommunistische Regime. Zahlreiche US-Kongressabgeordnete und Vertreter von Organisationen, die sich für Menschenrechte und Religionsfreiheit einsetzen, haben Redebeiträge angekündigt.

Livestream:

LIVE aus Washington DC: Kundgebung gegen 20-jährige Verfolgung von Falun Gong

Falun Gong-Praktizierende aus der ganzen Welt versammelten sich in Washington DC zu einer Kundgebung anlässlich der Verfolgung von Falun Dafa. Am 20. Juli ist der 20. Jahrestag des Beginns der Verfolgung. Die Praktizierenden fordern das Ende der brutalen Verfolgung durch das chinesische kommunistische Regime. Mehr dazu hier: https://bit.ly/2JI9EEc

Gepostet von Epoch Times Panorama am Donnerstag, 18. Juli 2019

Ein besonderes Treffen im Weißen Haus

Am 17. Juli fand ein ganz besonderes Treffen im Weißen Haus statt, bei dem US-Präsident Trump 27 Männer und Frauen aus 17 Ländern der Welt traf, die religiöse Verfolgung überlebt hatten. Die Überlebenden kamen unter anderem aus China, Nordkorea, dem Iran, Pakistan und Burma. Eine von ihnen war die chinesische Professorin Yuhua Zhang. Sie praktiziert Falun Gong.

Es war das erste Mal, dass sich eine Falun Gong-Praktizierende mit dem höchsten Amtsträger des Landes in einem offiziellen Gespräch traf.

Die 59-Jährige wurde in China siebeneinhalb Jahre lang inhaftiert und wiederholt gefoltert, weil sie sich geweigert hatte, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben. Im Jahr 2015 gelang ihr die Flucht aus China in die Vereinigten Staaten. Während sich die Anwesenden um Trumps Schreibtisch im Oval Office versammelten, erzählte Zhang dem Präsidenten ihre Geschichte und die ihres Ehemanns, der für das Praktizieren von Falun Gong immer noch im Gefängnis Suzhou in der  chinesischen Provinz Jiangsu eingesperrt ist.

Zhang erzählte Trump auch von einem anderen Praktizierenden, der in derselben Einrichtung eingesperrt war und einen Tag nach seiner Freilassung starb. Bevor er starb, erbrach er eine große Menge Blut, sagte sie. Und sie erzählte dem Präsidenten von einem grauenvollen Verbrechen in großem Maßstab. Die kommunistische Partei und ihre Handlanger bereichern sich an den Körperteilen von Gewissensgefangenen:

Der Organraub findet immer noch statt, daher sollten wir Maßnahmen ergreifen. Worte reichen nicht.“

(Prof. Yuhua Zhang)

Ministerkonferenz zur Förderung der Religionsfreiheit

Trump bekräftigte während des Treffens das Bekenntnis seiner Regierung zur Religionsfreiheit und betonte:

Jeder von Ihnen hat enorm wegen seines Glauben gelitten. Jeder von Ihnen ist ein Zeuge der Bedeutsamkeit, die Religionsfreiheit auf der ganzen Welt voranzutreiben.“

(Donald Trump, US-Präsident)

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Diese 27 Überlebenden kamen in Washington mit vielen anderen zusammen, um an der vom US-Außenministerium veranstalteten Ministerkonferenz zur Förderung der Religionsfreiheit teilzunehmen. Die dreitägige Konferenz, die vom 16. bis 18. Juli stattfand, war die bisher größte Veranstaltung für Religionsfreiheit weltweit.

Der US-Generalbotschafter für internationale Religionsfreiheit, Sam Brownback, erklärte im Vorfeld, dass die Regierung auf der Konferenz am 18. Juli durch Außenminister Mike Pompeo und Vize-Präsident Mike Pence „zusätzliche Maßnahmen“ in ihren Bemühungen um Religionsfreiheit ankündigen werde.

Yuhua Zhang und die Suche nach Gerechtigkeit

Yuhua Zhang ist eine ehemalige Professorin der Nanjing Normal University. Sie sagte in einer Rede auf der Konferenz am 17. Juli, dass sie während ihrer Inhaftierung in China schwer gefoltert wurde. Dazu gehörten anhaltende Elektroschocks, Schlafentzug und erzwungene Injektionen unbekannter Medikamente. Sie wurde gezwungen, stundenlang unter der brütenden Sonne zu rennen.

Zhangs Ehemann, Zhengyu Ma, ist Ingenieur. Er wurde 2017 für drei Jahre Haft Gefängnis Suzhou in der Provinz Jiangsu verurteilt, weil er Briefe an die obersten Führer des Regimes geschickt hatte. Darin hatte er sie aufgefordert, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden. Seither hat seine Frau nichts mehr von ihm gehört. Während der Konferenz sagte sie:

Ich mache mir Tag und Nacht Sorgen um meinen Mann. Er könnte zu Tode gefoltert werden wie Tausende anderer Falun Gong-Praktizierenden. Er könnte für seine Organe getötet werden wie eine unbekannte Anzahl von Falun Gong-Praktizierenden.“

(Prof. Yuhua Zhang)

Zhang bezog sich in ihren Ausführungen auf seit vielen Jahren nie verstummte Vorwürfe und auf Beweise aus verschiedenen Quellen, dass das chinesische Regime inhaftierte Falun Gong-Praktizierende getötet hat, um ihre Organe gewinnbringend für Transplantationen zu missbrauchen. Die Vorwürfe wurden von unabhängigen Forschern in einem Bericht aus dem Jahr 2006 erstmals bestätigt. Diesem folgten weitere Berichte, die ein Bild eines weitverbreiteten Missbrauchs noch detaillierter untermauerten.

Tribunal bestätigt Organraub

Im vergangenen Monat bestätigte ein internationales Tribunal in London nach einjähriger Untersuchung die Vorwürfe und stellte fest, dass der Organraub in China seit Jahren „in erheblichem Umfang“ und nach wie vor stattfindet. Das Gericht fügte hinzu, dass Falun Gong-Praktizierende wahrscheinlich die Hauptquelle der Organe darstellen.

Zhang, die sich seit ihrer Ankunft in den USA unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes einsetzt, forderte die US-Regierung auf, Sanktionen im Rahmen des Global Magnitsky Act gegen chinesische Beamte zu verhängen, „die bekanntermaßen Falun Gong-Praktizierende rechtswidrig eingesperrt, gefoltert und getötet haben“.

Viele der Täter arbeiten weiterhin in China und wurden für ihre Bemühungen zur Verfolgung von Praktizierenden befördert, schilderte Frau Zhang und fügte hinzu:

Ich hoffe, dass die US-Regierung, internationale Medien und Menschenrechtsgruppen dazu beitragen können, meinen Mann und die Hunderttausenden anderer unschuldiger, aber inhaftierter Falun Gong-Praktizierender zu befreien.“

(Prof. Yuhua Zhang)

Schätzungen zufolge praktizieren über 100 Millionen Menschen weltweit Falun Gong, auch Falun Dafa genannt. Noch 1989 berichteten staatliche chinesische Medien von über 100 Millionen Menschen, die Falun Gong praktizierten, allein in China. Auch heute noch richten sich Falun Gong-Praktizierende nach den drei Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, die in der Kultivierungspraktik als grundlegenden Eigenschaften des Kosmos betrachtet werden und versuchen diese im alltäglichen Leben umzusetzen.

Nach Schätzungen des Falun Dafa Informationszentrums werden im Ursprungsland China jedoch Hunderttausende von Anhängern in Gefängnissen, Arbeitslagern und Gehirnwäschezentren  festgehalten. Viele von ihnen werden gefoltert, um sie zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von sua)
Originalartikel: Trump Meets With Falun Gong Practitioner, Other Survivors of Religious Persecution