Hardliner des Mullah-Regimes droht mit Zerstörung von israelischen Städten

Epoch Times12. Mai 2018 Aktualisiert: 12. Mai 2018 18:22
Irans Ober-Mullah Ajatollah Ahmad Chatami hat mit der Zerstörung von israelischen Städten gedroht. Chatami gilt innerhalb des Mullah-Regimes als besonders berüchtigter Hardliner.

Der iranische Ajatollah Ahmad Chatami hat mit der Zerstörung von israelischen Städten gedroht. Sollte sich Israel „töricht“ verhalten werde der Iran Tel Aviv und Haifa auslöschen.

Das sagte der islamische Geistliche in seiner vom Staatsfernsehen übertragenen Predigt zum Freitagsgebet. Zudem betonte er, der Iran werde trotz des Drucks des Westens seine Raketenstreitmacht weiter ausbauen. Die Anhänger des Hardliners applaudierten seiner Rede und skandierten „Tod Amerika“ und Tod Israel“.

Chatami gilt innerhalb des Mullah-Regimes als besonders berüchtigter Hardliner. Er ist die rechte Hand des obersten Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Er ist das geistliche Oberhaupt des Iran.

Lieberman: „Sollte der Iran Tel Aviv angreifen, werden wir Teheran treffen“

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sagte am Donnerstag dem saudi-arabischen Nachrichtenportal „Elaph“: „Israel will keinen Krieg (…), aber sollte der Iran Tel Aviv angreifen, werden wir Teheran treffen.“

Liebermans Äußerungen sind Ausdruck der wachsenden Spannungen zwischen beiden Ländern, die durch den syrischen Krieg angeheizt werden. Dort kämpfen iranische Milizen an der Seite von Staatschef Bashar al-Assad. Israel hat nach syrischen und russischen Angaben mehrfach Ziele in Syrien angegriffen und dabei iranische Kämpfer ins Visier genommen.

Der Iran bestreitet das Existenzrecht Israels und hat öfter mit einer Attacke auf Tel Aviv gedroht, wo sich das militärische Hauptquartier Israels befindet. Lieberman sagte, Israel werde jeden Vorposten in Syrien angreifen, in dem sich der Iran militärisch festsetze: „Wir werden das nicht erlauben, egal was es kostet.“

Am Donnerstag geschah dies schließlich auch: Israel hat nach eigenen Angaben nahezu die gesamte militärische Infrastruktur des Iran in Syrien zerstört. Zuvor hatten iranische Revolutionsgarden nach israelischen Angaben aus Syrien heraus israelische Armeestellungen auf den von Israel seit den 1980er Jahren annektierten syrischen Golan-Höhen mit Raketen beschossen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte in einem im Internet veröffentlichten Video, der Iran habe mit den Angriffen eine „rote Linie überschritten“. Israel werde es dem Iran nicht erlauben, sich in Syrien militärisch zu etablieren.

Guterres ruft zu Ende der Feindseligkeiten auf

Inmitten der Eskalation rief UN-Generalsekretär António Guterres die Konfliktparteien im Nahen Osten zu einem sofortigen Ende der Feindseligkeiten auf und warnte vor einem „neuen Flächenbrand“ in der Region.

Guterres habe die Berichte über die Angriffe auf den Golanhöhen und in Syrien in der Nacht zum Donnerstag mit größter Besorgnis verfolgt, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric. Die anschließende Normalisierung der Lage wiederum habe der UN-Chef „mit Erleichterung“ aufgenommen, heißt es in der am Donnerstagabend verbreiteten Erklärung.

Teheran dementierte eine iranische Beteiligung an den Raketenangriffen auf israelische Armeeposten tags zuvor auf den Golanhöhen. Israel benutze „frei-erfundene und grundlose“ Unterstellungen, um Angriffe auf syrische Ziele zu rechtfertigen, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Er kritisiere auch die Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Damit werde „dem zionistischen Regime (Israel) nur grünes Licht für weitere Aggressionen gegeben, die die Region nur unsicherer und instabiler machen.“

Merkel und Putin für Erhalt des Atomabkommens

Die Lage eskaliert, da US-Präsident Donald Trump das umstrittene Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt hat.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich nun für den Erhalt des Abkommens ausgesprochen.

 In einem Telefonat bekräftigten beide am Freitag, dass Deutschland und Russland auch nach dem US-Ausstieg aus dem Abkommen daran festhalten wollten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.

Merkel und Putin zeigten sich demnach besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Region und waren sich einig, dass es entscheidend auf die Vermeidung weiterer Eskalationen ankomme.

Die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats sowie Deutschland hatten im Juli 2015 das umstrittene Abkomme mit dem Iran geschlossen. Trump hatte es am Dienstag einseitig aufgekündigt und erklärt, aufgehobene Sanktionen würden wieder in Kraft gesetzt. (dpa/afp/so)

Siehe auch:

Iran ist seit über 10 Jahren Atommacht – Iran Deal von Anfang an eine Farce

Iran Deal: Die Fakten sprechen für die Kündigung – Warum hält das EU-Establishment daran fest?

Iran-Konflikt: USA verhängen neue Sanktionen wegen Terrorunterstützung – UN-Chef warnt vor einem „Flächenbrand“

USA verhängen Sanktionen gegen Finanznetzwerk von iranischen Garden

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