Sieg für Staatschef Assad: Syrisches Ost-Ghuta vom Terrorismus befreit – Islamisten ziehen ab

Epoch Times3. April 2018 Aktualisiert: 3. April 2018 8:05
In der syrischen Region Ost-Ghuta haben die letzten dort verbliebenen islamistischen Kämpfer laut Staatsmedien mit dem Abzug begonnen. Zwölf Busse brachten Terroristen der Dschaisch al-Islam und ihre Familien aus der Stadt Duma bei Damaskus.

In der syrischen Region Ost-Ghuta haben die islamistischen Terroristen laut Staatsmedien am Montag mit dem Abzug begonnen.

„Zwölf Busse mit 629 Terroristen von Dschaisch al-Islam und ihre Familien haben Duma verlassen“, berichtete das syrische Fernsehen. Ihr Ziel sei die Stadt Dscharabulus in Nord-Syrien, die von protürkischen syrischen Rebellen kontrolliert wird.

Im Laufe des Tages sammelten sich die Busse auf einer Autobahn außerhalb der nahe gelegenen Hauptstadt Damaskus, um dort das Ende der Vorbereitungen für den ersten Fahrzeugkonvoi abzuwarten. Medienvertreter wurden von der syrischen Armee und den Rebellen auf Abstand gehalten.

Am Sonntag hatten syrische Medien, Russland und Aktivisten berichtet, dass Dschaisch al-Islam einer von Moskau vermittelten Vereinbarung zum Abzug aus dem letzten von Islamisten gehaltenen Gebiet in Ost-Ghuta zugestimmt habe. Die Terrorbewegung, zu der rund 10.000 Kämpfer gehören sollen, bestätigte dies zunächst nicht.

„Wir werden in dieser Stadt bleiben und sie nicht verlassen“, sagte jedoch der Chef von Dschaisch al-Islam, Essam Al-Bouidani, in einem am Sonntag veröffentlichten YouTube-Video der Gruppe. „Sollen diejenigen, die wollen, abziehen“, fügte er hinzu.

Terroristen müssen schwere Waffen übergeben

Laut syrischer Regierungszeitung „Al-Watan“ sollen die aus Duma fortgebrachten Menschen in eine Rebellenenklave nach Nordsyrien gebracht werden. Die Vereinbarung sehe auch vor, dass die abziehenden Kämpfer ihre schweren Waffen übergeben. Es sei nur noch eine Frage von Stunden, bis Duma „vom Terrorismus befreit“ sei, schrieb die regierungstreue Zeitung.

Damit stünde einer vollständigen Rückeroberung der ehemaligen Rebellenregion Ost-Ghuta durch die syrische Armee kaum mehr etwas im Wege. Für Syriens Staatschef Baschar al-Assad wäre das ein großer Sieg. Wegen ihrer Nähe zu Damaskus hat die Region eine besondere strategische und symbolische Bedeutung.

Mit massiven Luftangriffen und Vorstößen am Boden hatten die syrische Armee und die mit ihr verbündete russische Luftwaffe die Terroristen seit Beginn der Offensive Mitte Februar immer stärker in Bedrängnis gebracht. Nur das Stadtzentrum von Duma befand sich zuletzt noch unter Kontrolle von Rebellen.

Ost-Ghuta „sicher und vom Terrorismus geleert“

Die mit Dschaisch al-Islam getroffene Abzugsvereinbarung ähnelt den Abkommen, die zuvor schon mit zwei weiteren Gruppen islamistischer Kämpfer in Ost-Ghuta geschlossen worden waren. Laut syrischen Behörden verließen  infolge dieser Vereinbarungen in den vergangenen Tagen bereits mehr als 46.000 Menschen, darunter etwa ein Viertel islamistische Kämpfer, Ost-Ghuta.

Bis Freitag hatten im Zuge der Evakuierungsaktion bereits 31.890 Menschen den von der Islamistengruppe Fajlak al-Rahman kontrollierten Süden von Ost-Ghuta verlassen, wie die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete. Nach der Gruppe Ahrar al-Scham hatte vor einer Woche auch Fajlak al-Rahman zugesagt, ihre Kämpfer aus Ost-Ghuta abzuziehen. Nur die Rebellengruppe Dschaisch al-Islam hielt ihren Widerstand zunächst noch aufrecht.

Am Samstag hatten syrische Staatsmedien die Räumung der vorletzten noch von Rebellen gehaltenen Enklave in Ost-Ghuta vermeldet. Die Gebiete Dschobar, Arbin, Samalka und Ain Terma seien „sicher und vom Terrorismus geleert“, meldete Sana, nachdem die letzten Busse mit Kämpfern und Zivilisten die Region verlassen hatten. (afp/so)

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