Stockholm-Terror: Mutmaßlicher Lkw-Attentäter ist IS-Anhänger aus Usbekistan

Von 7. April 2017 Aktualisiert: 8. April 2017 14:39
Der mutmaßliche Lkw-Attentäter von Stockholm ist ein 39-jähriger Usbeke. Das bestätigte am Samstag die schwedische Polizei. Schwedische Medien hatten zuvor berichtet, der festgenommene Verdächtige stamme aus Usbekistan und sei ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

14:30 Polizei: Mutmaßlicher Lkw-Attentäter von Stockholm ist IS-Anhänger aus Usbekistan

Der mutmaßliche Lkw-Attentäter von Stockholm ist ein 39-jähriger Usbeke. Schwedens Polizeichef Dan Eliasson bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte. Der Verdächtige war dem Inlandsgeheimdienst Säpo bekannt, sagte Behördenchef Anders Thornberg. In dem Lkw, mit dem der Täter am Freitag den Anschlag verübt hatte, wurde nach Polizeiangaben ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Ob es sich dabei um eine Bombe handelte, ließ die Polizei offen.

Schwedische Medien hatten zuvor berichtet, der festgenommene Verdächtige stamme aus Usbekistan und sei ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Der Angreifer war am Freitagnachmittag im Zentrum der schwedischen Hauptstadt mit einem gestohlenen Lkw durch eine Einkaufsstraße gerast. Er tötete vier Menschen, 15 weitere wurden verletzt. Der Verdächtige wurde später in Märsta, einer Kleinstadt im Norden von Stockholm, festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft werden ihm „terroristische Tötungen“ zur Last gelegt. (afp)

14:00 Schwedens Regierungschef: Gedenkfeier und Schweigeminute für Opfer

Für die Opfer des Lkw-Anschlags in Stockholm soll es übermorgen eine Gedenkfeier und eine landesweite Schweigeminute geben. Das kündigte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven an, nachdem er einen Strauß roter Rosen in der Nähe des Tatorts niedergelegt hatte. In der Einkaufsstraße war gestern ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast, vier Menschen wurden getötet. Ein Mann, den die Polizei später festgenommen hat, steht unter Terrorverdacht. (dpa)

12:00 Zehn Verletzte nach Lkw-Anschlag noch im Krankenhaus

Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm hat die Gesundheitsbehörde die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Verletzten auf zehn korrigiert. Ursprünglich war von neun Patienten die Rede gewesen. Vier von ihnen sind den Angaben zufolge schwer verletzt, zwei liegen noch auf der Intensivstation. Unter den zehn Verletzten sei auch ein Kind, sagte eine Behördensprecherin. Ein Mann war gestern mit einem Lkw in einer zentralen Einkaufsstraße in Stockholm in eine Menschenmenge gerast. Dabei waren vier Menschen gestorben. Die Polizei nahm einen Terrorverdächtigen fest. (dpa)

+++ 08.04.2017 +++

+++ Live-Ticker für heute geschlossen +++

22:20  Polizeisprecher am Freitagabend zur Nachrichtenagentur AFP. Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm ist ein Mann festgenommen worden.  Die Zahl der Todesopfer stieg demnach auf vier, zwölf weitere Menschen wurden bei dem Anschlag in der Stockholmer Innenstadt verletzt.

20:29  Ein Mann verhaftet: Unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet „Aftonbladet“, dass am Abend ein Tatverdächtiger in Märsta verhaftet wurde, einer Stadt rund 30 Kilometer von Stockholm entfernt.

Der Mann soll kleinere Verletzungen haben und er sagte auch, dass er an dem Anschlag in Stockholm schuldig sei. Die Polizei wollte den Bericht der Zeitung jedoch nicht bestätigen. Der öffentliche Nahverkehr wird mittlerweile wiederaufgenommen.

20:23  Kinder unter den Verletzten

„Echo“ berichtet, dass es 15 Verletzte gibt, von denen neun schwer verletzt sind. Darunter sind auch ein schwer und ein leicht verletztes Kind.

20:07   Medien berichten von „drei bewaffneten Männern“ – mit Widersprüchen

Expressen berichtete, dass drei bewaffnete Männer am Fridhelmsplan aus dem LKW sprangen. (Am Fridhelmsplan hatte es laut Zeugenberichten Schüsse gegeben. Die Polizei wollte diese jedoch nicht bestätigen.)

„Dagens Nyheter“ berichtete, dass drei Täter nach dem Crash bewaffnet aus dem Lkw gesprungen seien.

Zuvor hatte es geheißen, ein einzelner Maskierter habe den LKW kurz vor der Tat entführt.

„Wir wissen nicht, ob es eine Einzeltat ist oder ob wir mit mehr rechnen müssen“, sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson auf einer Pressekonferenz.

19:59   Ein Augenzeuge beschreibt, dass der Täter Zickzack fuhr, um möglichst viele Menschen zu treffen.

Glen Foran, ein australischer Tourist, sagte laut „Evening Standard“: „Ich drehte mich um und sah einen großen LKW auf mich zukommen. Er fuhr von einer Seite zur anderen. Er sah nicht wie außer Kontrolle aus, er versuchte, Leute zu treffen.“

Er traf Leute, es war schrecklich.“ Laut „Evening Standard“ liegt die Zahl der Toten bei fünf.

18:34  Der LKW-Fahrer ist geflohen, sagt die Stockholmer Polizei. Zwei Männer gesucht.

Derzeit wurde noch kein Verdächtiger festgenommen, obwohl es zunächst solche Berichte gegeben hatte. Die Polizei sucht nun zwei Männer: Einer ist ein Verdächtiger, der eine grüne Jacke, einen grauen Kapuzenpulli und weiße Schuhe trug.

Ein anderer Mann wird per Foto gesucht. Bei ihm handelt es sich nicht um einen Tatverdächtigen, aber ein Polizeisprecher sagte: „Es ist wichtig, dass wir Kontakt mit dieser Person bekommen.“

18:30  Der LKW wurde kurz vor der Tat entführt, berichtet „Aftonbladet“:

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Der Lkw sei unmittelbar vor der Tat entführt worden. Der Fahrer des Lasters habe an einem Restaurant gehalten, um Getränke abzuliefern, so ein Sprecher der Brauerei, zu der das Fahrzeug gehört. Als er die Ware auslud, sei ein maskierter Mann ins Führerhaus gestiegen und losgefahren. Der Lieferant stellte sich den Schilderungen zufolge vor den Lkw, doch der Maskierte stoppte nicht. Der Fahrer warf sich zu Boden und wurde überfahren, aber wie durch ein Wunder nur leicht verletzt, so der Sprecher, der vom „Focus“ zitiert wurde.

16:58 Uhr: Auswärtiges Amt ruft Reisende nach Anschlag in Stockholm zur Vorsicht auf: Nach dem Anschlag mit einem Lastwagen in Schweden hat das Auswärtige Amt Reisende in der Hauptstadt Stockholm zur Vorsicht aufgerufen.

„Reisenden wird geraten, vorerst in ihren Unterkünften zu verbleiben und die Lageentwicklung über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zu verfolgen“, erklärte das Auswärtige Amt am Freitag in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Schweden.

„Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten“, hieß es darin weiter. „Der Betrieb der U-Bahn wurde vorläufig eingestellt, das Parlamentsgebäude abgesperrt.“ Nach Angaben der schwedischen Polizei wurde die U-Bahn am Nachmittag komplett geschlossen. Vorstadtzüge bringen demnach die Menschen noch aus der Stadt heraus, fahren aber leer zurück.

16:50 Uhr: Bundesregierung spricht nach Anschlag in Stockholm ihre Anteilnahme aus: Die Bundesregierung hat nach dem Anschlag in Schweden den Opfern und Rettungskräften ihre Anteilnahme ausgedrückt. „Unsere Gedanken gehen zu den Menschen in Stockholm, zu Verletzten, Angehörigen, Rettern und Polizisten“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. „Wir stehen zusammen gegen den Terror“, fügte er hinzu.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte: „Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei jenen, die so jäh aus dem Leben gerissen worden sind und bei ihren Angehörigen.“ Er fügte hinzu: „Wir wissen noch nicht, ob es Bezüge zum internationalen Terrorismus gibt, auch wenn erste Bilder diesen Gedanken aufkommen lassen.“

16.40  Uhr: Polizei kann Schüsse an zwei Orten nicht bestätigen: Laut Zeugen fielen auch am Fridhelmsplan Schüsse, einem anderen Ort. Die Polizei teilt nun mit, dass sie diese Angaben nicht bestätigen kann. Der Huaptbahnhof wird unterdessen evakuiert.

Stockholms Krankenhäuser setzen ihre Ärzte in Alarmbereitschaft. Das Personal des Universitätskrankenhauses Karolinska-Institut bei Stockholm habe zusätzliches Personal angefordert. Alle Ärzte seien gebeten worden, sich einzufinden.

16:26 Uhr: Die schwedische Königsfamilie reagiert: „Ich und die gesamte Königsfamilie haben mit größter Bestürzung die Informationen über das Attentat am Nachmittag in Stockholm entgegengenommen“, schreibt König Carl XVI. Gustaf am Freitag auf der Homepage der Königsfamilie.

„Der oder die Urheber dieses Attentats“ würden gesucht, so der Geheimdienst. Laut Ministerpräsident Stefan Löfven wurde ein Verdächtiger festgenommen.

16:14 Uhr: Schüsse sollen laut Zeugen an zwei verschiedenen Orten gefallen sein: Am Ort des LKW-Anschlags und am Fridhemsplan, einem anderen Platz der Stadt. Der „Expressen“ meldet auch, dass der LKW gestohlen worden sei.

16:09 Uhr: Schwedens Premier Stefan Löfven spricht von einem „Angriff auf Schweden“.

„Schweden ist angegriffen worden. Alles deutet auf eine Terrortat hin“, so Löfven im schwedischen Fernsehen.

Geheimdienste sprechen ebenfalls von einem „Angriff“.

16:06 Uhr  Stockholm wird lahmgelegt: Die Polizei gab Terror-Warnungen heraus. Züge und U-Bahnen wurden vorsorglich ausgesetzt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in geschlossenen Räumen zu bleiben und sich vom Zentrum fernzuhalten. Das Parlamentsgebäude in Stockholm ist abgesperrt worden, ebenso das SChloss der Königsfamilie.

16:03 Uhr: Augenzeugen berichten, wie der LKW plötzlich auftauchte:

„Wir standen in einem Schuhgeschäft und hörten keinen Lärm, und plötzlich begannen Menschen schreien. Als ich zu dem Laden hinüberschaue, sehe ich einen riesigen LKW in die Wand gegenüber krachen, sagte Augenzeuge Jan Granroth. Er flüchtet dann durch einen Notausgang nach draußen.

Ein anderer Zeuge beschreibt die Panik, die entstand, als der LKW wie aus dem Nichts auftauchte.

„Ich ging auf der Hauptstraße, als ein großer Lastwagen aus dem Nichts auftauchte. Ich konnte nicht sehen, ob jemand am Steuer saß, aber er geriet außer Kontrolle. Ich sah, wie mindestens zwei [Menschen] überfahren wurden. Ich lief so schnell weg, wie ich konnte“, sagte Augenzeuge Dimitris laut „Aftonbladet“.

Die Polizei bestätigte „mindestens zwei Tote“.

15: 53 Uhr: Die Polizei beschreibt den Vorfall wie folgt: Er habe sich in der Einkaufsstraße Drottninggatan in der schwedischen Hauptstadt ereignet, so ein Polizeisprecher. Der LKW fuhr laut Berichten zunächst an der Kreuzung der beiden Einkaufsstraßen Drottninggatan und Kungsgatan in eine Menschenmeng. Anschließend sei er in das Kaufhaus Åhléns gerast, berichtet „Spiegel Online“.

15:47 Uhr: Der Schwedische Sender SVT berichtet, dass Schüsse abgefeuert wurden. Auf Videos sah man hunderte Menschen auf die Straße flüchten. Der Ort befindet sich in der Nähe des Stockholmer Hauptbahnhofs, berichtet der „Guardian“. Durch die Stadt fahre ein Polizeiwagen, aus dem Beamte rufen „Warnung vor einer Terrortat“, berichten Medien.

15:42 Uhr: Der Vorfall ereignete sich kurz vor drei Uhr. Die Polizei wurde um 2:53 Ortzszeit alarmiert. Der LKW fuhr eine Fußgängerzone entlang, heißt es. Immer noch würden Menschen aus der Gegen flüchten.

15:38 Uhr: Das „Aftonbladet“ hat eine Korrespondentin vor Ort. Es ist bereits von Toten die Rede. Auf Bildern sieht man Flammen vor dem Führerhaus des LKW kommen, wo dieser in ein Geschäft in die Ecke eines Kaufhauses fuhr. Die Polizei habe Passanten vor Terroristen gewarnt und ihnen zugerufen, fernzubleiben: „Zurück, zurück, das ist kein Witz“, so die Korrespondentin.

15:33 Uhr: Auf Twitter ist bereits von Toten und Verletzten die Rede.

15:25 Uhr: Auf einer zentralen Einkaufsstraße in Stockholm ist nach schwedischen Medienberichten ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Nach Angaben des Fernsehsenders SVT vom Freitag gibt es Verletzte. Spiegel Online berichtete.

„Ich sah Hunderte Menschen um ihr Leben rennen“, so eine Augenzeugin zur Zeitung „Aftonbladet“.

Laut Polizeiangaben heißt es: Ein Lastwagen in Stockholm (Schweden) im Stadtzentrum in eine Menschenmenge gefahren – es soll mehrere Verletzte geben. Es sei noch unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen gezielten Angriff handelt.

Schwedische Medien berichten, dass der Lastwagen in ein Kaufhaus in ein Bekleiddungsgeschäft fuhr.

Die Polizei hat den Ort großräumig abgesperrt, berichtet „Bild“.

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