Nato-Soldaten in Polen.Foto: WOJTEK RADWANSKI/AFP/Getty Images

US-Botschafterin: USA werden Militärpräsenz in Polen deutlich erhöhen

Epoch Times13. Februar 2019 Aktualisiert: 13. Februar 2019 13:51
Die USA wollen ihre Militärpräsenz in Polen deutlich erhöhen. Das gab die US-Botschafterin in Warschau bekannt.

Die USA wollen ihre Militärpräsenz in Polen um mehrere hundert Soldaten erhöhen. Washington erfülle damit einen Wunsch der polnischen Regierung, sagte die US-Botschafterin in Warschau, Georgette Mosbacher, der Zeitung „Financial Times“ vor Beginn einer von den USA und Polen gemeinsam organisierten Konferenz in der polnischen Hauptstadt. Es werde sich um eine „bedeutende“ Erhöhung handeln, fügte sie hinzu, ohne Zeitangaben zu machen.

Derzeit umfasst das US-Kontingent für Polen 4000 Soldaten, die im Rahmen von Nato-Operationen jedoch immer nur für einige Monate dort stationiert sind. Die rechtskonservative Regierung drängt die USA seit längerem, eine ständige Militärbasis in Polen einzurichten. Diesen Wunsch wies Mosbacher wie zuvor schon US-Verteidigungsvertreter zurück: Das US-Verteidigungsministerium sehe die Armee des 21. Jahrhunderts eher als „beweglich“ und „rotierend“, weniger als feste Basis mit Krankenhäusern sowie Wohnungen, in die Soldaten ihre Familien mitbrächten.

Mosbacher äußerte sich vor einer Konferenz in Warschau, auf der unter Vorsitz von US-Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo mit den Verbündeten über die Lage im Nahen Osten und über den Umgang mit dem Iran beraten werden soll. Zu dem Treffen wird auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erwartet.

Pence und der polnische Präsident Andrzej Duda sollen zudem einen Vertrag über den Kauf von mobilen US-Raketenwerfern im Wert von 365 Millionen Euro unterzeichnen.

Polen und die baltischen Staaten sorgen sich wegen der russischen Militärpräsenz an ihren Grenzen. 2017 hatte die Nato-Militärallianz in Polen sowie in Estland, Lettland und Litauen vier multinationale Bataillone stationiert. Das Bataillon in Polen wird von den USA geführt. (afp)



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