Vier Staaten aktivieren erstmals neuen Mechanismus zur Verteilung von Bootsflüchtlingen in EU

Epoch Times24. November 2019 Aktualisiert: 24. November 2019 7:20
Italien, Deutschland, Frankreich und Malta haben erstmals einen neuen Mechanismus zur Verteilung von auf dem Mittelmeer aufgesammelten Migranten aktiviert. Derweil las die italienische Küstenwache mehr als 140 Menschen im Mittelmeer auf.

Italien, Deutschland, Frankreich und Malta haben erstmals einen neuen Mechanismus zur Verteilung von auf dem Mittelmeer aufgesammelten Flüchtlingen und Migranten aktiviert.

Für die Aufnahme von 213 illegalen Migranten auf dem NGO-Schiff „Ocean Viking“ beantragten die vier Länder gemeinsam bei der EU-Kommission, den im September vorläufig vereinbarten Verteilungsmechanismus zu aktivieren, wie das italienische Außenministerium am Samstag mitteilte.

Das ist das erste Mal, dass das passiert ist“, hieß es aus Rom.

Die vier EU-Länder hatten im September eine Vorvereinbarung über die Verteilung von Bootsflüchtlingen unterzeichnet, nachdem darüber immer wieder gestritten worden war.

An Bord der „Ocean Viking“ befanden sich am Samstag noch 213 Migranten, die die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée in den vergangenen Tagen im Mittelmeer aufgesammelt hatten.

Italiens Küstenwache lies 143 Personen im Mittelmeer auf

Die italienische Küstenwache las am Samstag mehr als 140 Menschen aus dem Mittelmeer auf, deren Schiff vor der Insel Lampedusa gekentert war. „Die Mannschaften von vier Patrouillenbooten haben 143 Menschen gerettet, die ins Wasser gefallen waren“, teilte die Küstenwache mit. Nach Angaben von Überlebenden wurden etwa 20 Insassen noch vermisst, nach ihnen wurde am Abend weiter gesucht.

Das etwa zehn Meter lange Migrantenboot kenterte den Angaben zufolge etwa eine Seemeile (1,8 Kilometer) vor Lampedusa. Die 143 illegalen Migranten konnten im Hafen der Insel an Land gehen. An der Suche nach den vermisst gemeldeten Personen beteiligten sich mehrere Schiffe der italienischen Küstenwache sowie zwei Flugzeuge der europäischen Grenz- und Küstenschutzagentur Fronten. (afp)

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