Der Coronavirus hatte bereits erhebliche Auswirkungen auf die italienische Serie A.Foto: Antonio Calanni/AP/dpa/dpa

Coronavirus: Tischtennis-WM verschoben – Fußball ohne Fans

Epoch Times25. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:05
Immer mehr Absagen, Fußballspiele in leeren Stadien. Die Sportwelt sieht sich immer stärker mit den Folgen des Coronavirus konfrontiert. Die Olympia-Macher rechnen noch mit drei Monaten, um über die Austragung der Spiele zu entscheiden. Auch der DFB äußert sich.

Absage der Tischtennis-WM, Fußball vor leeren Rängen in Mailand, und sogar hinter Olympia steht zumindest ein kleines Fragezeichen: Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bereitet der Sportwelt zunehmend Sorgen.

IOC-Mitglied Richard Pound schätzt, dass es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für eine Entscheidung über eine Absage der Olympischen Spiele wegen des Coronavirus gibt. „Es ist eine große, große, große Entscheidung, und man kann sie erst treffen, wenn man verlässliche Fakten hat, auf die man sich stützen kann“, sagte das dienstälteste Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag im Interview der Nachrichtenagentur AP. Die Tokio-Spiele stehen in 150 Tagen an.

Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass der Tischtennis-Weltverband die für Ende März geplante Mannschafts-WM im südkoreanischen Busan um mindestens drei Monate verschieben wird. In Italien wird aus Sorge vor der Lungenkrankheit das Europa-League-Spiel von Inter Mailand gegen Ludogorets Rasgrad vor leeren Rängen stattfinden. Am vergangenen Wochenende waren vier Serie-A-Partien abgesagt worden.

In Deutschland hält Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer solche Absagen zurzeit nicht für notwendig. „Niemand kann seriös prognostizieren, wie die Lage in einer oder zwei Wochen sein wird“, sagte er in einem auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes veröffentlichten Interview. „Aktuell wäre dieses Mittel bei uns wohl übertrieben, da die Fälle in Deutschland bekannt und „unter Kontrolle“ sind.“ Auch die Deutsche Fußball Liga beobachtet die Lage. Nach dpa-Informationen stehen derzeit aber keine Spielabsagen zur Debatte.

„Geisterspiel“

In Italien erwartet Inter Mailand ein sogenanntes Geisterspiel. Die Heimpartie in der Europe League gegen den bulgarischen Meister an diesem Donnerstag (21.00 Uhr) soll im leeren San-Siro-Stadion ausgetragen werden, wie der Club nach Abstimmung mit der UEFA mitteilte. Mailand liegt in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region Lombardei.

Ferrari schloss als Vorsichtsmaßnahme zwei Museen in Norditalien. Der Rugby-Verband kündigte an, Spiele an diesem Wochenende auszusetzen. Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora sagte der ersten Fußball-Liga zu, in den vom neuartigen Coronavirus betroffenen Regionen Begegnungen ohne Zuschauer-Beteiligungen austragen zu dürfen – darunter auch das Top-Spiel Juventus Turin gegen Inter Mailand.

Die japanische J-League entschied aus Sorge vor dem neuen Coronavirus alle bis Mitte März geplanten Spiele zu verschieben. Insgesamt sind 94 Partien betroffen. Die Liga war erst am Wochenende mit dem ersten Spieltag in die Saison gestartet.

Das deutsche Tischtennis-Team um Timo Boll muss sich unterdessen auf die Verschiebung der Mannschafts-WM einstellen. Der Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes, Richard Prause, nannte die Entscheidung des Weltverbandes eine „gute Maßnahme“. „Die Gesundheit steht über allem, man will sich keinen Risiken aussetzen. Von daher gibt es zu dieser Verschiebung keine Alternative“, sagte Prause der Deutschen Presse-Agentur. Südkorea ist mittlerweile das nach China am stärksten von dem Sars-CoV-2-Virus betroffene Land. Ob der Wettbewerb an einem Ersatztermin stattfinden kann, ist noch fraglich.

Mit den neuen Spielabsagen wächst die Liste der wegen des Coronavirus gestrichenen Sportveranstaltungen weiter an: Darunter befinden sich die Hallen-WM der Leichtathleten in Nanjing, die Weltcup-Skirennen in Yanqing, das internationale Reitturnier in Hongkong und der Große Preis von China der Formel 1. Unklar ist noch, ob die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Damen am Wochenende wie geplant im italienischen La Thuile stattfinden können. (dpa)

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