Fridays for Future will Prüfungskandidaten in NRW zu Schulstreik bewegen – Aussteiger übt Kritik

Von 18. April 2020 Aktualisiert: 21. April 2020 7:14
Die Bewegung Fridays for Future hat sich mit einer Kampagne solidarisiert, die sich gegen die Wiederöffnung der Schulen für Prüfungskandidaten in NRW wendet. Ein Aussteiger wirft der Bewegung in einem Buch vor, mit elitärem Gehabe die Gesellschaft zu spalten.

Die menschengemachten CO2-Emissionen haben infolge der Corona-Krise weltweit einen Tiefpunkt erreicht. Mobilität und Wirtschaftswachstum sind überwunden, nicht einmal der „klimaschädliche“ Profifußball findet noch statt. Obwohl derzeit alle ihre Wünsche in Erfüllung gegangen zu sein scheinen, halten die Wortführer von Fridays for Future die „Klimakrise“ nicht für ausgestanden. Deshalb rufen sie nun Abiturienten und Prüflinge in NRW dazu auf, am kommenden Freitag (24.4.) den Schulbesuch zu verweigern.

Am kommenden Donnerstag sollen Schüler in Nordrhein-Westfalen, die in Kürze ihr Abitur oder ihre Abschlussprüfungen auf Realschulen bzw. Berufskollegs ablegen werden, erstmals seit einem Monat wieder Zutritt zu ihren Schulen erhalten. Der Besuch ist vorerst freiwillig, erst ab 4. Mai sollen weitere Klassenstufen von der 4. Klasse Grundschule aufwärts folgen.

Fridays for Future will Protest gegen Schulöffnung in NRW für sich nutzen

Fridays for Future will die Situation nutzen, um sich und den „weltweiten Klimastreik“, den man am 24. April in Form eines „Online-Streiks“ abhalten will, wieder ins Gespräch zu bringen. Die Gruppierung gibt sich besorgt ob eines gesundheitlichen Restrisikos, das mit der Wiederöffnung der Schulen für die Prüfungskandidaten verbunden sei, und solidarisiert sich deshalb mit einer Twitter-Kampagne, die zum Schulboykott aufruft.

Auf Twitter heißt es dazu: „Der Gesundheitsexperte Armin Laschet will die Schulen in NRW nächste Woche öffnen – was die Leute davon halten, seht ihr ja unter #SchulboykottNRW. Wir sagen: Bleibt am 24.04 zuhause, schützt eure Mitmenschen & macht beim #NetzstreikFürsKlima mit! So bekämpfen wir beide Krisen.“

Auch Sprecherin Luisa Neubauer beschwört im „Stern“ die „Macht der Masse: je unübersehbarer, desto mächtiger“ und ruft dazu auf, sich an gemeinsamen Kampagnen im Internet zu beteiligen – etwa dem „globalen Klimastreik“ am kommenden Freitag.

„Ärztetöchter erklären die Welt“

Unterdessen hat der aus Frankfurt am Main stammende 22-jährige Politikstudent Clemens Traub mit einer Buchveröffentlichung aufhorchen lassen. Der frühere Aktivist der Klimaschutz-Bewegung, der nach eigenen Angaben der SPD angehört, wirft der Bewegung in „Future for Fridays? – Streitschrift eines jungen ‚Fridays for Future‘-Kritikers“ vor, die Gesellschaft zu spalten und elitäre Arroganz zu kultivieren.

„Ärztetöchter erklären die Welt“, heißt ein Kapitel im Buch, in dem Traub die „großstädtische Überheblichkeit“ führender Protagonisten der Bewegung anprangert. Bei Fridays for Future sammelten, so erklärte Traub in einem Interview mit der „Thüringer Allgemeinen“ vom 30. März, sich „Akademiker und Gymnasiasten, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Diese würden „nicht einmal versuchen, mal aus der Blase herauszukommen, mal aufs Land zu gehen, mal mit mehr Kritikern und Menschen gezielt ins Gespräch zu kommen“.

„Klimafanatismus ohne Mitmenschlichkeit und Mitgefühl“

Zudem wirft Traub der Bewegung vor, für sie stünden „Eisbären über Kohlearbeitern“ und die zeige einen „fanatischen Klimaeifer“, der für „Mitmenschlichkeit und Mitgefühl […] keinen Platz“ lasse. Im Gespräch mit dem „Business Insider“ äußerte Traub den Wunsch nach einer „bodenständigen und lebensnahen Klimabewegung“, die Fridays for Future sei das — in jetziger Form — aber nicht sei: „Die Bewegung denkt mir viel zu apokalyptisch. Mir fehlt die innovative und zukunftsausgerichtete Diskussion über das Thema.“

Würde Fridays for Future ihren radikalen Kurs fortführen, drohe auch eine Eskalation auf der Gegenseite, wie man sie in Frankreich mit den Gelbwesten-Protesten erlebt habe.

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