Klima schützen – Umwelt vernichten? Wissenschaftler warnen vor Batterieschrott durch Elektroautos

Von 18. November 2019 Aktualisiert: 18. November 2019 15:31
Bislang ist der Anteil der verkauften Elektroautos am Gesamtmarkt gering. Dennoch werden allein die etwa eine Million verkauften E-Autos des Jahres 2017 nicht weniger als 250 000 Tonnen an Batterieabfällen produzieren. Ein Recycling-Konzept fehlt.

Klimabewegte Regierungen Nordamerikas und Westeuropas setzen auf das Elektroauto als Fortbewegungsmittel der Zukunft. Immerhin ließen sich auf diese Weise Emissionen verhindern, die selbst der fortschrittlichste Benziner oder Diesel nicht vollständig verhindern könnte.

Darüber, dass die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterieherstellung häufig in einer Weise vonstattengeht, die wenig schonend mit Mensch und Umwelt ausfällt, spricht man aufseiten der Protagonisten der „Mobilitätswende“ erfahrungsgemäß eher ungern. Raubbau an der Umwelt und Kinderarbeit zum Zwecke der Gewinnung von Lithium oder Kobalt ist jedoch nicht die einzige Schattenseite des Hypes um das Elektroauto.

Forscher warnen vor Abfallbergen

Die „Berliner Zeitung“ berichtet über Forscher, die auf das Problem der Entsorgung von Millionen Tonnen an Lithium-Ionen-Batterien hinweisen, die entweder verschrottet oder dem Recycling zugeführt werden müssen. Für die letztgenannte Variante fehlt es jedoch bislang an technologischen Optionen.

„Es ist wichtig, dass wir Probleme antizipieren, bevor sie auftreten“, zitiert das Blatt Gavin Harper von der Faraday Institution der Universität im britischen Birmingham. „Wir haben in der Vergangenheit mit Autoreifen und Kühlschränken gesehen, wie Abfallberge entstehen können, wenn wir keine Abfallbewirtschaftungsprobleme antizipieren.“

Einer unter seiner Leitung erarbeiteten Studie, die im Magazin „Nature“ vorgestellt wurde, zufolge seien allein im Jahr 2017 weltweit schon etwa eine Million Elektrofahrzeuge verkauft worden. Damit machen Elektroautos nur einen kleinen Bruchteil des Automobilmarktes aus – was sich nach dem Willen von Mobilitätswendepolitikern jedoch bereits in den kommenden Jahren drastisch ändern soll.

Recycling-Infrastruktur nicht in Sicht

Bereits infolge dieses geringen Anteils an Elektroautos werden dennoch am Ende 250 000 Tonnen an Batterieabfällen anfallen, sobald deren Lebensdauer ausgeschöpft ist. Eine Recyclinginfrastruktur, die diese Herausforderung bewältigen könnte, ist unterdessen nicht in Sicht – erst recht nicht für weitere Tonnen an verbrauchten Lithium-Ionen-Batterien, mit denen im Fall eines höheren Marktanteils zu rechnen wäre.

Neben Lithium enthalten Batterien für Elektrofahrzeuge auch Metalle wie Mangan, Kupfer oder Kobalt. Auch deren Entsorgung ist bis dato ungeklärt. Die Forscher wollen nun versuchen, Ansätze herauszuarbeiten, um im Laufe der kommenden Jahre eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen.

Ein erster Schritt wäre dabei die Verlängerung der Lebensdauer der Batterien. Sollten sie sich nicht mehr eignen, um in Automobile eingebaut zu werden, könnten sie dem Forscherteam zufolge immerhin für andere Arten von Energiespeicher, wie Heimbatterien, verwendet werden. Aber auch so ließe sich das Ende der Verwendungsdauer nur herauszögern, sodass sich erneut die Frage nach Recycling oder Entsorgung stelle.

Bisherige Ansätze teuer, ineffizient und gefährlich

Die derzeit zur Verfügung stehenden Recyclingansätze, die auf Rückgewinnung bestimmter verwendeter Metalle durch Verschmelzung und chemische Trennung hinauslaufen, seien jedoch ineffektiv. Die gewonnenen Materialien seien von geringer Qualität – gleichzeitig fielen giftige Nebenprodukte an und der Prozess sei energieverbrauchsintensiv.

Die große Herausforderung bestehe darin, Wege zum direkten Recycling zu finden, bei denen Kathoden wiederaufgearbeitet werden könnten, ohne dass eine Zerlegung in die einzelnen Metalle stattfinden müsse. Dabei sollen unter anderem „Biomining-Mikroben“ eingesetzt werden. Universitäten, Start-ups oder Branchenführer wie Tesla würden an dieser Option bereits forschen.

Auch hier stecke die Technologie aber noch in den Kinderschuhen. Die bisherigen Wege seien ebenfalls teuer, komplex und bergen Gefahren wie Überhitzung, Gasfreisetzung oder Explosion in sich. Zudem fehle es an einer branchenweiten Standardisierung bezüglich des Designs von Elektrofahrzeugbatterien.

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