Physiker über Klimahysterie: Wie Pseudowissenschaften über den Klimawandel öffentlich akzeptiert wurden

Von 1. Oktober 2019 Aktualisiert: 1. Oktober 2019 19:34
Der Klimawandel ist Top-Thema. Weitreichende Maßnahmen werden eingeleitet, um die angebliche Klimaapokalypse zu verhindern. Doch es gibt Wissenschaftler die sagen: die Hysterie ist grundlos.

Politische- und unternehmerische Führungskräfte, die sich zur Klimawoche in New York City versammelt hatten, forderten umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erderwärmung. Wenn man sich jedoch die hohen Kosten der vorgeschlagenen Lösungen ansieht, könnte man meinen: die Heilung der vermeintlichen Krankheit ist schlimmer, als die Krankheit selbst.

Als Liberaler, der in einem solarbetriebenem Haus aufgewachsen ist, war ich schon immer energiebewusst und neigte dazu Lösungen für Umweltfragen durch Aktivismus zu erzielen. Deshalb war ich sehr überrascht, als mich meine Forschung als Astrophysiker zu dem Schluss führte, dass der Klimawandel komplizierter ist, als wir glauben. Die „Krankheit“ ist viel gutartiger als angenommen und eine einfache palliative Lösung liegt vor unseren Augen.

Keine Beweise für die prognostizierte Klimakatastrophe

Zunächst einmal wird die Geschichte, die wir in den Medien hören, dass der Großteil der Erderwärmung im 20. Jahrhundert anthropogen sei, dass das Klima sehr empfindlich auf CO2-Veränderungen reagiere und dass die zukünftige Erwärmung deshalb groß sein und sehr bald stattfinden werde, einfach nicht durch Beweise gestützt, sondern nur durch Argumente die auf wackeligen Beinen stehen. Wir „wissen“, dass der Mensch die Erderwärmung verursacht haben muss. Wir sehen die Erderwärmung und kennen keine anderen Faktoren die die Erwärmung hätte verursachen können, deshalb lassen wir die Argumentation des menschengemachten Klimawandels als Fakt gelten.

Es gibt jedoch keine Berechnung, wodurch erkennbar wird, dass CO2 zu einem Anstieg der Erderwärmung führt. Wohlgemerkt, die Berichte des Klimarates (IPCC) besagen, dass die Verdoppelung des CO2 die Temperaturen zwischen 1,5 Grad und 4,5 Grad Celsius erhöhen wird – die Angaben zeigen die große Unsicherheit in Bezug auf die Erwärmung und reichen bereits auf den Charney-Ausschuss von 1979 zurück.

Sonnenaktivität verantwortlich für das Klima

Tatsächlich gibt es auf keiner Zeitskala Hinweise darauf, dass CO2-Schwankungen oder andere Veränderungen des Energiehaushalts große Temperaturschwankungen verursachen. Es gibt jedoch Beweise für das Gegenteil. Die Schwankungen des CO2 in den letzten fünf Milliarden Jahren hatten keinerlei Zusammenhang mit der Temperatur, ebenso wenig hatten große Vulkanausbrüche wie Krakatau Auswirkungen auf das Klima.

Beide Beispiele führen zu der Obergrenze von 1,5 Grad Celsius pro CO2-Verdopplung – viel bescheidener als die empfindlichen IPCC-Klimamodelle vermuten lassen. Die große Empfindlichkeit dieser Klimamodelle ist jedoch erforderlich, um den angeblichen Anstieg der Erderwärmung des 20. Jahrhunderts zu erklären – und damit wird dieser irrtümlich als Fakt angesehen.

Im Jahr 2008 habe ich anhand verschiedener Datensätze, die sich über ein Jahrhundert erstrecken, dargelegt, dass die Wärmemenge, die synchron zum 11-jährigen Sonnenzyklus in die Ozeane eindringt, eine Größenordnung größer ist als der relativ kleine Effekte, der allein durch Veränderungen der Gesamtsolarleistung erwartet wird. Nämlich, die Schwankungen der Sonnenaktivität führen zu großen Veränderungen in der sogenannten Strahlungseinwirkung auf das Klima.

Da die Sonnenaktivität im Laufe des 20. Jahrhunderts deutlich zugenommen hat, sollte ein erheblicher Teil der Erderwärmung der Sonne zugeschrieben werden. Und da die Gesamtveränderung des Strahlungszwangs durch CO2 und Sonnenaktivität viel größer ist, sollte die Klimasensitivität auf der niedrigen Seite liegen – etwa 1 bis 1,5 Grad Celsius pro CO2-Verdopplung.

Großer Teil der Erderwärmung nicht vom Menschen gemacht

In den zehn Jahren nach der Veröffentlichung der oben genannten Datensätze waren diese unbestritten. Zudem bestätigten weitere Daten, diesmal von Satelliten, die großen Schwankungen im Zusammenhang mit der Sonnenaktivität. Angesichts dieser harten Fakten sollte inzwischen klar sein, dass ein großer Teil der Erderwärmung nicht vom Menschen gemacht ist und dass die zukünftige Erderwärmung durch ein bestimmtes Emissionsszenario viel kleiner sein wird.

Leider hat die Klimagemeinschaft ein blindes Auge für alle Beweise entwickelt. Eigentlich sollten Beispiele wie die oben genannten oder die viel kleinere troposphärische Erderwärmung in den letzten zwei Jahrzehnten als vorhergesagt, eine rote Flagge sein. Doch da die Klimagemeinschaft dies ignoriert, bekommt der Rest der Öffentlichkeit eine sehr verzerrte Sicht auf den Klimawandel – das wackelige wissenschaftliche Bild, das voller Inkonsistenzen ist, ist eine Katastrophe.

Mit dieser öffentlichen Denkweise sind Phänomene wie die Klima-Aktivistin Greta Thunberg keine Überraschung. Am schlimmsten ist jedoch die Tatsache, dass diese Denkweise die Wissenschaft lähmt die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu vermitteln.

Wissenschaft ist keine Demokratie

Ein Beispiel aus dem vergangenen Monat ist mein Interview mit „Forbes“. Wenige Stunden nachdem der Artikel online gestellt wurde, wurde er von der Redaktion „wegen Nichteinhaltung unserer redaktionellen Standards“ entfernt. Die Tatsache, dass es politisch „inkorrekt“ geworden ist, eine wissenschaftliche Diskussion zu führen, hat die Öffentlichkeit dazu veranlasst, die Pseudo-Argumentationen – die die Katastrophenszenarien unterstützen – zu glauben.

Beweise rund um die Erderwärmung zeigen uns nicht genau, was die Erwärmung verursacht hat. Jedes Mal, wenn jemand auf den sogenannten 97-prozentigen „Konsens“ verweist, tut er dies, weil seine wissenschaftlichen Argumente nicht stark genug sind. Wissenschaft ist keine Demokratie.

Es bleibt abzuwarten ob die westliche Welt diese anhaltende Hysterie in naher Zukunft überwinden wird. Klar ist, dass sie auf einer Zeitskala von ein oder zwei Jahrzehnten der Vergangenheit angehören wird. Die Inkonsistenzen zwischen den Klimamodellen und den Daten werden zunehmen. Zudem wird eine viel stärkere Kraft die Spielregeln verändern.

Globale Erderwärmung – kein ernsthaftes Problem

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Sobald China erkennt, dass es sich nicht mehr auf Kohle verlassen kann, wird es massiv in die Kernenergie investieren, um seinen deutlich steigenden Energiebedarf zu decken. Dann wird der Westen aber nicht zurückfallen. Wir werden billige, saubere, energieerzeugende, klimaneutrale Kraftstoffe und sogar billige Düngemittel haben, die die beunruhigende Brandrodung der Landwirtschaft überflüssig machen wird.

Der Westen wird dann erkennen, dass die globale Erderwärmung nie ein ernsthaftes Problem war und auch nie sein wird. In der Zwischenzeit würde das zusätzliche CO2 in der Atmosphäre sogar die landwirtschaftlichen Erträge erhöhen, wie es vor allem in Trockengebieten festgestellt wurde. CO2 ist schließlich die Nahrung der Pflanzen.

Professor Nir Shaviv @nshaviv ist Vorsitzender des Racah Institute of Physics an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: How Climate Change Pseudoscience Became Publicly Accepted

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.