Bitcoin über tausend Dollar wert – Echte Alternative in Zeiten der Unsicherheit der Finanzmärkte?

Von 2. Januar 2017 Aktualisiert: 2. Januar 2017 21:16
Ein Bitcoin wurde heute für gut 1.024 Dollar (973 Euro) gehandelt, damit hat die virtuelle Währung die Grenze von 1.000 Dollar überschritten. Bitcoin entstand 2009, damals war sie nur ein paar Cent wert. Ein Investor im traditionellen Fondsbereich sagt: "In Zeiten der Unsicherheit und der Manipulierbarkeit der Finanzmärkte ist Bitcoin eine echte Alternative."

Die virtuelle Währung Bitcoin ist wieder mehr als tausend Dollar wert. Die Schwelle wurde am Sonntag überschritten; am Montagnachmittag wurde ein Bitcoin für gut 1024 Dollar (973 Euro) gehandelt, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Zuletzt war die Tausend-Dollar-Marke im Herbst 2013 geknackt worden. Bitcoin gibt es seit 2009. Damals war die Währung lediglich ein paar Cent wert.

Hinter dem virtuellen Geld steckt der Gedanke, eine Währung zu schaffen, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik ist. Erfunden wurde sie unter dem Eindruck der Finanzkrise. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet und mehrfach verschlüsselt.

Investoren entdecken die Kryptowährung

Hendrik Leber, Gründer der Investmentfondsgesellschaft für Vermögensverwalter und Banken Acatis, ist der erste traditionelle Investor auf der Welt, der Bitcoin in sein Portfolio aufgenommen hat.

In einem Interview  mit Christoph Bergmann vom Bitcoinblog vom 19. Dezember 2016 erklärt er, weshalb Bitcoin für ihn interessant ist: „Viele Kollegen benutzen Gold, um sich vor Unsicherheiten zu schützen. Ich habe mir gedacht, dass Bitcoin dasselbe kann. Er ist begrenzt, wird geschürft, die Notenbanken können nicht darauf zugreifen, er kann über Ländergrenzen transferiert werden. In Zeiten der Unsicherheit und der Manipulierbarkeit der Finanzmärkte ist Bitcoin eine echte Alternative.“

Seit dem ersten Bitcoin-Kauf im Oktober durch Kunden stieg der Kurs und es wurde bereits eine Million Euro Gewinn gemacht. „Das ist schon sehr gut und liegt im oberen Fünftel der Qualität unserer Anlagen.“

Das Risiko sei sehr hoch, doch „Wenn ich heute Liquidität parke, habe ich negative Renditen. Aber ich erwarte auch eine Kurssteigerung, weil die Nachfrage nach Bitcoin als Transaktionsmedium steigt, während das Angebot stabil bleibt.“

Hendrik Leber bemerkt, dass sich nur wenige Banken mit dem Bitcoin beschäftigen. Doch: „Wenn mir jemand ein Girokonto in Bitcoin anbieten würde, mit Daueraufträgen, Wertpapieranlagen, Kreditkarte, Geldautomat und so weiter, dann wäre ich sofort dabei.“

Nicht verschwiegen sei, dass Expertenmeinungen dazu auseinander gehen, gerade bei gewaltigen Kursanstiegen. (ks / mit Material von afp)

Video: Bitcoin: Die Ära des virtuellen Geldes / Arte

 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN