EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.Foto: JOHN THYS/AFP via Getty Images

EU-Kommission fordert Ende des Verbrennungsmotors bis 2035 – Braucht Deutschland 14 Millionen E-Autos?

Epoch Times14. Juli 2021 Aktualisiert: 14. Juli 2021 15:52

Die EU-Kommission hat sich für ein Verkaufsverbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 ausgesprochen. Bis dahin soll die gesamte Neuwagenflotte in der EU keine Treibhausgase mehr ausstoßen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Dies können nach derzeitigem Stand der Technik nur reine E-Autos leisten.

Auch das Zwischenziel auf dem Weg hin zur Treibhausgasneutralität der Neuwagenflotte hebt die Kommission an: Nach derzeitigen EU-Vorgaben darf die Fahrzeugflotte eines Konzerns im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen, bis 2025 soll es bislang eine Verringerung um weitere 15 Prozent und bis 2030 um 37,5 Prozent geben.

Dem neuen Vorschlag der EU-Kommission zufolge soll der Wert für Autos bis 2030 nun um 55 Prozent und für Lieferwagen um 50 Prozent sinken.

Zugleich soll nach Kommissionsangaben der Ausbau der Lade-Infrastruktur vorangetrieben werden. Bis Ende vergangenen Jahres gab es demnach rund 260.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union – mehr als zwei Drittel davon allein in den drei Ländern Niederlande, Frankreich und Deutschland.

Ziel ist nun, dass es zumindest entlang der wichtigsten Straßen im Abstand von 60 Kilometern Ladepunkte gibt.

Scheuer: Deutschland braucht 14 Millionen E-Autos bis 2030

Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) müssen bis ins Jahr 2030 insgesamt 14 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Nur so könnten die neuen Klimavorgaben der EU erfüllt werden, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Das geht nur, wenn die Hersteller zügig gute und für alle bezahlbare Angebote machen“, so der Minister.

Scheuer bezeichnete die am Mittwoch von der EU-Kommission vorgelegte Strategie „Fit for 55“ als „kaum überraschend, aber herausfordernd“. Die Ziele dürften Verbraucher und Wirtschaft nicht überfordern.

„Mobilität muss für die Menschen bezahlbar bleiben. Und Wohlstand geht nur mit Arbeitsplätzen“, sagte der CSU-Politiker.

Man begrüße verbindliche Ausbauziele für Wasserstofftankstellen und Ladesäulen. „Hier sind wir in Deutschland bereits auf einem guten Weg, zum Beispiel mit unserer Förderung von privaten, gewerblichen und öffentlichen Ladepunkten sowie unseren 1.000 Schnellladehubs, für die wir in Kürze die Ausschreibung starten“, so Scheuer. (afp)



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