Symbolbild.Foto: istock

Vorsicht vor zu hohen Dispozinsen: Banken und Sparkassen verlangen bis zu 18,75 Prozent

Epoch Times20. November 2019 Aktualisiert: 26. März 2020 16:11
Während Sparer im Zuge der Nullzinspolitik der Europäischen Politik kaum noch Zinsen erhalten, sind die Dispo- und Überziehungszinsen weiterhin hoch. Verbraucherschützer kritisieren: Banken und Sparkassen gehe es offenbar nur um Gewinnmaximierung.

Während Sparer im Zuge der Nullzinspolitik der Europäischen Politik kaum noch Zinsen auf ihre klassischen Anlageformen erhalten, sind die Dispo- und Überziehungszinsen von Banken weiterhin hoch.

Der durchschnittliche Dispozins liege in Deutschland bei 10,17 Prozent, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) unter Berufung auf eine Untersuchung des Finanzportals Biallo. Der Überziehungszins liege demnach sogar durchschnittlich bei 12,54 Prozent.

Bis zu 18,75 Überziehungszinsen

Den höchsten Zinssatz verlange die Raiffeisenbank Plankstetten in Bayern: Fürs Überziehen des Girokontos müssten die Kunden 13,75 Prozent bezahlen, gehen sie darüber hinaus würden sogar 18,75 Prozent Überziehungszinsen fällig, heißt es in der Untersuchung weiter.

Die vergleichsweise günstigsten Dispozinsen verlangten Online-Banken – wie die DKB Deutsche Kreditbank mit jeweils 6,74 Prozent für den Dispo- und Überziehungskredit. Auch bei den Sparkassen sei der Dispozins hoch.

So verlange die Berliner Sparkasse 10,50 Prozent, die Hamburger Sparkasse 9,27 Prozent und die Sparkasse Duisburg sogar 11,95 Prozent.

Verbraucherschützer kritisieren Gewinnmaximierung

Verbraucherschützer kritisieren die hohen Dispo- und Überziehungszinsen: „Hier geht es offensichtlich nur um Gewinnmaximierung. Eigentlich wären Banken verpflichtet, ihre Zinssätze anzupassen“, sagte Kay Görner, Rechtsreferent des „Marktwächter Finanzen“-Teams der Verbraucherzentrale Sachsen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Er sieht die Geldinstitute in der Pflicht einen „marktüblichen nachvollziehbaren Zins“ festzulegen: „Für Dispokredite sollte dieser aktuell bei maximal 4 bis 5 Prozent liegen“, so Görner weiter. Die Deutsche Kreditwirtschaft sieht dagegen „marktgerechte Zinskonditionen“.

Für Kunden sei immer das „Gesamtpaket Girokonto“ entscheidend, bei dem der Dispozins nur ein Kriterium unter vielen sei, teilte eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft den Zeitungen der Funke-Mediengruppe auf Anfrage mit. Wer eine längerfristige Finanzierung benötige, solle stets andere Angebote nutzen, so die Sprecherin weiter. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Um die Macht zu ergreifen, kann jedes Versprechen und jeder Kompromiss gemacht werden – das betonte Lenin immer wieder. Um ihre Ziele zu erreichen, sei es erlaubt, skrupellos vorzugehen. Mittlerweile wurden die öffentlichen Institutionen der westlichen Gesellschaft tatsächlich heimlich vom kommunistischen Kräften unterwandert und übernommen.

Im Kapitel fünf des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ geht es darum, wie die Meinungsfreiheit durch linke Gruppierungen benutzt wird, um andere davon abzuhalten, ihre Meinung frei zu äußern …

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion