Adidas.Foto: Daniel Karmann/dpa

Bundesregierung genehmigt KfW-Kredit in Milliardenhöhe für Adidas

Epoch Times14. April 2020 Aktualisiert: 14. April 2020 19:26

Der Sportartikelhersteller Adidas bekommt aufgrund der Folgen der Coronakrise einen Milliardenkredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Man habe die Genehmigung über die Teilnahme der staatlichen Förderbank KfW an einem revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 3 Milliarden Euro „zu üblichen Marktbedingungen zur Überbrückung dieser Ausnahmesituation erhalten“, teilte Adidas am Dienstagnachmittag in Herzogenaurach mit.

Der noch abzuschließende Konsortialkredit – ein Finanzinstrument, das Kreditnehmern Zugang zu umfangreichen Finanzierungsmitteln sowie Flexibilität in Bezug auf Inanspruchnahmen und Rückzahlungen gewährt – umfasse eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro seitens der KfW sowie Darlehenszusagen in Höhe von 600 Millionen Euro seitens eines Konsortiums von Partnerbanken des Unternehmens, so der Konzern weiter.

„Die aktuelle Situation stellt sogar gesunde Unternehmen vor ernsthafte Herausforderungen. Wir möchten der Regierung für ihr schnelles und umfassendes Handeln als Reaktion auf diese beispiellose globale Krise danken“, sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Man bemühe sich, das „langfristige Wohlergehen von Adidas, unseren 60.000 Mitarbeitern sowie unseren Partnern sicherzustellen“ und setze bereits zahlreiche Maßnahmen um.

„Diese Maßnahmen beinhalten die strikte Kontrolle aller Kosten und des kurzfristigen Betriebskapitals, die Kürzung der Managementbezüge, den Stopp des Aktienrückkaufprogramms sowie die Aussetzung von Dividendenzahlungen. Darüber hinaus ist jedoch der Zugang zu zusätzlicher Liquidität notwendig, um diese Krise zu bewältigen. Die in Anspruch genommenen Teile des Kredits zahlen wir inklusive Zinsen und Gebühren so schnell wie möglich zurück“, so der Adidas-Chef weiter.

Neben dem deutlichen Rückgang von Umsatz und Gewinn seit Ende Januar in China sowie seit Ende Februar in Japan und Südkorea habe Adidas „seit Mitte März auch in den meisten anderen Teilen der Welt gravierende Auswirkungen auf Umsatz und Cashflow-Generierung verzeichnet“, teilte das Unternehmen weiter mit. Infolge der rasanten Ausbreitung des Virus weltweit seien „seit vier Wochen fast alle eigenen sowie partnerbetriebenen Stores in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, den Schwellenländern und Russland/GUS sowie in weiten Teilen der Region Asien-Pazifik vorübergehend geschlossen“.

Infolgedessen seien die stationären Groß- und Einzelhandelsaktivitäten in diesen Märkten, die sonst 60 Prozent des Geschäfts des Unternehmens ausmachten, „zum vollständigen Erliegen gekommen“, so der Konzern. (dts)



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