Die Wohlstandsfalle (Teil 1)

Von 8. December 2018 Aktualisiert: 9. Dezember 2018 16:53
Hohe Besteuerung ist wie eine gewaltsame Verstaatlichung von Privatvermögen – welches damit versteckt abgeschafft wird. Denn eine Regierung an sich schafft keine Werte, sie sammelt lediglich ein ... wie die Wolle beim Scheren eines Schafes.

Alle Sozialleistungen werden letztendlich von den Menschen bezahlt, die Steuern zahlen. Sie kommen nicht von der Regierung, diese verteilt lediglich die Gelder. Ein hohes Maß an Sozialhilfe ist eigentlich schon eine Variante des Kommunismus, jedoch ohne die gewaltsame Revolution der kommunistischen Parteien.

Hohe Besteuerung ist die gewaltsame Verstaatlichung von Privatvermögen zur Umverteilung in großem Umfang. Gleichzeitig ist es ein versteckter Weg, das System des Privateigentums schrittweise abzuschaffen.

Das Endergebnis einer hohen Besteuerung ist das gleiche wie das von kommunistischen Regimen aufgezwungene öffentliche Eigentum und die Gleichheit in der Gesellschaft. Der einzige Unterschied besteht darin, ob die Verstaatlichung vor oder nach der Produktion erfolgt.

In Planwirtschaften werden die Produktionsmittel direkt vom Staat kontrolliert. Im Westen wird die Produktion privat kontrolliert, doch die Einnahmen werden über Steuern und Umverteilungssysteme in Staatsvermögen umgewandelt. So oder so ist das gleichbedeutend mit Raub und Plünderung des Reichtums anderer. In den westlichen Ländern wurde dies nicht durch Tötung und Gewalt, sondern ganz legal durch Demokratie und Gesetzgebung erreicht … Die Epoch Times veröffentlicht hier den 1. Teil des 9. Kapitels des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“.

Die Fortsetzung erscheint am 12. Dezember.

Einleitung

1. Westliche Wohlfahrtsstaaten: Kommunismus unter anderem Namen
a. Hohe Steuern und großzügige Sozialleistungen
b. Aggressiver Wirtschaftsinterventionismus im Westen
c. Sozialistische Wirtschaftspolitik führt zum kommunistischen Totalitarismus
Quellen

2. Der dystopische Sozialismus der Kommunistischen Partei Chinas: a. Die chinesische Wirtschaft: Keine Lockerung der kommunistischen Kontrolle; b. Die Wahrheit über Chinas wirtschaftlichen Aufstieg; c. Konsequenzen des chinesischen Wirtschaftsmodells

Die Verwüstungen des Sozialismus in den Entwicklungsländern: a. Der Sozialismus treibt in Osteuropa weiterhin sein Unwesen; b. Sozialistische Wirtschaftspolitik ließ die Entwicklungsländer scheitern

Einleitung

Vor einem Jahrhundert veröffentlichte Karl Marx Das Kapital, in dem er sich für die Abschaffung des Privateigentums und dessen Ablösung durch öffentliches Eigentum einsetzt. Ein Jahrhundert später ist diese Form des kommunistischen öffentlichen Eigentums in einem Drittel der Nationen der Welt eingeführt.

Nach dem Zerfall des Sowjetblocks wurden viele osteuropäische Länder in den 1990er Jahren einer „Schocktherapie“ unterzogen, um zur Marktwirtschaft zurückzukehren. Andere Länder, die nicht von kommunistischen Parteien regiert worden waren, aber dennoch die sozialistische Verstaatlichung angenommen und das Elend und die Armut des öffentlichen Eigentums sowie Planwirtschaft ertragen hatten, hatten letztlich keine andere Wahl, als Marktreformen einzuführen.

Um eine globale Vorherrschaft zu erlangen, hat das „Gespenst des Kommunismus“ weltweit Offensiven gestartet. Betrachtet man die Länder, die den Kommunismus oder das sozialistische Wirtschaftsmodell aufgegeben haben, könnte man meinen, dass das Gespenst seine Ziele nicht erreicht hat. Doch die Realität sieht anders aus. Das kommunistische Gespenst folgt keinen festen Prinzipien. Stattdessen verschieben sich seine Methoden und Formen ständig, um den Situationen gerecht zu werden. Es kann seine bisherigen Aktionen zugunsten des größeren Ziels aufgeben oder kritisieren. Gerade im wirtschaftlichen Bereich zeigt sich dies sehr deutlich.

Bei einer Analyse unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystems kommt man nicht umhin zu sehen, wie sich das kommunistische Gespenst in jeder Ecke ausgebreitet hat. Die Wunschvorstellungen vieler Menschen und ihr blinder Glaube an die Regierung haben die Wirtschaft beinahe aller Länder der Erde von den Prinzipien des freien Marktes entfernt. Nationen verlieren dadurch ihre moralischen Grundlagen und tendieren zum Kommunismus. Es ist an der Zeit, sich dieser Realität bewusst zu werden – und Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

1. Westliche Wohlfahrtsstaaten: Kommunismus unter anderem Namen

Im Kommunistischen Manifest (ursprünglich Manifest der Kommunistischen Partei) schreibt Marx, dass die kommunistische Theorie in einem Satz zusammengefasst werden kann: Das System des Privateigentums abschaffen. Für den Einzelnen bedeutet dies die „Abschaffung der bürgerlichen Individualität, der bürgerlichen Unabhängigkeit und der bürgerlichen Freiheit“. Für die Gesellschaft bedeutet dies, dass „das Proletariat seine politische Vormachtstellung nutzen wird, um der bürgerlichen Gesellschaft das gesamte Kapital zu entreißen, um alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates, das heißt des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren“. [1]

Um dieses Ziel zu erreichen, setzten Kommunisten Gewalt und Massenmord in ihren Ländern ein. Als der gewalttätige Kommunismus seine Anziehungskraft verlor, wurden gewaltfreie Formen entwickelt. Diese Varianten des Sozialismus infiltrieren die gesamte Gesellschaft, so dass sie schwer zu identifizieren sind.

Die westlichen Länder setzen viele wirtschaftspolitische Maßnahmen ein, die weder im Namen noch in der Form einen Bezug zum Sozialismus zu haben scheinen, doch sie spielen die Rolle, die Menschen einzuschränken, zu schwächen oder ihnen das Recht auf Privateigentum zu entziehen. Andere schwächen die Mechanismen des freien Unternehmertums, erweitern die Macht der Regierung und führen die Gesellschaft so weiter in Richtung Sozialismus. Zu diesen Methoden gehören hohe Steuern, großzügige Sozialleistungen und aggressiver staatlicher Interventionismus.

a. Hohe Steuern und großzügige Sozialleistungen

Ein wichtiges Merkmal der kommunistischen oder sozialistischen Wirtschaft in den westlichen Ländern ist die starke Sozialfürsorge. Die gegenwärtige Sozialpolitik gibt Menschen, die aus sozialistischen Ländern kommen, das Gefühl, einfach in einen anderen sozialistischen Staat gezogen zu sein

Verdeckter Sozialismus

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Die Regierung selbst schafft keinen Wert. Vielmehr ist es so, als würde sie Wolle von einem Schaf scheren. Alle Sozialleistungen werden letztendlich von den Menschen bezahlt, die Steuern oder die Staatsschulden bezahlen. Ein hohes Maß an Sozialhilfe ist an sich schon eine Variante des Kommunismus, nur ohne die gewaltsame Revolution der kommunistischen Parteien.

Hohe Besteuerung ist die gewaltsame Verstaatlichung von Privatvermögen zur Umverteilung in großem Umfang. Gleichzeitig ist es ein versteckter Weg, das System des Privateigentums schrittweise abzuschaffen.

Das Endergebnis einer hohen Besteuerung ist das gleiche wie das von kommunistischen Regimen aufgezwungene öffentliche Eigentum und die Gleichheit in der Gesellschaft. Der einzige Unterschied besteht darin, ob die Verstaatlichung vor oder nach der Produktion erfolgt. In kommunistischen Planwirtschaften werden die Produktionsmittel direkt vom Staat kontrolliert. Im Westen wird die Produktion privat kontrolliert, doch die Einnahmen werden über Steuern und Umverteilungssysteme in Staatsvermögen umgewandelt. So oder so ist das gleichbedeutend mit Raub und Plünderung des Reichtums anderer. In den westlichen Ländern wurde dies nicht durch Tötung und Gewalt, sondern ganz legal durch Demokratie und Gesetzgebung erreicht.

Einige staatliche Hilfen sind vernünftig, wie etwa die soziale Absicherung von Opfern von Katastrophen oder Unfällen. Aber die positiven Aspekte der Sozialhilfe machen sie zu einem bequemen Instrument der Täuschung, da sie als Vorwand benutzt wird, um die Steuern zu erhöhen. In dieser Hinsicht hat die großzügige Sozialfürsorge bereits die gleichen destruktiven Folgen wie die kommunistische Ökonomie für Mensch, Gesellschaft und moralische Werte. Von Natur aus bringt die kommunistische Ökonomie die dunkle Seite der menschlichen Natur zum Vorschein. Dies ist der Grund, warum das Gespenst die kommunistischen Wirtschaftswerte in der ganzen Welt vorantreibt, sei es in freien Gesellschaften oder in solchen, die direkt von kommunistischen Regimes kontrolliert werden.

Hohe Besteuerung

Die Sozialfürsorge in den entwickelten westlichen Ländern verbraucht einen großen Teil der Steuereinnahmen, die aus den vom Privatvermögen abgeführten Steuern stammen. Ohne solche hohe Steuereinnahmen oder eine hohe Verschuldung des Staates – und damit der Bürger – kann eine hohe Sozialfürsorge nicht aufrechterhalten werden.

In den Vereinigten Staaten wird mehr als die Hälfte der Steuereinnahmen für Sozialversicherung und medizinische Versorgung ausgegeben. Mehr als 80 Prozent dieses Geldes stammen aus persönlichen Einkommens- und Sozialabgaben; 11 Prozent aus der Körperschaftssteuer. [2] Viele westliche Länder gehen sogar noch weiter als die Vereinigten Staaten, da sie ein noch umfassenderes Sozialsystem haben.

Nach den von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2016 veröffentlichten Daten von 35 Marktwirtschaften hatten 27 Länder einen Einkommenssteuersatz von über 30 Prozent. Die Länder mit den beiden höchsten Ertragsteuern lagen mit 54 und 49,4 Prozent in Europa. Hinzu kommt, dass das Essen oder Einkaufen in vielen Teilen Europas mit einer Mehrwertsteuer von teilweise bis zu 20 Prozent verbunden ist. [3] Körperschaftssteuer und sonstige Steuern erhöhen den Gesamtsatz zusätzlich.

Andere Daten zeigen, dass im Jahr 1900 nur sieben von fünfzehn Ländern der späteren OECD in diesem Jahr eine Einkommensteuer hatten, wobei Italien mit einem Satz von 10 Prozent führend war. Australien, Japan und Neuseeland hatten Einkommenssteuersätze von etwa 5 Prozent. Doch bis 1950 lag der durchschnittliche Höchststeuersatz in den OECD-Ländern bei über 60 Prozent, heute ist er langsam auf rund 40 Prozent gesunken. [4]

Hohe Steuerlasten belasten nicht nur die Reichen, auch die Armen werden auf verschiedene Weise bestraft. Während die Reichen oft über verschiedene rechtliche Mittel verfügen, um sich vor Steuern zu schützen, erhalten die Armen keine Sozialleistungen mehr, wenn ihr Einkommen über eine bestimmte Schwelle hinaus steigt. Kurz gesagt, die Menschen werden dafür bestraft, dass sie härter arbeiten.

Hohe Sozialhilfe

1942 setzte sich der britische Ökonom William Beveridge für den Sozialstaat ein, einen Plan, der „alles umfasst, was Menschen und Bedürfnisse betrifft“. In der modernen Gesellschaft wurde das hohe Sozialsystem auf Arbeitslosigkeit, medizinische Versorgung, Renten, Arbeitsunfälle, Wohnen, Bildung, Kinderbetreuung und ähnliches ausgedehnt, weit über die traditionellen Konzepte der Nächstenliebe für Menschen hinaus. Diese bezog sich stets auf Menschen, die unmittelbar Hilfe benötigen.

Ein Bericht der Heritage Foundation zeigt, dass im Jahr 2013 mehr als hundert Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten oder etwa ein Drittel der Bevölkerung Sozialleistungen (ohne Sozialversicherung und Medicare) im Wert von durchschnittlich 9.000 Dollar pro Person erhielten. Nach den Statistiken des US Census Bureau lebten im Jahr 2016 etwa 12,7 Prozent der US-Bevölkerung unter der Armutsgrenze – jedoch unter oft überraschenden Lebensbedingungen.

Laut Regierungsumfragen gaben 96 Prozent der Eltern in verarmten Haushalten an, dass ihre Kinder nie Hunger gelitten hätten. Fast 50 Prozent der verarmten Haushalte lebten in Einfamilienhäusern, 40 Prozent in Stadthäusern. Nur 9 Prozent lebten in Wohnmobilen. Achtzig Prozent hatten eine Klimaanlage und zwei Fünftel besaßen Breitbild-LCD-Fernseher. Drei Viertel der verarmten Haushalte besaßen Autos. [6] Die bewusste Kategorisierung einer großen Zahl von Menschen in die „verarmte“ Bevölkerungsschicht bietet reichlich Ausreden für die Ausweitung der Sozialhilfe.

Die Leistungen der US-Regierung sind im Vergleich zu den Mitgliedern der OECD unterdurchschnittlich. Die meisten Menschen, die in den nordischen Ländern und anderen westeuropäischen Ländern leben, genießen weitaus mehr Wohlstand als die Amerikaner. In Dänemark beispielsweise genießen selbst die reichsten Bürger ein soziales Sicherheitsnetz, das kostenlose medizinische Versorgung, Universitätsausbildung und andere großzügige Leistungen umfasst.

Vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch ihres Landes hatten die Griechen ein Jahresgehalt von vierzehn Monaten, einen Ruhestand im Alter von 61 Jahren und eine Rente in Höhe von über 90 Prozent ihres Gehalts. In Schweden haben die Menschen Anspruch auf 550 Tage ununterbrochenen Krankenurlaub und andere Leistungen.

Die Ausdehnung der Sozialleistung von der traditionellen Rolle der Nothilfe zum konstanten Nutzen für die gesamte Bevölkerung ist in der Tat Teil des Plans des Teufels, eine kommunistische Wirtschaftsform einzuführen.

Sozialleistungen: Verbreitung von Korruption und Verschärfung der Widersprüche zwischen Arm und Reich

Aus wirtschaftlicher Sicht besteht Sozialhilfe darin, Geld von einigen Menschen zu nehmen und seinen Wert auf andere zu übertragen. Es ist jedoch die Regierung, die für die Verteilung des Reichtums verantwortlich ist. Dadurch geht das Wissen darum verloren, dass man arbeiten muss, um etwas zu bekommen. Der Verlust dieses moralischen Prinzips zeigt sich besonders deutlich in Nordeuropa.

Die schwedische Wissenschaftlerin Nima Sanandaji demonstrierte diesen Punkt anhand von Daten aus der World-Value-Survey. Anfang der 1980er Jahre stimmten 82 Prozent der Schweden und 80 Prozent der Norweger der Aussage zu, dass es falsch sei, staatliche Leistungen zu erhalten, die man nicht verdient. Bei Umfragen in Norwegen und Schweden in den Jahren 2005 und 2008 stimmten nur noch 56 Prozent der Norweger und 61 Prozent der Schweden dieser Aussage zu. [7]

Im Rahmen eines großzügigen Sozialsystems erhalten diejenigen, die hart arbeiten, weniger Rendite, und diejenigen, die weniger fleißig sind, werden mit Sozialleistungen belohnt. Im Laufe der Zeit verzerrt dies auf subtile Weise die moralischen Traditionen, da diejenigen, die mit hoher staatlicher Fürsorge aufgewachsen sind, die Arbeitsfreude, die Unabhängigkeit, die Verantwortung und den Fleiß ihrer Vorfahren verlieren. Sie nehmen das System als selbstverständlich an und betrachten Sozialhilfe sogar als ein Menschenrecht. Sie haben es sich zur Gewohnheit gemacht, sich auf die Regierung zu verlassen und erpressen sie sogar, damit sie kontinuierlich Hilfe erhalten. Soziale Werte haben sich fast unumkehrbar verändert. Schritt für Schritt untergräbt der Kommunismus so die Moral.

Eine hohe staatliche Fürsorge verdrängt auch die Rolle der traditionellen Wohltätigkeitsorganisationen und nimmt sowohl den Spendern die Möglichkeit, gute Werke zu tun, als auch den Empfängern die Gelegenheit, Dankbarkeit zu empfinden.

In der traditionellen Gesellschaft wurde Wohltätigkeit aus freien Stücken und nach eigenem Ermessen betrieben, entweder durch direkte Hilfe für die weniger Glücklichen oder durch Spenden an gemeinnützige Organisationen wie die Kirchen. Es gab bestimmte Spender und Empfänger, und die Möglichkeit, Hilfe zu erhalten, war ein Privileg, kein Recht. Die Empfänger waren dankbar für die Güte der Spender. Sie nutzten Wohltätigkeitsorganisation, um ihre eigenen Bemühungen zur Verbesserung ihres Lebens zu ergänzen. Diejenigen, die Hilfe erhielten und ihr Leben umdrehen konnten, werden sich wahrscheinlich revanchieren, wenn andere mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert sind.

Der französische Denker Alexis de Tocqueville schreibt, dass eine Wohltat die Tugenden der Großzügigkeit und Dankbarkeit beinhaltet. Sie übt einen positiven moralischen Einfluss aus. Gleichzeitig mildert die Beziehung zwischen Gebern und Empfängern Konflikte und Gegensätze zwischen Arm und Reich. Wohltätiges Verhalten verbindet die Menschen verschiedener Einkommensschichten miteinander. [8]

Das aufgeblähte System der modernen Sozialleistungen entfremdet Spender und Empfänger, indem es den Prozess der Wohltätigkeit bürokratisiert. Die „Spender“ von heute sind Steuerzahler, die gezwungen sind, ihr Vermögen aufzugeben, anstatt es freiwillig zu teilen. Unterdessen haben die Sozialhilfeempfänger keine Verbindung zu ihren Wohltätern und empfinden keine Dankbarkeit für deren Opfer.

Tocqueville glaubte, dass die sozialen Hilfeleistungen die Konflikte zwischen Arm und Reich verschärfen. Nachdem ein Teil ihres Vermögens gewaltsam konfisziert worden war, führte es dazu, dass die Reichen gegenüber den Sozialhilfeempfänger verärgert waren. Tocqueville sagte, dass sich zudem die Armen weiterhin unzufrieden fühlen würden, da sie ihre wirtschaftliche Entlastung als selbstverständlich ansehen: „Eine Klasse betrachtet die Welt immer noch mit Angst und Abscheu, während die andere ihr Unglück mit Verzweiflung und Neid betrachtet.“ [9]

Aufgeblähte Sozialleistungen sind auch zu einem Punkt der Eifersucht und des politischen Konflikts geworden, den der Kommunismus nutzt, um die moralische und soziale Harmonie der Menschen zu zerstören. Dies war in der griechischen Wirtschaftskrise deutlich zu beobachten: Statt eines Konflikts zwischen Arm und Reich sollte der Kampf zwischen Mittel- und Oberschicht geführt werden. Unter den letzteren sei die Steuerhinterziehung zu einem „Nationalsport“ geworden, wie das britische Wirtschaftsmagazin The Economist griechische Beamte in einem Artikel zitiert. Gleichzeitig hat sich die griechische Regierung, um ihre Wähler nicht zu verärgern, auf die Aufnahme von Krediten verlassen, um die sinkenden Steuereinnahmen auszugleichen und das Sozialhilfeniveau anderer europäischer Länder aufrechtzuerhalten.

Nach der Wirtschaftskrise versuchte die griechische Regierung, die Sozialhilfe zu kürzen, stieß jedoch auf starken Widerstand der Bevölkerung. Die Menschen nahmen die Reichen ins Visier und forderten noch höhere Steuern von ihnen, was der Regierung Probleme bereitete, die noch nicht gelöst sind.

Das Sozialsystem untergräbt die traditionelle Arbeitsmoral und gibt den Menschen ein Recht auf das, was sie noch nicht verdient haben. Da fleißige Arbeit „bestraft” wird, leidet die gesamte Wirtschaft.

Eine praktische Studie von Martin Halla, Mario Lackner und Friedrich G. Schneider im Jahr 2010 hat gezeigt, dass Sozialhilfe langfristig den Anreiz, hart zu arbeiten, verringert. Das zeigt sich jedoch erst lange Zeit später. Die drei Ökonomen kamen zu dem Schluss, dass die Dynamik des Sozialstaates der gesunden wirtschaftlichen Basis einer Nation abträglich ist. [11]

Die Kultur der Armut

Im Jahr 2012 veröffentlichte die Zeitung The New York Times einen Artikel mit dem Titel „Profiting From a Child’s Illiteracy“ (etwa: „Vom Analphabetismus eines Kindes profitieren”), in dem sie die Auswirkungen der Sozialpolitik auf einkommensschwache Familien in den Appalachian Mountains im Osten der USA beschrieb.

Der Artikel beschreibt, wie viele verarmte Familien es aufgegeben haben, ihre Kinder zur Schule zu schicken, um sich für Sozialhilfe zu qualifizieren: „Mütter und Väter befürchten, dass ihre Kinder, wenn sie lesen lernen, sich nicht mehr für einen monatlichen Scheck wegen einer geistigen Behinderung qualifizieren.“ [12]

„Viele Leute in den Wohnmobilen hier sind arm und verzweifelt, und ein monatlicher Scheck von 698 Dollar pro Kind aus dem zusätzlichen Sozialeinkommensprogramm macht viel aus – und diese Schecks kommen, bis das Kind 18 wird.“

Dieses Hilfsprogramm wurde vor etwa 40 Jahren mit dem Ziel gestartet, Familien zu helfen, die körperlich oder geistig behinderte Kinder großziehen. Als The New York Times im Jahr 2012 darüber berichtete, waren über 55 Prozent der für das Programm qualifizierten Kinder als „geistig behindert” („other mental conditions”) eingestuft worden. Im Jahr 1983 lag der prozentuale Anteil der geistigen Behinderungen an dem Hilfsprogramm gerade einmal bei 5 Prozent. Diese „geistigen Behinderungen” sind jedoch in den USA nicht klar definiert. In den Vereinigten Staaten gibt es mittlerweile rund 1,2 Millionen Kinder mit „geistiger Behinderung”, für deren Betreuung die Steuerzahler jährlich 9 Milliarden Dollar bereitstellen. [13]

Hier bilden die Sozialhilfe und die Schwächen der menschlichen Natur einen Teufelskreis. Trotz der guten Absichten der Befürworter und Formulierer der Sozialhilfepolitik unterstützt diese indirekt das kommunistische Gespenst bei seinem Ziel, die Menschheit zu verderben und zu zerstören.

Vor über einem Jahrhundert machte Tocqueville die Beobachtung, dass nicht die Sozialhilfe zwischen Individuen diskriminiert, sondern die künstlich gezogenen „Armutsgrenzen”. Dies macht es schwierig, die Hilfe effizient zu verteilen, da man nicht wissen kann, ob die qualifizierten Personen tatsächlich unter Umständen leiden, die sich ihrer Kontrolle entziehen, oder ob ihr Unglück von ihnen selbst verursacht wurde. [14]

Der Missbrauch von Sozialhilfe belastet nicht nur die öffentlichen Finanzen, sondern auch die Zukunft von Kindern, die in einem solchen System aufwachsen. Untersuchungen aus dem Jahr 2009 haben ergeben, dass zwei Drittel der Menschen, die als Kinder Sozialhilfe bekamen, diese bis ins Erwachsenenalter erhielten. Sie wurden zu Empfängern von Sozialhilfe für erwachsene Behinderte. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie für den Rest ihres Lebens auf Sozialhilfe angewiesen sind. [15]

Um Wählerstimmen zu bekommen, wurde der Begriff „Behinderung“ immer weiter gefasst. So gehört ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung in den Kreis der Sozialhilfeempfänger. Die Kriterien, die bestimmen, wer Anspruch auf Sozialleistungen hat, schaffen eine Atmosphäre der negativen Verstärkung, die den Missbrauch dieser Leistungen begünstigt. Der daraus resultierende Rückschritt in der Sozialmoral und die wirtschaftliche Misere hilft dem kommunistischen Gespenst, seine Ziele zu erreichen.

Die Sozialhilfe ist eine Sofortmaßnahme zur Unterstützung wirklich Bedürftiger, die unter Umständen wie Arbeitsunfällen, Epidemien, Naturkatastrophen und so weiter. wirksam werden sollte. Sie sollte nicht zu einer Standardform des Lebensunterhalts werden, da sie nicht in der Lage ist, das Dilemma der Armut zu lösen. Im Jahr 2014 – 50 Jahre nach Beginn des „Kriegs gegen die Armut” unter US-Präsident Lyndon B. Johnson – mussten die amerikanischen Steuerzahler 2,2 Billionen Dollar für Sozialhilfe zahlen. Doch wie die Statistiken des U.S. Census Bureau zeigen, ist die Armutsrate in den vergangenen 40 Jahren (außer den ersten gut zehn Jahren) konstant geblieben. [16]  Das heißt, dass die Armutsrate nicht wegen der Sozialhilfe gemindert wurde. [17]

Nach Ansicht des amerikanischen Ökonomen William Arthur Niskanen hat das Sozialsystem eine Kultur der Armut hervorgebracht, die wiederum einen Teufelskreis der Abhängigkeit von staatlicher Hilfe, außerehelichen Kindern, Gewaltverbrechen, Arbeitslosigkeit und Abtreibung speist. Seine Analyse der US-Daten für das Jahr 1992 ergab Prognosen für die zu erwartenden Auswirkungen einer Erhöhung der Leistungen von „Aid to Families with Dependent Children” (AFDC, etwa: „Hilfe für Familien mit abhängigen Kindern”) um 1 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens: Die Zahl der AFDC-Empfänger würde um etwa 3 Prozent steigen, die Zahl der Menschen in Armut um etwa 0,8 Prozent, die Zahl der Geburten allein erziehender Mütter um etwa 2,1 Prozent und die Zahl der arbeitslosen Erwachsenen um etwa 0,5 Prozent. Auch Abtreibungen und Gewaltverbrechen würden häufiger vorkommen. Niskanens Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein starkes Sozialsystem die Abhängigkeit vom System fördert und den Wunsch zur Eigenverantwortung verringert. [18]

Der Zerfall von Familien ist ein wesentlicher Bestandteil der „Armutskultur“. In einer Studie über die Armut unter Schwarzen in der Vergangenheit und heute fand der Ökonom Walter E. Williams heraus, dass 85 Prozent der verarmten schwarzen Kinder mit allein erziehenden jugendlichen Müttern lebten. Das Sozialsystem fördert dieses Phänomen, da es alleinerziehende Mütter ermutigt, ein Leben ohne Verantwortung für ihr Handeln zu führen. Sie können Subventionen, Wohngeld, Lebensmittelstempel und ähnliches von der Regierung erhalten. Sozialhilfe hat dazu beigetragen, den Anteil an Alleinerziehenden zu erhöhen und mehr Armut zu verursachen. [19]

Trotz der Tatsache, dass die Sozialhilfe in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hat, ist auch die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer geworden: Der inflationsbereinigte Durchschnittslohn steigt nur sehr langsam, während den Reichsten aus Kapitalerträgen immer mehr Wohlstand zufließt. Eine Klasse von „Working Poor“ („Arbeitenden Armen“) hat sich herausgebildet. Bewaffnet mit diesen gesellschaftlichen Fragen drängt die Linke auf immer größere Regierungen, höhere Steuern und mehr Sozialhilfe, um die Armut zu bekämpfen – und erreicht damit nichts anderes, als sie noch weiter zu verschärfen.

Die Linken verwenden Sozialhilfepolitik für den Stimmenfang

Linksorientierte Politiker fordern oft höhere Sozialhilfe und höhere Steuern. Mit einer Vielzahl von Wahlslogans überzeugen sie die Wähler von ihren „edlen Absichten“ und stellen sich selbst als moralisch hochstehend dar. Diese Politiker sind jedoch nicht diejenigen, die für die Sozialhilfe sorgen werden. Sie verteilen lediglich den Reichtum der oberen und mittleren Schichten unter den Armen. Da das System das grundlegende Verhältnis zwischen Spender und Empfänger verbirgt, behaupten die Politiker dennoch, eine entscheidende Rolle in diesem Prozess gespielt zu haben. Sie erhalten die Dankbarkeit der Empfänger in Form von Stimmen.

b. Aggressiver Wirtschaftsinterventionismus in den westlichen Ländern

Derzeit praktizieren die Regierungen der freien Welt bereits einen starken Interventionismus in ihren nationalen Wirtschaftssysteme. Eine Ursache dafür ist die unter sozialistischem Einfluss entwickelte Sozialhilfepolitik, die die Rolle des Staates in der Vermögensverteilung noch ausweitete. Ein weiterer Impuls für diesen Trend war die Große Depression in den 1930er Jahren. Nach der Krise wurde die westliche Gesellschaft stark von den Theorien der keynesianischen Volkswirtschaftslehre beeinflusst. Diese befürwortet eine aktive staatliche Intervention und Regulierung der Wirtschaft durch den Einsatz von Finanzmitteln.

In einer normalen Gesellschaft ist die Rolle der Regierung eingeschränkt. Nur in Ausnahmesituationen sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen, etwa in Zeiten von Naturkatastrophen oder anderen Krisen. Doch heute hat sich die keynesianische Wirtschaftstheorie weltweit durchgesetzt. Die Regierungen aller Länder streben nach mehr Kontrolle über ihre jeweiligen Volkswirtschaften.

Wenn der Staat eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielt, hat jede Aktion einen Dominoeffekt auf den Markt. Neue Richtlinien und Gesetze können ganze Branchen verändern und viele Unternehmen und Investoren von den Entscheidungen der Regierung abhängig machen. Der Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, ist dadurch ein führender Akteur in der Wirtschaft geworden. Wie ein Schiedsrichter bei einem Fußballspiel ist der Staat für die Kontrolle und Regulierung des Kapitals in der Privatwirtschaft verantwortlich. Mittlerweile spielt er jedoch eine andere Rolle: Er ist nun sowohl Schiedsrichter als auch Spieler. Er ersetzt die „unsichtbare Hand“ durch die „sichtbare Hand“.

Aktive Finanzkontrolle in Verbindung mit einer hohen Sozialpolitik hat viele Regierungen dazu veranlasst, große Schulden zu machen. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben nahezu die Hälfte der Mitgliedstaaten Staatsschulden von 100 oder mehr Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Einige Länder haben sich mit mehr als 200 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung verschuldet. Dies stellt eine große Verwundbarkeit für die soziale und wirtschaftliche Zukunft vieler Länder dar.

Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Wirtschaftswissenschaftler Ronald Coase schrieb mehrere Forschungsarbeiten über die Auswirkungen staatlicher Eingriffe. In seiner Arbeit stellte Coase fest, dass interventionistische Politik fast immer zu negativen Ergebnissen führt. Er glaubt, dass der Interventionismus den Punkt „abnehmender Grenzrenditen“ erreicht hat. [21]

Trotzdem sind die Regierungen aller Länder in ihrer Manipulation der Wirtschaft noch aktiver geworden und haben sie mehr und mehr unter die Kontrolle des Staates gebracht.

Konsequenzen und Realität des Interventionismus

Es gibt mindestens zwei Hauptfolgen der umfangreichen staatlichen Eingriffe. Erstens erweitert sich die Macht des Staates hinsichtlich seiner Rolle und seines Umfangs. Regierungsbeamte entwickeln zunehmend Überheblichkeit hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in die Wirtschaft einzugreifen und den Staat die Rolle des Retters spielen zu lassen. Nach der Bewältigung einer Krise behält die Regierung für gewöhnlich ihre erweiterten Befugnisse und Funktionen bei.

Zweitens führt der Interventionismus zu mehr Abhängigkeit von der Regierung. Wenn die Menschen auf Herausforderungen stoßen oder wenn der freie Markt nicht die Vorteile bieten kann, die sie sich wünschen, werden sie sich für mehr staatliche Eingriffe einsetzen, um ihre Forderungen erfüllt zu bekommen.

Sobald die Macht des Staates zunimmt, wird die Privatwirtschaft geschwächt und der freie Markt hat weniger Platz, um zu funktionieren. Menschen, die von der Politik profitiert haben und von ihr abhängig geworden sind, werden zunehmend verlangen, dass die Regierung die Verantwortung für die Verteilung des Reichtums übernimmt und Gesetze erlässt, um dies durchzusetzen.

Im Westen gibt es eine starke politische Strömung, die die Gesellschaft nach links drängt. In diesem Strom befinden sich der ursprüngliche linke Flügel aus Sozialisten und Kommunisten sowie diejenigen, die von ihm vereinnahmt wurden – auch wenn sie traditionell nicht mit dem linken Flügel verbunden waren. Die Vereinigung dieser ungleichen Kräfte ermutigt die Regierungen, größere Maßnahmen zu ergreifen, um in die Wirtschaft einzugreifen und die Privatunternehmen zu kontrollieren. Diese Erosion der normalen Wirtschaftstätigkeit scheint durch verschiedene soziale Bewegungen verursacht zu werden, doch in Wirklichkeit ist es das kommunistische Gespenst, das die Fäden zieht.

Es zeigt sich, dass westliche Regierungen unter dem Banner der Gleichheit und anderer politischer Ausreden ihre öffentliche Autorität benutzen, um die Interventionen zu verstärken. Sie erlassen sogar Gesetze, um dies zum Dauerzustand zu machen. Dieses Verhalten raubt den Marktwirtschaften ihre höchste Instanz: den freien Willen des Volkes. Der Staat erweitert im Wesentlichen seine Autorität über den freien Markt, um ihn in eine Kommandowirtschaft zu verwandeln. Langfristig führt das dazu, dass alle Aspekte der Wirtschaft und der Lebensgrundlagen der Bevölkerung unter öffentliche Kontrolle gelangen. Wirtschaftliche Mittel werden eingesetzt, um die politische Macht zu festigen und die Gesellschaft und ihre Bürger zu versklaven.

Mit einer Politik, die an der Oberfläche gutartig aussieht, aber die Wirtschaftsstruktur nach und nach in Richtung Zentralismus kippt, führt das Gespenst die Menschheit allmählich in den totalen Kommunismus.

c. Sozialistische Ökonomie führt zum kommunistischen Totalitarismus

Hohe Steuern, hohe Sozialhilfeleistungen und weit verbreitete staatliche Eingriffe sind eindeutige Merkmale des Sozialismus innerhalb des westlichen kapitalistischen Systems. So hat der Sozialismus grundsätzlich die gleiche Natur wie die Planwirtschaft, da beide die Autorität des Staates nutzen, um die Wirtschaft zu manipulieren. Der zugrunde liegende Glaube ist hier die Allmacht der Regierung, die Gott spielen darf.

Der einzige Unterschied zwischen dem starken staatlichen Interventionismus im Westen und den Planwirtschaften der kommunistischen Länder besteht derzeit darin, dass in freien Ländern das Gesetz und einige grundlegende Aspekte des kapitalistischen Systems die Menschen vor einer totalen Kontrolle der Regierung schützen.

Friedrich Hayek (1899-1992), der bekannte österreichische Ökonom und Philosoph, warnte vor staatlich kontrollierter Planung und Umverteilung des Reichtums. Sie führe unweigerlich zu einer Manipulation des Marktes und zur Entstehung von Totalitarismus – unabhängig davon, ob das System demokratisch sei oder nicht. Hayek glaubte, dass der in Europa und Nordamerika praktizierte Sozialismus sich zwar von Staatsbetrieben und Planwirtschaft unterschied, aber dennoch zum gleichen Ergebnis komme. Die Menschen würden ihre Freiheit und ihre Lebensgrundlagen ebenfalls verlieren, nur langsamer und indirekter. [22]

Wie bereits in diesem Buch erwähnt, sahen Marx, Engels und Lenin den Sozialismus als einen obligatorischen Schritt auf dem Weg zum Kommunismus. Ein Zug, der unterwegs an einem Bahnsteig hält, verändert seine ursprüngliche Fahrtrichtung nicht. Das Gespenst des Kommunismus ist die treibende Kraft hinter einem Land, das sich in Richtung Sozialismus bewegt. Wenn die Menschheit die Traditionen aufgibt, sei es im wirtschaftlichen Bereich oder in anderen Bereichen, und die kommunistische Ideologie akzeptiert, ist das Tempo der Entwicklung irrelevant. Früher oder später wird das Ziel erreicht.

Das Ziel am Ende dieses Weges ist nicht der Himmel auf Erden, sondern die Zerstörung der Menschheit. Tatsächlich geht es dem Teufel nicht um die Verwirklichung des „Himmels“, denn das ist nur ein Köder, um die Menschen in ihr Verderben zu locken.

Die Fortsetzung erscheint am 12. Dezember.

Quellen

[1] Karl Marx und Friedrich Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei“, Marx/Engels Ausgewählte Werke, Band 1 (Moskau: Progress-Verlag, 1969), S. 98-137.
[2] Max Galka, “The History of U.S. Government Spending, Revenue, and Debt (1790-2015)” (Die Geschichte der Ausgaben, Einnahmen und Schulden der US-Regierung), Metrocosm, 16. Februar 2016, http://metrocosm.com/history-of-us-taxes/
[3] „Die OECD-Steuersätze über Arbeitseinkommen gingen 2016 weiter langsam zurück“, so der OCED-Bericht. Report, http://www.oecd.org/newsroom/oecd-tax-rates-on-labour-income-continued-decreasing-slowly-in-2016.htm
[4] Kenneth Scheve und David Stasavage, Die Besteuerung der Reichen: Eine Geschichte der Steuergerechtigkeit in den Vereinigten Staaten und Europa (Kindle Standorte 930-931) (Princeton: Princeton University Press, Kindle Auflage).
[5] Rachel Sheffield und Robert Rector, „Der Krieg gegen die Armut nach 50 Jahren“, Bericht der Heritage Foundation, 15. September 2014, https://www.heritage.org/poverty-and-inequality/report/the-war-poverty-after-50-years.
[6] Ebd.
[7] Nima Sanandaji, skandinavische Ungewöhnlichkeit: Kultur, Märkte und das Scheitern des Dritte-Wege-Sozialismus (London: Institut für Wirtschaft, 2015), S. 132.
[8] Alexis de Tocqueville, Memoiren über Pauperismus, Übersetzer Seymour Drescher (Lancing, West Sussex, Großbritannien: Hartington Fine Arts Ltd, 1997).
[9] Ebd.
[10] “A National Sport No More,” The Economist,  3. November 2012. https://www.economist.com/europe/2012/11/03/a-national-sport-no-more.
[11] Martin Halla, Mario Lackner und Friedrich G. Schneider, „Eine empirische Analyse der Dynamik des Sozialstaates: Der Fall der Leistungsmoral“, Kyklos, 63:1 (2010), S. 55-74.
[12] Nicholas Kristof, „Vom Analphabetismus eines Kindes profitieren“, New York Times, 7. Dezember 2012. https://www.nytimes.com/2012/12/09/opinion/sunday/kristof-profiting-from-a-childs-illiteracy.html.
[13] Ebd.
[14] Alexis de Tocqueville, Memoiren über den Pauperismus, Übersetzer Seymour Drescher (Lancing, West Sussex, UK: Hartington Fine Arts Ltd, 1997).
[15] Nicholas Kristof, „Vom Analphabetismus eines Kindes profitieren“, New York Times, 7. Dezember 2012. https://www.nytimes.com/2012/12/09/opinion/sunday/kristof-profiting-from-a-childs-illiteracy.html. https://waysandmeans.house.gov/hearing-on-supplemental-security-income-benefits-for-children/
[16] Robert Rector, „Der Krieg gegen die Armut: 50 Jahre Misserfolg“, Bericht der Heritage Foundation, 23. September 2014. https://www.heritage.org/marriage-and-family/commentary/the-war-poverty-50-years-failure.
[17] U.S. Census Bureau, “Annual Social and Economic Supplements,” Current Population Survey, 1960 to 2016.
[18] Niskanen, A., „Wohlfahrt und die Kultur der Armut“, das Cato Journal, 16:1(1996).
[19] Walter E. Williams, “The True Black Tragedy: Illegitimacy Rate of Nearly 75%,” cnsnews.com, 19. Mai 2015. https://www.cnsnews.com/commentary/walter-e-williams/true-black-tragedy-illegitimacy-rate-nearly-75.
[20] “OECD Data,” https://data.oecd.org/gga/general-government-debt.htm.
[21] Thomas Winslow Hazlett, „Auf der Suche nach Ergebnissen: Ein Interview mit Ronald Coase“, Reason, (Januar 1997).  https://reason.com/archives/1997/01/01/looking-for-results.
[22] F. A. Hayek, Der Weg zur Leibeigenschaft (London: Routledge Press, 1944).

 

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/
Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Ein Ausblick auf die anderen Kapitel, die nach und nach ebenfalls hier veröffentlicht wurden und werden:

(0) Einführung
(1) Kap. 1: Strategien des Teufels zur Zerstörung der Menschheit – Teil 1 / Teil 2
(2) Kap. 2: „Ich will mich an dem Einen rächen, der dort oben regiert“ – Teil 1 / Teil 2
(3) Kap. 3: Der Kommunismus braucht einen Feind – wenn es keinen gibt, muss einer erfunden werden Link
(4) Kap. 4: Export der Revolution: Asien, Lateinamerka, Afrika, Europa – Teil 1, Teil 2
(5) Kap. 5: Europa ist in den Händen des Feindes, Offene und verdeckte Gewalt – Jedes Mittel ist erlaubt – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
(6) Kap. 6: Die heutigen Jugendlichen sind zu einer Generation ohne traditionelle Kultur geworden, Verdrehung und Zerstörung der Religionen Teil 1, Teil 2
(7) Kap. 7: Die Zerstörung der Familie, Feminismus, „sexuelle Befreiung“ – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
(8) Kap. 8: Politik, Die sozialistische Ideologie dominiert in Europa, Wohlfahrtssystem, Linke Politik, Liberalismus und Progressivismus und andere neue Varianten des Kommunismus – Teil 1, Teil 2, Teil 3
(9) Kap. 9: Der westliche Wohlfahrtsstaat: Hohe Steuern und zerstörerische Sozialpolitik, Die Wahrheit über Chinas wirtschaftlichen Aufstieg, Konsequenzen des chinesischen Wirtschaftsmodells, Die Verwüstungen des Sozialismus in den Entwicklungsländern, Sozialistische Ökonomie – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
(10) Recht und Gesetz
(11) Der Einfluss auf Kunst und Kultur, Umkehrung der traditionellen Ästhetik: Das Hässliche als Kunst, Perversion der Literatur
(12) Sabotage der Bildung und Kampf gegen die Klassiker
(13) Die Übernahme der Medien, der Filmindustrie (Hollywood) und des Fernsehen, Verantwortung in die Medien zurückbringen
(14) Partykultur, populäre Kultur, Woodstock, Rockmusik, Drogenmissbrauch, Pornographie, sexuelle Befreiung und Promiskuität, Homosexualität, die Hippie-Kultur, Videospiele, Online-Kultur und spirituelle Leere, die Kultur der Gewalt
(15) Islamischer Terrorismus, Ursprünge des Terrorismus, Sayyid Qutb: Der Marx des islamischen Extremismus, Unterstützung des Terrorismus durch die Kommunistische Partei Chinas, wie gewöhnliche Muslime geopfert werden, verborgene Allianz zwischen Terrorismus und der westlichen radikalen Linken …

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