Forscher mit verschiedenen Varianten Biodiesel im Labor.Foto: iStock

Mikroalgen für Biodiesel: Die besten Kandidaten bisher unberücksichtigt

Von 7. Dezember 2020 Aktualisiert: 7. Dezember 2020 14:18

Mikroalgen zählen als vielversprechende Energiequelle und könnten zukünftig fossile Brennstoffe ersetzen. Mikroalgen haben – beispielsweise gegenüber Raps – einen kürzeren Lebenszyklus und sie können in Umgebungen wachsen, die für die Landwirtschaft ungeeignet sind, so dass sie nicht mit Nahrungsmittelpflanzen um Ressourcen konkurrieren.

Forscher des Amerikanischen Instituts für Physik untersuchten neun Arten von Mikroalgen und stellten fest, dass die Kieselalgen H. coffeaeformis, Navicula cincta und N. gregaria die vielversprechendsten Arten für die Biodieselproduktion zu sein schienen.

Winzige Mikroalgen nur im Großversuch zu untersuchen

Trotz der Vorteile von Mikroalgen und vielversprechenden Verfahren wurden bislang relativ wenige Arten als Biodiesel-Rohstoff erforscht. Untersuchungen von Wachstumsrate, Produktivität und Zusammensetzung sowie die resultierende Qualität des Biodiesels erforderten mit konventionellen Methoden spezifische Ausrüstung hohe Kosten.

„Unsere Arbeit ermöglicht es, eine Analyse der Mikroalgen auf der Grundlage von Daten im Labormaßstab durchzuführen, ohne dass ein Experiment im Pilotmaßstab durchgeführt werden muss“, erklärt Lucas Martín im „Journal of Renewable and Sustainable Energy“.

Mit seinen Kollegen entwickelte er eine Methode, um unter Berücksichtigung biologischer, wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte die besten Mikroalgen für die Nutzung als Energiequelle auszuwählen.

Vielversprechend … unerforscht

„Das Überraschendste war jedoch die niedrige Punktzahl von Arten, die weithin für die Produktion von Biodiesel untersucht werden“. Eine dieser Arten, Chlorella vulgaris, gilt bisher als Favorit für Algen-Diesel.

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass viele Kieselalgenarten günstige Eigenschaften für eine nachhaltige Biotreibstoffproduktion aufweisen und robust gegen extreme Umweltbedingungen sind.

Diese Spezies habe, so Martin,  jedoch noch kein nennenswertes wissenschaftliches Interesse im Bereich der Bioenergie hervorgerufen. Ginge es nach den Forscher  desAmerikanischen Instituts für Physik sollte diese bei der Bioprospektion für die Biodieselproduktion an vorderster Front stehen.



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