EIKE in ARD-Beitrag „Klimareport“: Temperatur nicht nennenswert gestiegen – keine Beweise für menschengemachten Klimawandel

Von 14. December 2017 Aktualisiert: 17. Dezember 2017 7:41
"Brandschutz schützt GEGEN den Brand, und NICHT DEN Brand! (Brandschutztür). Wetterschutz schützt GEGEN das Wetter, und NICHT DAS Wetter! Und Klimaschutz?" Gastautor Michael Haarig aus Köln schaute sich am 9.11.2017 sehr genau den "Klimareport" der Tagesschau24 an. Seine Nachlese ist ernüchternd.

Auf den ARD-Beitrag habe ich mich eingelassen, weil in der Beschreibung eine Beschäftigung mit klimaskeptischen Argumenten angekündigt wurde. Da war ich gespannt! (Wohingegen im Untertitel der Griff zur Prophezeihung schon wieder ernüchternd wirkte: „… wie mit der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts umgegangen werden kann.“)

Das Jahrhundert hat gerade angefangen und die ARD weiß jetzt schon, was die größte Herausforderung ist?

So kam denn auch schnell die Ernüchterung, wandelte sich in Enttäuschung und schlug in ein Wütendsein um: Es war doch wieder so ein dümmlicher Propagandafilm mit Kindchenschema-Aufhängung an einem Huhn (vielleicht Repräsentant des Anspruchsniveaus der Zielgruppe?) und gutmenschlicher Vorzeigefamilie auf einem Gesundheitsstuhl und CO2-freundlichem Lastenfahrrad, die die fehlende kritische Auseinandersetzung ersetzte und auf Gefühlsduselei baute.

Gruselig gleich zu Anfang die Gegenüberstellung einiger Statements (wobei die aus einem Sinnzusammenhang herausgerissenen Aussagen zweier Skeptiker tatsächlich naiv wirkten, hier hat die Filmemacherin im Propagandaunterricht gut aufgepaßt) mit anscheinens unleugbaren Beweisen für den Klimawandel: tropische Wirbelstürme, die (ganz?) Amerika verwüsten, tagelang wütende Waldbrände in Südeuropa, Schlammlawinen, U-Bahnüberschwemmung, Hochwasser und sogar tauender Schnee! Und das Mem ist installiert: Katastrophenszenarien sind mit der belanglosen, weil universell gültigen Aussage verknüpft: Das Klima verändert sich!

  • Rhetorische Frage: Sind wir daran schuld?
  • Kompromißlose Expertise: Der menschliche Einfluß auf das Klimasystem ist ein klarer Punkt
  • Kindliche Verwunderung: Warum heizen wir dann immer noch mit Kohle?

Ich wollte schon abschalten…

Nach dieser Einleitung (in der auch die obligatorische Psychologin auftauchte mit bildhaftem Ausdruck dessen, was die Klimakatastrophe mit uns macht) hatte ich schon abschalten wollen. Ich hielt dem Produktionsteam zugute, daß es zum stilistischen Mittel der Übertreibung greift, um die sensationsverseuchten Zuschauer anzulocken.

Und ich wollte doch noch die versprochene Auseinandersetzung mit kritischen Positionen abwarten. Die hätte ja an diesem Punkt schon stattfinden müssen: Sogar diejenigen Metereologen, die einen menschengemachten Klimawandel unterstützen, sehen keine Zunahme an Wetterextremen und haben große Vorbehalte, diese in Zusammenhang mit Klimawandel zu bringen (siehe Link). Damit würde aber die gesamte Basis dieser Produktion kippen …

(Das Video des ARD Beitrags fanden wir noch auf Youtube)

Worin bestand nun die Auseinandersetzung?

Es gab eine sehr kurze Vorstellung des klimaskeptischen EIKE-Vereins.

Die komplexe Argumentation aller Skeptiker faßt der Sprecher des EIKE e.V. Michael Limburg in den Aussagen zusammen: „Die Temperatur ist nicht nennenswert gestiegen“ und es „ist nicht nachgewiesen, daß das Kohlendioxid, insbesondere das vom Menschen eingebrachte, einen erkennbaren oder gar meßbaren Einfluß auf die Temperaturentwicklung hat“.

Hier kommt die Autorin natürlich mit der Korrelationsgraphik CO2/Temperatur und suggeriert, daß EIKE sich für den ersten Teil seiner Aussage auf die Jahre ’98 bis ’12 bezieht und macht nun den Vorwurf, dass das Institut hier unzulässigerweise eine willkürlich kurze, deshalb nicht aussagekräftige Zeitspanne betrachtet. Stattdessen müsse man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum anschauen.

Je nach Zeitraum ist alles beweisbar

Und sie wählt geschickterweise eine Betrachtung ab 1880 (gleich auch mit der Beschwörung „Erderwärmung“ etikettiert), die einen kontinuierlichen Anstieg bis eben etwa 2000 zeigt.

Geschickterweise deshalb, weil damit nur der Zeitraum seit Ende der „kleinen Eiszeit“ gezeigt wird (das mit dem Beginn der Industrialisierung zusammenfällt, der man nun die Temperaturerhöhung wegen CO2-Ausstoßes in die Schuhe schieben kann), wobei seitdem die Temperaturen tatsächlich erst einmal ansteigen.

Ungeschickt wäre es, die Begrenzung des Betrachtungszeitraumes von 1880 stattdessen um weitere 50 Jahre zurück zu verlegen. Da zeigt die Temperaturentwicklung um 1850 herum (auf einem niedrigeren Niveau) einen schnelleren Anstieg, als den der aktuellen Temperaturen, und das würde ein später im Beitrag gezeigtes beliebtes Argument der Alarmisten relativieren, nämlich den einzigartig schnellen Anstieg in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden (siehe Video, ab 19:30).

Grönland war ehemals das Grünland der Wikinger

Noch ungeschickter dagegen wäre es – diesmal bzgl. der Höhe des Temperaturniveaus – den Zeitraum nochmals um 1000 Jahre nach hinten zu verschieben, dann sähen wir, dass es da während der mittelalterlichen Warmzeit, Höhepunkt etwa 1200AD, als die Wikinger Grö/ü(!)nland kultivierten, schon einmal einen deutlichen Anstieg der Temperatur gab, und gar auf einen Wert, der mindestens dem heutigen Niveau entspricht – eher deutlich höher lag (siehe hier und Video, ab 1:47:40).

Danach fiel die Temperatur während der kleinen Eiszeit, aus der sie sich bis heute erholt. Und diese Erholung, das zeigt der Vergleich mit den während der letzten Jahrhunderte aufgetretenen Temperatur-Auf und Abs, hat sie kein auffallendes Tempo! (siehe Video, ab 17:30)

Noch weiter zurück: Binnen 20 Jahren stieg die Temperatur um 6 Grad

Und geht man gar noch weiter zurück, um etwa 5000 Jahre, kommt man ins holozäne Temperaturmaximum, das einiges höher lag als heute. Und hier darf ich (sogar) Wikipedia zitieren: „Diese Tundrenzeit endete etwa 9640 v. Chr. mit einer extrem schnellen Wiedererwärmung zum Präboreal, dem ersten Abschnitt des Holozäns. Innerhalb von nur 20 bis 40 Jahren stiegen die Durchschnittstemperaturen auf der Nordhalbkugel um sechs Grad Celsius.“ (siehe Wikipedia, im Abschnitt Altholozän)

Dies ist eine deutliche Widerlegung des Argumentes vom „einzigartig schnellen Anstieg“ der globalen Temperatur innerhalb unserer letzten anderthalb Jahrhunderte um das allgemein anerkannte 1,0°C!

Durchschnittstemperatur der Erde bei 14,8 grad – völlig normal

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Wenden wir uns dem (anderen) Ende zu (alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! Und uns sollte ein derart aufgemachter Graph Wurst sein…). Jetzt nach 2012, wo die Angststarre der Erde wegen Mayakalender – und die mit deren kalten Füßen verbundenen Temperaturstagnation – vorbei ist. wird es also wieder wärmer.

Aber wohin? Und hier fällt der gleiche Schmuh auf, mit dem auch im Morgenmagazin des ZDF vom 10.11. der Zuschauer getäuscht wurde: Zwar ist die Beschwörungsformel „Erderwärmung“ an den Graphen geheftet, aber es sind keine Absoluttemperaturen ausgewiesen!

Der Zuschauer erfährt also nicht, daß sich die mittlere globale Jahrestemperatur 2016 bei 14,8°C befindet und somit immer noch unter der Betriebstemperatur der Erde von 15°C, die sich nach offizieller Klimaforschung aus dem natürlichen Treibhauseffekt errechnet. Also noch alles im grünen (und eben nicht im GRÜNEN) Bereich. (Und nochmal: Von einer globalen Durchschnittstemperatur zu sprechen ist im Grunde so sinnvoll wie die Durchschnittstelefonnummer einer Großstadt!)

Deshalb schrieb ich etwas weiter oben bewußt „erholen“ (im Gegensatz zum Beispiel zu SPIEGEL online, der diesen Anstieg gar als Fieberkurve bezeichnet, und das in Verbindung mit dem Verlassen der kleinen Eiszeit!): Stellen Sie sich vor, Ihr Körper unterkühlt sich auf 35°C oder weniger, dann ist es doch selbstverständlich und gesund, Normaltemperatur zu regenerieren. Ist das Fieber? Never!

Ein Großteil der Schöpfung ist sicherlich froh, aus dem gezeigten Niveau – das die ARD willkürlich mit einem 0° kennzeichnet, und das etwas über dem Tiefpunkt der letzten Eiszeit liegt – rauszukommen. Diese Freude läßt sich jedoch nicht aus der populistisch und manipulativ aufgemachten Kurve der Autorin (die hat sie ja aus offizieller Klimapolitik) entnehmen!

Im Morgenmagazin des ZDF vom 10.11. sollte mit der gleichen Graphik auch wieder die AfD mit ihrer Klimaskepsis demontiert werden. An diese richtete ein Jahr zuvor der WWF-Aktivist Dirk Steffens vom ZDF mal den „Lügen-Vorwurf durch Weglassen/Ausblenden“ (Video): Lügner? Das sind die anderen!… (sehr lesbarer Beitrag im Klimamanifest von Heiligenroth).

Nach 1950 fielen die Temperaturen

Verschwiegen werden auch die rückläufigen Temperaturen ab den 1950er Jahren (siehe Video, 15:00), weswegen bis in die 80er ja noch mit ähnlich medialer Hysterie eine neue Eiszeit beschworen wurde (siehe Link) und weswegen Michael Mann, Vater des legendären „Hockeyschlägers“ (1999 veröffentlicht, im dritten IPCC-Bericht 2001 aufgenommen und durch Al Gores „unbequeme Wahrheit“ 2006 weltbekannt geworden) mit einem „Trick“ (Begriff aus den im Climategate 2009 gehackten Emails), diesen Temperaturknick aus seinem Graphen ausbügelte.

So wird ihm auch Manipulation noch früherer Daten vorgeworfen, mit denen er die kleine Eiszeit und die mittelalterliche Warmzeit nivellierte (wodurch er eben die Assoziation eines Hockeyschlägers erhielt).

Indirekt deswegen muss er sich (wie schon öfter) nun wieder vor Gericht verantworten, siehe Link. Auch die Stellungnahme von 2009, des noch zu Wort kommenden Befürworters Mojib Latif, wird nicht erwähnt, weil sie einfache Gemüter irritieren könnte. Er selber hat damals gesagt, daß wir uns für die nächsten 20, 25 Jahre auf eine Abkühlung einstellen müssen… (aber der Erwärmungstrend selbstverständlich weiter gehe).

Und damit seine Prognose von 2000 „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“ (Link) revidieren mußte; Beispiel für ein beständiges Nachjustieren vergangener Klima “prognosen“.

Auf die Kritik des CO2-Einfluss wird nicht eingegangen

Gar nicht eingegangen wird auf EIKEs zweite Aussage bzgl. Nachweis des CO2-Einflusses. Hier reicht dem Beitrag die Korrelationsbeziehung CO2/Temperatur als Beweis aus.

Die Autorin schaut sich nicht die überzeugendere Korrelation zwischen der Sonnenaktivität und der Temperatur an (Link). Oder fragt sich und den Zuschauer, wie bedeutend die anthropogenen Emissionen denn sein können, wenn sie nur ein dreißigstel der natürlichen Eintragungen, die wir nicht kontrollieren können, ausmachen (Mensch 5, Natur 150GtC/a – Milliarde Tonnen Kohlenstoff pro Jahr).

Zudem ist es verwunderlich, daß trotz einer Verdreifachung der anthropogenen Emissionen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe (ab 2002) der jährliche Gesamteintrag an CO2 (also menschliches und natürliches zusammen) in die Atmosphäre nicht gestiegen, sondern nach Prof. Murry Salby konstant geblieben ist bei 2,1ppmVolumenanteile/a (Link)

Wie stark ist denn der Einfluss des CO2 auf die Temperatur?

Zudem ist die sogenannte Klimasensitivität elementar wichtig – die Größe, die beschreibt, wie stark der Einfluss des CO2s auf die Temperatur ist. Man gibt sie, einfach ausgedrückt, an in der Temperaturerhöhung bei einer Verdopplung der CO2-Konzentration der Luft.

Hier wäre auch angebracht, den Unterschied zwischen CO2-Emission, CO2-Gehalt und CO2-Konzentration mal darzustellen. Denn trotz steigender Emission kann die Konzentration auch sinken! Video.

Das IPCC, das zwischenstaatliche Gremium zum Klimawandel, nimmt als Klimasensitivität des CO2 einen Anstieg der Temperatur von 1,5 – 4,5°C an. Dieses Ergebnis wird von anderen Studien kritisiert (Spencer und Braswell; Lindtzen und Choi; Harde; Lewis und Croc; Lewis und Curry), die Werte von etwa 0,5 – 1,3°C finden.

Die hohen Werte des IPCC ergeben sich aus Klimamodellen, die niedrigen aus empirischen Daten.“

Und erst die hohen Werte können zu den bedrohlichen Konsequenzen des hohen Temperaturanstiegs führen. Geht man von einem niedrigen Wert aus, so verflüchtigt sich das CO2-Problem!

Dietze errechnet bei einer Sensitivität von 0,6°C einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur um ein halbes Grad, wenn wir die gesamten fossilen Energieträger durch den Schornstein/Auspuff schicken! Link Dieser Wert der Klimasensitivität sollte also noch fundiert diskutiert werden, bevor er milliardenschwere Ausgaben und alle möglichen Restriktionen legitimiert und legalisiert!

All dies muss komplett ausgeblendet werden – es könnte irritieren

All das muss natürlich komplett ausgeblendet werden, weil dieses eine so nette Hühnerhalterfamilie irritieren würde. (Welche Haustiere darf man sich denn CO2 mäßig noch halten? Die Bilanz aller US amerikanischen Hunde und Katzen entspricht der von 13 Mio fahrenden Autos… Link ).

Die braucht sachliche Betrachtungen auf dem Niveau, wie es nun weitergeht: da werden Standpunkte wie der des EIKE-Institutes einfach als unwissenschaftliche Thesen und deshalb als gefährlich bezeichnet.

Und die Mediensirene Mojib Latif darf dann ein weiteres Mal eben dieses entstellte Argument der kurzen Zeitbetrachtung bedienen und nölt (nachdem er die Kritiker mit der Bezeichnung „Scheinargumente“ auch erst einmal in die Ecke der Unwissenschaftlichkeit stellt, im Sinne von: Dilettanten? Das sind die anderen…): Wenn man aber den Betrachtungszeitraum lang genug mache, stelle man eine deutliche Korrelation zwischen CO2 und Erwärmung fest!

Warum fragt der Beitrag jetzt nicht, warum über Jahrmillionen die Korrelation aber so aussah, daß ein Temperaturanstieg dem CO2-Anstieg vorausging? Oder warum eben keine Korrelation (s.o. Nachkriegszeit und Jahre nach ’98) zu sehen ist.

Besucht man die umfangreiche Seite des EIKE bleibt die Gewissheit, dass die Filmemacherin ein wahrscheinlich längeres Interview auf einzig diesen Punkt der kurzen Zeitspanne reduziert hat, um eine entstellte Aussage präsentieren zu können, die sie dann billig widerlegen kann. Das ist öffentlich rechtlicher „Journalismus“…

Eine scheinbare Korrelation, mehr nicht

Und überhaupt: Auch wenn Latif es mit seinen Bemühungen schafft, eine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur festzustellen, belegt das ja noch keine Kausalität! Eine Korrelation ist die notwendige Voraussetzung für einen kausalen Zusammenhang, aber noch keine hinreichende Bedingung! Wenn es keine Korrelation gibt, gibt es keine Kausalität. Wenn es Korrelation gibt, muß Kausalität noch bewiesen werden!

Deswegen gibt es in der Statistik den Begriff Scheinkorrelation: „Eine Korrelation zwischen zwei Merkmalen X und Y bedeutet noch nicht, dass Y ein Verursacher von X ist (oder X ein Verursacher von Y). Dieses Phänomen nennt man Scheinkorrelation.“

Wenn also CO2 einen Temperaturanstieg verursacht, liegt eine Kausalität vor, und dann natürlich auch eine Korrelation. Wenn CO2 keinen Temperaturanstieg erzeugt, ist die Korrelation eine Scheinkorrelation.

Insofern ist Latifs Gebrauch unsauber, weil unwissend über diesen Unterschied, oder unsauber, weil manipulativ. Wenn er sicher wäre, daß CO2 den Temperaturanstieg verursacht, gäbe es doch eine Kausalität und er bräuchte nicht das schwächere Wort Korrelation zu nennen.

Wenn es aber keinen Kausalzusammenhang von CO2 zur Temperatur gibt, darf er ohne zu lügen „Kausalität“ nicht bemühen (was aber bei all dem Zeugs, was er verzapft, auch nichts mehr ausmacht), sondern er müsste „Scheinkorrelation“ verwenden. Da dieser Begriff keine Überzeugungskraft ausstrahlt, bedient Latif sich der „Korrelation“, was beim Durchschnittszuschauer einer „Kausalität“ gleichkommt (wie dieser ja auch die Begriffe Prognosen und Szenarien seltenst differenziert oder CO2-Emission, -gehalt und -konzentration).

DWD-Daten sind bei langen Reihen unbrauchbar: Die Mess-Standorte haben sich verändert

Und zu seiner Aussage der drei wärmsten Jahre `14,`15,`16 seit Beginn der Messungen zitiere ich einen Leserkommentar zu einem Bericht über die Aussagekraft von Temperaturschilderungen als Ergebnis komplexer, statistischer, aber dennoch Modelle:

„Wie haben sich die Maitemperaturen nun tatsächlich entwickelt und wo sind die letzten drei Maienjahre in einer Bundesligatabelle der letzen 200 Jahre einzuordnen? Um das beantworten zu können sind die DWD-Werte unbrauchbar, denn die [Meß]Stationen standen vor 200 Jahren an ganz anderen Plätzen in einem ganz anderen Deutschland. Da hilft nur der Blick auf eine Einzelstation, die sich kaum verändert haben darf. Der Hohenpeißenberg wäre so eine. Ergebnis: Die letzten drei Maienjahre wären sogar aus der 2.ten Bundesliga in die 3.Liga abgestiegen.“ (Übersetzung und Kommentar)

Und nochmal: Erinnert sich Latif nicht mehr an sein eigenes Orakeln zur bevorstehenden Abkühlung? Wat denn nu?

Mehr CO2 bedeutet besseres Pflanzenwachstum

Als zweiten Beitrag eines Skeptikers durfte ein CDUler von verkürzten Schiffahrtsrouten wegen Eisschmelze schwärmen, was geschickt befremdlich wirken durfte. Hier wäre als Vorzug eines Anwachsens der CO2-Konzentration vielmehr die positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum zu erwähnen (Video, ab 30:00)

Dann wird wieder auf dem ansteigenden Meeresspiegel herumgeritten, der ja als wichtigstes Menetekel herhalten muß. Hier werden ozeanographische Weisheiten unterschlagen, wie dass es „den“ Meeresspiegel gar nicht gibt. Akzeptabel im Hinblick auf Vereinfachung.

Doch zumindest sollte erwähnt werden, dass es Skeptik bis Ablehnung zum Meeresspiegelanstieg gibt, die aus Pegelmessungen erwachsen (Moerner 2010), die Satellitendaten, die einen jährlichen Anstieg von 3mm begründen, nicht bestätigen. So daß ein IPCC-Insider zitiert werden könnte, daß arithmetische Anpassungen bei den Satellitendaten vorgenommen wurden, um wenigstens irgendeinen Trend zu zeigen.

Siehe auch:

Oder einfach der eines an der Ostsee aufgewachsenen Professors, der seine Kindheitserinnerung mit heutigem Erleben vergleicht: Ostseeküste Ahlbeck/Usedom: Bilder des Restaurants „Ahlbecker Seebrücke“ aus 1950 und 1995 zeigen einen klaren Rückgang des Meeresspiegels (Video, 21:00)

Tränendrüsendruck

Und wieder müssen Wetterextreme herhalten in Bild und Wort: „Überall hinterlassen Wetterextreme Verwüstung!“ Wunderbar tautologische Einsicht: Wetterextreme heißen ja gerade so, weil sie verwüsten! Anhand der beeindruckenden Bilder muß man über Tränendrüsendruck doch auch festgefahrene Skeptiker endlich überzeugen können!

So wie die Musterfamilie, deren „Leben nun durch ein (klimawandelverwirrtes) Huhn auf den Kopf gestellt“, einen Katastrophentourismus anfängt, um sich an ausgesuchten Stellen vom Klimawandel zu überzeugen. Das Geld reichte aber wohl nicht aus, um die Antarktis zu besuchen, wo man feststellen kann, daß die Eismasse beständig zunimmt.

Oder gar die Arktis, die ja einer der beliebten Vorzeigezeugen für die AGW (anthropogenetic global warming) ist… Ist die Reise dorthin im unerwarteten Eis steckengeblieben wie bei der Exkursion im letzten Jahr? Und die widersprechenden Bilder verschubladet man? Legt sie zu denen, auf denen die ergrünende Sahelzone so gar nicht zu den Katastrophenmeldungen paßt?

„Mit Beginn des Industriezeitalters wurde der Wandel immer schneller. Der Hauptverursacher ist der Mensch. Das belegt die „Wissenschaft“. (Welche? Die mit der Glaskugel? Bzw. heute mit dem Joy-Stick…?) Und 74% der Deutschen folgen ihr.“ (eigene! Studie)

74 Prozent sind nicht alle

Ja, so funktioniert das! Wie sollen sich diese 74% denn auch anders informieren, wenn sie solchen Journalismus vorgesetzt kriegen und verinnerlichen, weil sie leider immer noch dem öffentlich rechtlichen Rundfunk so viel Vertrauen schenken. Geht mal nach USAmerika, da ist die Quote ziemlich anders – weil alle von der Öl- und Tabakindustrie gekauft sind?… Dann sind die hiesigen Befürworter alle von der Atomindustrie gekauft! (Klimamanifest, Kritik 4) Und von den Erneuerbaren?

Wie kann die Autorin sagen, daß Klimaschutz im Interesse aller ist, wenn nur 74% folgen. Vielleicht sehen die anderen 26% ein, daß der Mensch Klima gar nicht schützen muß, ja gar nicht kann!?

Auch das „aller“ in „Klimaforscher aller Länder fordern Ausstieg aus der Kohle“ soll eine Einheitsfront suggerieren, die es so nicht gibt, weil längst nicht jeder Klimaforscher die Klimakatastrophenposition unterstützt und aus diesem Grunde nicht unbedingt gegen die Kohle ist. Wenn aus allen Ländern jeweils nur ein Forscher dafür stimmt, erfüllt es die Aussage – und ist verschwindend unbedeutend…

Natürlich darf die AfD als Klimaverräter nicht fehlen

Der Begriff „Verschwörungstheorie“ darf nicht fehlen, die obligatorische Psychologin hatte ich schon erwähnt, ziemlich nichtssagend und überflüssig. Und natürlich: Der Haupt-Bösmenschen muß auch erinnert werden, der AfD als Partei, die die Klimaleugnung gar im Wahlprogramm führt! (Übrigens auch die Abschaffung der GEZ-Gebühren, was allen Beteiligten der Produktion ein viel größerer Dorn im Auge sein dürfte).

AfD als Klimaverräter – da zählt man sich doch schon freiwillig zu den AGWlern! (ich möchte positiv anmerken, daß die Autorin nicht auch gleich die Diffamierung mittels „rechtspopulistisch“ ausgepackt hat…, Danke auch von einem Nicht-AfD-Fan)

Bezeichnend ist, daß Latif in einer Stellungnahme zu climategate (dem Hacken von Emails, die 2009 und 2011 einige kompromittierende Inhalte der Klimaalarmisten zutage förderten) zugibt (leider nicht in dem ARD-Beitrag!), daß „Fachzeitschriften einen Hang haben, nur Dinge zu veröffentlichen, die spektakulär sind. Das verleitet Wissenschaftler… dazu, ihre Resultate so spektakulär wie möglich zu beschreiben, weil dies… auch in der Forschungsförderung honoriert wird.“ (Video ab 2:30, einen harscheren Bericht zum Climategate hier: Video)

Die Aufmachung des ARD-Beitrags bildet das journalistische Pendant…

Auch die armen Flüchtlingsbilder …

…in dem natürlich herzzerreißende Flüchtlingsbilder nicht fehlen dürfen! Auf die dargestellten Konsequenzen aus dem beschworenen Klimawandel für Mensch, Wirtschaft und Politik gehe ich wegen fehlenden Beweises für anthropogenen Klimawandel nicht ein.

Und wenn die Vorzeigemutter wütend wird darüber, dass angesichts des „kurzen, verbleibenden Zeitfensters“ nichts getan wird, so werde ich wütend über so viel Naivität und Ignoranz, Falschdarstellung und Manipulation!

Latif durfte ja gleich eingangs die Aussagen der Skeptiker als „Argumente für Dumme“ bezeichnen. Ich hoffe, daß ich klar machen konnte, daß dieser „Klimareport“ (schon der Name ist in Anlehnung an die einflussreichen 5-jährigen IPCC-Berichte eine etwas größenwahnsinnige Anmaßung, auf jeden Fall mit diesem Inhalt) ein Beitrag für Dumme ist.

Insgesamt hat die angekündigte Beschäftigung dieses Werkes mit den klimaskeptischen Positionen nur eine dümmliche Alibifunktion. Es ist ergebnisorientiert angelegt und trieft vor populistischer Aufmachung, dümpelt in Gutmenschenmanier und vernebelt mit Moralität. Das Mantra menschengemachter Klimawandelkatastrophe wird als heiliger Katechismus durch die Gebetsmühle gedreht und weiterhin in die Köpfe getrieben… Du sollst kein anderes Mem neben mir haben! (Peter Heller schrieb eine pfiffig an die zehn Gebote angelehnte Klimakritik)

Wenn man es ernst hätte nehmen wollen mit einem aufklärenden Klimareport, der den Namen verdient, hätte man eine Schnittstelle ausarbeiten können, deren zwei „Beteiligte“ im Beitrag schon erwähnt wurden: Das EIKE-Institut und die AfD.

Der dritte wichtige Mitwirkende wäre der Blog klimafakten.de, der sich als Lobbyverein für die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel versteht und den ich ob seiner Ambitioniertheit und nicht von der Hand zu weisenden Qualifizierung respektiere. Er bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Positionen der AfD zum Klimawandel und bildet somit die Antithese zur These.

EIKE wiederum befasst sich im einzelnen kritisch mit jeder dieser kf-Antithesen und kommt in der „Synthese“ dazu, die Thesen der AfD (stellvertretend für die Klimaskeptiker) zu verifizieren. (Link)

Das ist doch mal eine Dialektik! Die Debunker debunken…

Seit ich mich selber informiere und wegen der Unglaubwürdigkeit der Massenmedien seriöse und qualitativ gute Quellen selber finden muss, habe ich eine gewisse Allergie gegen diese Ar(d)t der „Informations“-vermittlung entwickelt.

Es verhält sich so, wie Norbert Häring das in seiner Rezension eines Plusminus-Beitrags zu TTIP schon beschrieben hat Link, ein anderes Beispiel mit einer Rezension zu einem Deutschlandfunkbeitrag, wieder zum Klimawandel, bietet der Blog Kalte Sonne. Es wird mehr oder weniger subtil manipuliert!

Ich erlebe dies als Infiltration, auch wenn ich glauben kann, daß die Autorin von ihrer Arbeit überzeugt ist – ich hoffe, dass sie es nicht ist, sondern dass der Broterwerb sie zu dieser Darstellung zwingt – wes Brot ich ess‘… Überzeugt kann sie nur sein, weil sie sehr schlecht recherchiert. Wenn man sich gerade auch die Skandale bei den Klimaalarmisten anschaut (Skandal 1 und Skandal 2 ), erhält man genügend Startenergie (auch als wohlgesonnener Umweltschützer), sich einen Skeptizismus anzueignen.

Und das Schweigen der Massenmedien darüber wirkt noch als Brandbeschleuniger!

Klimahysterie führt zum Konflikt zwischen Umwelt- und Naturschutz

Und Skepsis ist schon deshalb angebracht, weil es mit der Klimahysterie nun z.B. zum Konflikt zwischen Umwelt- und Naturschutz kommt, siehe Windkraftanlagen. Der forcierte Ausbau der Windräder unter vermeintlichem Klimaschutzdeckmantel vernichtet nun immer mehr schützenswerten und schon naturgeschützen Wald, der einen Beitrag zum Naturschutz darstellt.

Stellte sich nun heraus, daß die Klimaprognosen überzogen sind, lösten sich eine Menge Konflikte in (CO2-neutrale) Luft auf.

Auch bei einem Vorsorgeprinzip im Falle eines „Aber falls doch“ bleibt die Frage, ob die für einen „Klimaschutz“ eingesetzten immensen Summen und Energien nicht besser in wissenschaftlich belegten Umweltschutz wie Artenschutz, Luft- und Wasserreinigung… angelegt sind.

„Bis 2050 müssten jährlich 270 Milliarden Euro in den Abbau des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gesteckt werden, hieß es in einem Entwurf des Fahrplans der EU-Kommission zum Klimaschutz“ (Link). Diese Gelder fehlen dann woanders.

Durch die Klimapolitik wird das Weltvermögen umverteilt

Das Schockierende ist, daß dies den Entscheidungsträgern anscheinend egal ist. Und deshalb den Medien. Dass es, wie man vermuten muss, wenn man diese Scharlatanerie kritisch betrachtet, gar nicht um Klimaschutz als Umweltschutz geht!

Wie bekennt der Chefökonom beim PIK, der IPCC-Vize und Leitautor Prof. Edenhofer, dass der anthropogene Klimawandel nur ein Vorwand ist, die Umverteilung von reich nach arm in der Welt zu organisieren: Otmar Edenhofer in einem NZZ Interview vom 14.11.10.:

„Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.“

Und dass es dabei nicht um das Vermögen der Schwer- und Superreichen geht, ist klar. Da will der Gesetzgeber ja nicht ran!

Deshalb ist es doch notwendig, die Ideologie aus der Wissenschaft und vor allem aus der Berichterstattung rauszuholen und sachorientierte Auseinandersetzung zu fördern.

Aus dem Grund habe ich hier die existenten klimaskeptischen Positionen so deutlich dargestellt. Ihnen sollte auch massenmedial ein gleichgewichtiges Forum eingeräumt werden.

Wie wir am fiktiven „Streitgespräch“ von der AfD über klimafakten.de zu EIKE sehen können, ist Wissenschaft noch längst nicht „settled“, wie es ja vielverschwurbelnd von den Alarmisten verkündet wird (und genauso ist auch der immer wieder kolportierte 97%-Konsens zur AGW ein Fake… siehe auch hier). Jedenfalls nicht für die Ergebnisse ihrer Studien.

Im Gegenteil: Durch rastlose Kritik der Skeptiker mussten sie ständig ihre Computermodelle nachbessern, als Prognosen verstandene Szenarien abschwächen und Aussagen zurücknehmen. Das ist der Kern wissenschaftlichen Ringens. Nur sollte er medial auch dargestellt und mit gleichverteilten Mitteln gefördert werden.

Ich schließe mit einer Aussage, die sogar der Vatikan des Klimawandels, der IPCC, schon in seinem dritten Bericht 2001 zu bedenken gibt:

In der Klimaforschung und -modellierung sollten wir erkennen, daß es sich um ein gekoppeltes nichtlineares chaotisches System handelt und daher die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist.“

Deshalb:

Brandschutz schützt GEGEN den Brand, und NICHT DEN Brand! (Brandschutztür)

Wetterschutz schützt GEGEN das Wetter, und NICHT DAS Wetter! (Wetterschutzhütte)

Klimaschutz …

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung der Epoch Times oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

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