100 Jahre Kommunistische Partei Chinas: Geschichte der Verbrechen in Tibet

Epoch Times1. Juli 2021

Am 1. Juli feiert die Kommunistischen Partei Chinas (KPC) den 100. Jahrestag ihrer Gründung. Die International Campaign for Tibet (ICT) nimmt dies zum Anlass, der vielen Opfer der Politik der KP Chinas in Tibet zu gedenken.

„Der 1. Juli 2021 ist kein Tag zum Feiern, und für die Tibeter gilt dies in ganz besonderem Maß. Seit der militärischen Besetzung Tibets ist die KP Chinas dort für zahlreiche schwere Verbrechen verantwortlich“, sagt ICT-Geschäftsführer Kai Müller.

Hunderttausende Tibeterinnen und Tibeter seien getötet worden, „ob 1959 beim tibetischen Volksaufstand, oder bereits in den Jahren zuvor, als Peking das de facto unabhängige Tibet unterwarf, oder später während der sogenannten ‚Kulturrevolution‘,“ beklagt Müller die blutige Geschichte der kommunistischen Partei.

Er sagt, die Verbrechen würden sich bis heute fortsetzen und sich im totalitären Anspruch einer Politik, die die Tibeter unter Zwang „sinisieren“ will, äußern. Diese sollten sich der chinesischen Kultur assimilieren und der Herrschaft der KPC unterwerfen, die sie auf diese Weise von ihrer Kultur und Religion trennen wolle.

Müller sagt: „Wer widerspricht, wird verfolgt, muss mit Folter rechnen und um sein Leben fürchten. Mit kolonialer Attitüde und rassistischen Untertönen werden Tibeter indes zu Handlangern der Politik Pekings degradiert. In deren Konzept dürfen sie etwa Hotels betreiben und eine bunte Kulisse für KP-Propaganda abgeben, oder sie werden in sogenannten Arbeitsprogrammen auf ihren Einsatz für den vermeintlichen Fortschritt à la KP vorbereitet. Selbstbestimmt darüber entscheiden, wie sie leben, wie sie ihre Religion praktizieren oder ihre Sprache sprechen wollen, dürfen sie nicht.“

Die internationale und gerade die deutsche Politik müsse auch anhand der Lage in Tibet erkennen, dass die Kommunistische Partei Chinas einen aggressiven Kurs verfolgt, der sich längst nicht mehr nur nach innen richtet. Die KP Chinas führe einen „Kalten Krieg“ gegen Tibeter, Uiguren, Mongolen und gegen alle, die sich dem Herrschaftsanspruch der Partei widersetzen. „Sie lehnt mit Nachdruck universelle Werte ab und hat diese nochmals 2012 unter Xi Jinping explizit als Bedrohung erklärt“, so der ICT-Geschäftsführer.

Die nächste Bundesregierung sollte mit großem Nachdruck für die Rechte der Tibeter eintreten und den Mittleren Weg des Dalai Lama unterstützen. Wenn die KP Chinas ihre Politik in Tibet weiterführe wie bisher, müsse dies Konsequenzen haben, betont der Menschenrechtler.

„Die verhärtete Position der Partei in Tibet ist auch Ergebnis westlicher Beschwichtigungen, hinter denen, kaum verhohlen, kurzsichtige wirtschaftliche Interessen stehen. Das muss sich ändern, denn eine Fortführung dieser Politik widerspräche auch dem langfristigen Eigeninteresse Deutschlands und Europas“, so Müller abschließend. (pm/oz)



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