Coronavirus als Waffe: China droht USA mit möglichem Exportstopp für Arzneimittel-Grundstoffe

Von 14. März 2020 Aktualisiert: 15. März 2020 9:08
Christian Whiton, der sowohl die Regierung von George W. Bush als auch die von Donald Trump beraten hat, warnt: Die Arzneimittel-Industrie der USA ist vom Import von Grundstoffen aus China abhängig. Das Regime könnte das Coronavirus so zur Erpressung nutzen.

Die Kommunistische Partei Chinas droht implizit, die Coronavirus-Pandemie zu nutzen, um die USA zu politischen Zugeständnissen zu erpressen. In einem Artikel für die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit dem Titel „Nur Mut: Die Welt schuldet China ein Dankeschön“ heißt es, die USA würden „in das mächtige Meer des Coronavirus geworfen“, würde Peking Exportrestriktionen auf Arzneimittel und pharmazeutische Erzeugnisse verhängen.

Diese indirekte Drohung sei unbedingt ernst zu nehmen, ist Christian Whiton überzeugt, der als Regierungsberater sowohl in der Regierung des Ex-Präsidenten George W. Bush als auch jener des Amtsinhabers Donald Trump gedient hat. Whiton ist auch Autor des Buches „Smart Power: Between Diplomacy and War”.

Coronavirus macht Versäumnisse sichtbar

In einem Beitrag für das Magazin „National Interest“ weist Whiton darauf hin, dass die Handelspolitik gegenüber dem Regime in Peking, wie sie unter dem Banner der Integration Chinas in den globalen Freihandel jahrelang betrieben worden sei, Amerika verwundbar gemacht habe.

Bereits im Sommer des Vorjahres hatte Rosemary Gibson, Autorin des Buchs „China Rx: Exposing the Risks of America’s Dependence on China for Medicine”, vor einer Kommission des US-Kongresses angesprochen, dass China weltweit eine dominante Rolle in der Herstellung von 90 Prozent jener generischer Präparate habe, die in den USA verabreicht würden. Zudem kommen bis zu 80 Prozent der pharmazeutischen Grundstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln, die von den USA importiert werden, aus China.

Auch wenn die USA mittlerweile zunehmend alternative Bezugsquellen wie Indien nutze, seien auch dort 80 Prozent der verwendeten Grundstoffe aus China importiert. Demgegenüber hätten die letzte Anlage zur Fermentierung von Penicillin in den USA sowie die letzte Einrichtung zur Herstellung von Aspirin in der Ära Bill Clinton schließen müssen.

Zuvor hatte die damalige US-Regierung Peking unbegrenzten Zugang zu den US-Märkten und die Mitgliedschaft in der WTO ermöglicht. Durch Kartellbildung und mit Dumpingpreisen habe dieses die US-Hersteller anschließend in den Ruin getrieben.

China erkämpfte Führung auf Arzneimittel-Markt mit unfairen Praktiken

Die KP Chinas habe seine bewährten Praktiken zum Einsatz gebracht, um die Welt von seinen Arzneiprodukten und Grundstoffen abhängig zu machen: Protektionswirtschaft und Subventionen zugunsten eigener Anbieter, um Billigstangebote zu ermöglichen – ergänzt um Industriespionage. Biotechnologie gehöre zu den zehn Hauptaugenmerken der „Made in China 2025“-Strategie, die genau auf diesen Säulen beruhe.

Vor allem die Regierung unter Barack Obama und dem designierten künftigen Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, habe nach Einschätzung Whitons durch eine blauäugige Politik gegenüber Peking dessen Strategien breiten Erfolg ermöglicht.

Die US-Regierung sei damals davon ausgegangen, dass die Öffnung gegenüber China und dessen noch stärkere internationale Einbindung, auch unter dem Banner des Freihandels, den USA selbst Einfluss auf die Kommunisten geben würde. Biden hatte noch im Vorjahr über die Kommunistische Partei gesagt, China sei „keine Konkurrenz für uns“ und man habe es dort „mit keinen schlechten Leuten“ zu tun.

Auch die Bush-Regierung habe, so Whiton, zu wenig auf seine Warnungen gehört und gedacht, die Intensivierung der Handelsbeziehungen würde zu Reformen in China führen und den Rivalen zum Verbündeten machen.

Gesetz aus dem Jahr 1950 könnte helfen, Abhängigkeit der USA zu bekämpfen

Trump sollte, um die Erpressbarkeit der USA vonseiten der KP-Regierung in Peking zu beenden, chinesische Importe mit empfindlichen Zöllen belegen und eine strategische Medikamentenreserve zu schaffen.

Das Verteidigungsministerium solle dazu verpflichtet werden, nur noch Präparate zu kaufen, die zu 100 Prozent in Amerika hergestellt wurden. Zudem solle er den Defense Production Act aus dem Jahre 1950 nutzen, um ein Programm ins Leben zu rufen, dass die USA auch in der Lieferkette von China unabhängig mache.

 

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