KI-Polizeistaat bis 2024 Realität? Microsoft Präsident warnt vor Orwells „1984“

Von 1. Juni 2021 Aktualisiert: 1. Juni 2021 15:56
George Orwells dystopische Vision aus seinem Buch „1984“ könnte Realität werden, wenn die Technologie der Künstlichen Intelligenz zum alles sehenden Auge wird, warnte ein Top-Manager von Microsoft. Staaten wie China setzen bereits KI ein, um die Bevölkerung zu kontrollieren.

„Das Leben, wie es in George Orwells ‚1984‘ beschrieben wird, könnte im Jahr 2024 Wirklichkeit werden, wenn Politiker die Öffentlichkeit nicht vor Künstlicher Intelligenz schützen,“ warnt der Präsident von Microsoft, Brad Smith.

„Ich werde ständig an die Lektionen von George Orwells Buch ‚1984‘ erinnert“, sagte er zu „BBC Panorama“. In dem dystopischen Roman geht es um eine Regierung, die alles sehen und hören konnte, was jeder tut und sagt. Smith erinnert sich dabei an Pekings Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Überwachung seiner Bürger. [Anm. d. Red.: Dystopie ist das Gegenstück von Utopie – sie ist eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang]

Im Gespräch sagte der Top-Manager, dass es „schwierig sein wird, mit der schnell voranschreitenden Technologie mitzuhalten“. Kritiker befürchten, dass die Dominanz des Staates die Demokratie bedrohen könnte. Smith plädiert für Gesetze zum Schutz der Öffentlichkeit, sonst würde uns in Zukunft die „Technologie vorauseilen“.

KI verwandelt Bürger in gehorsame Staatsmitglieder

Die vollständige Überwachung der Bürger sei an manchen Orten der Welt schon Realität. Ein von Künstlicher Intelligenz gesteuerter Totalitarismus, wie in China, fege die Freiheiten seiner Bürger weg. Er verwandele sie in gehorsame Staatsmitglieder.

Künstliche Intelligenz würde Macht konzentrieren, um Bürger zu überwachen. „Diese Werkzeuge wissen teilweise schon mehr über eine Person, als diese über sich selbst“, so Smith. Künstliche Intelligenz sei ein entscheidendes Werkzeug für Regierungen, um einen Orwellschen Zustand der Überwachung und Kontrolle zu erreichen.

Auf die Frage, ob man Politikern und dem „Big Tech“ vertrauen könne, antwortet Smith: „Das ist schwer zu sagen, wenn man bedenkt, dass Politiker nur ein Ziel haben: an der Macht zu bleiben“, daher sei es umso wichtiger, dass wir unsere Privatsphäre besser schützen.

„Um eine solche Dystopie im Westen zu verhindern, müssen die Politiker jetzt handeln“, erklärte Smith. Im Jahr 2019 bezeichnetet der Milliardär und Investor Peter Thiel künstliche Intelligenz als „buchstäblich kommunistisch“.

China will bis 2030 Weltmarktführer im Bereich KI werden, und viele halten seine Fähigkeiten für weitaus größer als die der EU. 2019 hatte China mehr Patente, die die von akademischen Einrichtungen für Innovationen in KI-Technologien gesichert wurden, als die USA. 54 Prozent der weltweit 770 Millionen CCTV-Kameras befinden sich in China, so eine Untersuchung von „Comparitech“.

Pentagon und Google gemeinsam gegen China?

Eric Schmidt, Ex-Google-Chef, sagte gegenüber „BBC“, es sei zwingend notwendig, China in der KI zu übertreffen. Er wurde 2016 Berater des Pentagons, behielt aber seine Position als Executive Chairman von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google. Aktuell ist er Vorsitzender der US-Nationalen Sicherheitskommission für künstliche Intelligenz.

Das Pentagon hatte bis 2018 einen Vertrag mit Google, der es ihm erlaubte, einige seiner Bilderkennungstechnologien im Rahmen eines Militärprojekts zu nutzen. Beispielsweise sollte das Projekt „Maven“ lernen Personen und Objekte in Drohnenvideos zu unterscheiden.

Mithilfe der Technologie sollte das Videomaterial von unbewaffneten US-Überwachungsdrohnen nach militärisch bedeutungsvollen Objekten ausgewertet werden. „Ich sah den Einsatz dieser Technologie als positiv für die nationale Sicherheit und als eine gute Partnerschaft für Google an“, sagte Schmidt.

„Wir befinden uns in einem geopolitisch strategischen Konflikt mit China“, so der Experte weiter. Man müsse die Ressourcen bündeln und in den demokratischen Ländern nationale und globale Strategien entwerfen. „Wenn wir das nicht tun, sehen wir einer Zukunft entgegen, in der uns andere Werte auferlegt werden“, so Schmidt.



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