Außenaufnahme der Verteidigungsakademie in Shrivenham, Wiltshire.Foto: Wikipedia/Harland Quarrington, OGL v1.0

Schwerer Cyberangriff auf britische Verteidigungsakademie

Von 4. Januar 2022 Aktualisiert: 4. Januar 2022 15:46
Ein Cyberangriff auf die britische Verteidigungsakademie – möglicherweise durch Russland oder China – hat nach Angaben eines pensionierten hochrangigen Offiziers „erheblichen“ Schaden angerichtet.

Die Verteidigungsakademie des britischen Verteidigungsministeriums wurde im März 2021 von einem schweren Cyberangriff überrascht. Damals wurde den Mitarbeitern gesagt, dass der Hack von einer ausländischen Macht durchgeführt wurde – möglicherweise von Russland oder China –, schrieb „The Sun“.

Luftmarschall zieht China oder Russland in Betracht

Auf die Frage, wen er verdächtige, erklärte Luftmarschall Edward Stringer gegenüber „Sky News“, dass Staaten wie China, Russland, Iran und Nordkorea in der Lage seien, einen solchen Hack innerhalb der Grauzone und unterhalb der Kriegsschwelle durchzuführen.

Er blieb jedoch einer genauen Einschätzung schuldig: „Es könnte einer dieser Staaten sein oder jemand, der versucht, eine Schwachstelle für einen Ransomware-Angriff zu finden, also eine echte kriminelle Organisation.“

Die Grauzone stellt hier einen Raum dar, in dem rivalisierende Staaten hybride Strategien entwickeln, um ihren Einfluss auszuweiten – ohne einen Krieg anzuzetteln. Im Cyber-Bereich sind solche Methoden immer häufiger.

Angriff „erheblich“, aber „überschaubar“

Luftmarschall Stringer, der im August aus den Streitkräften des Vereinigten Königreichs ausgeschieden ist, sagte kürzlich im Interview mit „Sky“, dass der „raffinierte“ Hack vom März der Verteidigungsakademie „erheblichen Schaden“ zugefügt hätte.

Diese blieben jedoch „überschaubar“, weil die Mitarbeiter der Akademie schnell reagiert hätten.

Seiner Meinung nach haben die Hacker versucht, die Verteidigungsakademie als „Hintertür“ zu benutzen, um in viel geheimere Teile der IT-Systeme des Verteidigungsministeriums einzudringen.

Doch ob sie damit Erfolg hatten, glaubt er nicht. „Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass es außer der Verteidigungsakademie keine weiteren Einbrüche gegeben hat.“

Untersuchung bisher nicht öffentlich

Die Digitalabteilung des Verteidigungsministeriums leitete eine Untersuchung des Cyberangriffs ein. Die Ergebnisse wurden jedoch bis jetzt nicht veröffentlicht.

Der Hack hat die Akademie dazu veranlasst, die Pläne für den Wiederaufbau und die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit ihres gesamten Netzwerks zu beschleunigen. Die Website der Akademie wird seitdem untersucht und musste wiederhergestellt werden. Zurzeit steht sie noch in der alten Version zur Verfügung, da der Vorgang noch nicht abgeschlossen ist.

Die Verteidigungsakademie unterrichtet jährlich etwa 28.000 Militärangehörige, Diplomaten und Beamte, die mindestens ein Jahr an der Akademie verbringen.

Daher gab es neben der Frage, ob das Netzwerk des Verteidigungsministeriums angegriffen wurde, auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der persönlichen Daten. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass im Netzwerk der Akademie keine besonders sensiblen Informationen gespeichert sind.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Finanzmärkte, Handel, Medien, Ideologie, internationales Recht, Weltraum und vieles mehr sind potenzielle Krisenfelder, auf denen im übertragenen Sinn ein Krieg tobt. Für die KP China bedeutet es jedoch Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“.

Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, psychologische, biochemische, ökologische, atomare und elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Schmuggel, Sanktionen und so weiter.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Genau darum geht es im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ mit dem Titel „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion