15 Jahre lang begrub er Babys aus einer Abtreibeklinik. Doch als die Mütter zu ihm kamen, tat er etwas Unglaubliches

Epoch Times9. Juli 2016 Aktualisiert: 19. Juli 2018 22:02
Es war das Jahr 2001 als Tong Phuoc Phuc aus Vietnam mit seiner schwangeren Frau im Krankenhaus darauf wartete, dass die Wehen einsetzten. Während der Wartezeit beobachtete er andere Menschen ...

Es war das Jahr 2001 als Tong Phuoc Phuc aus Vietnam mit seiner schwangeren Frau im Krankenhaus darauf wartete, dass die Wehen einsetzten. Während der Wartezeit beobachtete er andere Menschen und bemerkte, dass schwangere Frauen in ein Zimmer gingen und später mit Tränen in den Augen und ohne ein Kind wieder rauskam.

Tong brauchte eine Weile, um zu verstehen, was da vor sich ging. Als es ihm klar wurde, war er entsetzt und es brach ihm das Herz, dass diese Kinder nicht auf die Welt kommen konnten und auch nicht richtig bestattet wurden. Deshalb wollte er die abgetriebenen Kinder aus der Klinik holen und sie angemessen bestatten.

„Ich mache das, weil ich an all die Kinder denke, die leben und Spaß haben können, sie können zur Schule gehen und Süßigkeiten essen. Diese Kinder [hier] haben solche Privilegien verloren. Ich kann ihnen zumindest eine Grabstätte geben“, so Tong.

Der ehemalige Bauarbeiter kaufte von seinem Ersparten ein Stück Land und fing an, die toten Babys dort zu bestatten. Zuerst dachte seine Frau, dass er den Verstand verloren hätte, doch nach einiger Zeit verstand sie, wie wichtig sein Baby-Friedhof war.

In all den 15 Jahren hat er über 10.000 Babys bestattet, aber die Bestattung an sich war nicht sein Ziel: Er möchte, dass Frauen sich diesen Ort ansehen und vielleicht nicht mehr abtreiben.

Viele „Grabsteine“ wurden von den Eltern der Babys finanziert. Da sie nicht wussten, wo ihr Baby begraben wurde, nahmen sie eine beliebige Urne, gaben dem Baby einen Namen und bauten einen Grabstein.

„Ich glaube, diese Föten haben eine Seele. Ich möchte nicht, dass sie zu wandernden Geistern werden“, sagt Tong.

Tong möchte, dass Frauen sich den Friedhof ansehen und dann vielleicht doch nicht abtreiben.

Tong sagt, dass viele junge Frauen verzweifelt sind und außer der Abtreibung keinen anderen Ausweg kennen.

Nach einiger Zeit wollte Tong nicht nur der Bestatter sein. Eines Tages kam eine junge Frau zu ihm. Sie weinte und erzählte ihm, dass ihre Eltern sie zur Abtreibung zwingen würden. Er suchte Frauen auf, die ihre Schwangerschaft beenden wollten und versuchte sie davon zu überzeugen, das doch nicht zu tun. Einige hörten auf ihn.

Drei Frauen, die sich dafür entschieden haben, ihre Kinder mit Tongs Unterstützung zu behalten. Eine von ihnen wurde von ihrem Freund verlassen. Eine Andere hatte Angst, ihren Eltern von der Schwangerschaft zu erzählen und kam zu Tong.

Seit 2004 adoptierte Tong mehr als 100 Babys. Sein Haus ist nicht als ein Waisenheim registriert, deswegen kann er keine Kinder zur Adoption freigeben. Aber selbst wenn er könnte, würde er das nicht tun. Sein Ziel ist es, die Kinder wieder mit ihren Müttern zu vereinen oder sie selbst großzuziehen.

Viele wussten nicht, an wen sie sich wenden sollten, so bot Tong ihnen an, bis zur Geburt des Babys bei ihm und seiner Frau zu bleiben. Viele Frauen befanden sich finanziell und familiär in einer schwierigen Lage und konnten sich nicht um ihre Babys kümmern. Da machte Tong etwas vollkommen Selbstloses: Er adoptierte die Kinder und versprach, sich solange um sie zu kümmern, bis die Mütter später in der Lage waren, das selbst zu tun.

Tong und seine Frau kümmern sich liebevoll um die eigenen und die mehr als 100 adoptierten Kinder. Tong fiel es schwer, sich so viele Name zu merken, deswegen dachte er sich ein System aus. Alle Jungs heißen „Vinh“ (Würde) und alle Mädchen „Tam“ (Herz). Danach folgt der Familienname der Mutter und Tongs Nachname.

Zur Zeit befinden sich 18 Kinder in seinem Heim. 30 Kinder hat er in ein staatlich finanziertes Waisenhaus gegeben. 50 Kinder wurden von ihren Müttern nach einem emotionalen Wiedersehen mit nach Hause genommen.

Sich um so viele Kinder zu kümmern und sie großzuziehen, ist keine einfache Aufgabe, aber Tong liebt seine Rolle als Vater: „Ich werde diese Arbeit bis zu meinem letzten Atemzug weiterführen. Ich hoffe, meine Kinder werden weitermachen, wenn ich nicht mehr da bin.“

Einige ehrenamtliche Helfer unterstützen Tong und unterrichten die Kinder im Vorschulalter. Ältere besuchen eine staatliche Schule.

So viele glückliche Kinderaugen! Kaum zu glauben, dass all diese Kinder auch auf Tongs Friedhof hätten enden können.

Mehr Info zu dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit gibt es hier: Tống Phước Phúc Orphanage

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