Mit Hilfe der Antirassismus-Wochen auf dem Weg in eine autoritäre Gesellschaft?

Von 26. März 2019 Aktualisiert: 27. März 2019 10:45
Wer das Programm der vom Steuerzahler bezahlten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ liest, merkt schnell, dass das Weltbild der Veranstalter ein radikal links und feministisch ausgerichteter ideologisch geprägter Antirassismus ist.

Diese Woche begann in Stuttgart die „Internationale Wochen gegen Rassismus“, Schirmherrn sind der Grüne OB Stuttgarts F. Kuhn und die Grüne Landtagspräsidentin M. Aras.

Wer das Programm der vom Steuerzahler bezahlten Veranstaltungen liest, merkt schnell, dass das Weltbild der Veranstalter ein radikal links und feministisch ausgerichteter ideologisch geprägter Antirassismus ist. Abweichende Meinungen werden nicht geduldet. Ich selbst wurde zunächst zu einem Vortrag über Indien eingeladen, dann aus fadenscheinig politischen Gründen wieder ausgeladen.

Wer das Programm der vom Steuerzahler bezahlten Veranstaltungen, deren Schirmherrn der Grüne OB Stuttgarts F. Kuhn und die Grüne Landtagspräsidentin M. Aras, liest, merkt schnell, dass das Weltbild der Veranstalter ein radikal links und feministisch ausgerichteter ideologisch geprägter Antirassismus ist. Abweichende Meinungen werden nicht geduldet.

Entsprechend einseitig ist die Wahl der Diskutanten bei Diskussionsveranstaltungen: So saßen auf dem Podium für die Diskussion MeToo! MeTwo! YouToo! WeTwo? Die Verflechtungen von Rassismus und Sexismus.

– eine Professorin für Feministische Erkenntnistheorie und Queer Theorie,
– eine Sozialarbeiterin, die ihre Masterarbeit über das Thema Empowermentfür Schwarze Frauen* schreibt,
– eine Sozialarbeiter*in, die sich bei „Queerfeminismus Stuttgart“ engagiert,
– der Moderator ist u. a. Aktivist im Bereich Antidiskriminierung.

Um etwas „Buntheit“ in die Veranstaltung zu bringen, hatte ich vorher angeboten, auf dem Podium mitzudiskutieren, schließlich hatte ich einen Artikel über die Kölner Sylvesternacht geschrieben, bin also Teil der „Rassismus-Presse“. Aber eine Podiumsdiskussion, bei der eine abweichende Meinung zu hören ist, ist im autoritären Denken natürlich unvorstellbar, so wurde mein Angebot abgelehnt.

Nun kam ich als Besucher und fühlte mich wie weiland 1968 bei einer Diskussionsveranstaltung der KPD. Die Feminist*Innen saßen neben einem großen Banner der Rosa Luxemburg Stiftung der Linken. (Diese finanziert sich wesentlich aus etwa 50 Millionen Steuergelder jährlich.) Waren die Verursacher allen Übels 68 die Kapitalisten, ist es heute der „toxische Mann“. (Man beachte die begrifflich sexistische, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Feminist*Innen. Dabei wird der weiße, nicht der braune, sondern ausschließlich der weiße Mann mit Gift gleichgesetzt.)

In der Veranstaltung wurde klargemacht, dass in der Kölner Sylvesternacht 2015/16 nicht etwa über das Asylrecht einwandernde Araber und Afrikaner ein Kulturproblem haben, sondern dass das Problem wo ganz anders liegt: Die „Art und Weise der Debatten nach der „Kölner Silvesternacht“ 2015 machen deutlich, dass Sexismus und Rassismus miteinander verflochten sind.“ Laut Podium war also nicht Sexismus und Rassismus der einwandernden Araber und Afrikaner gegenüber deutschen Frauen das wirkliche Problem, das Problem war die berichtende Presse. Frau Professor verstieg sich zu der Verschwörungstheorie, die Medien hätten nur auf einen Akt wie diesen gewartet, um rassistische Propaganda und Fremdenfeindlichkeit abzusondern. Afrikanisch/arabische Täter und ihre Opfer, die deutschen Frauen, wurden von allen Diskutanten nur in einem Nebensatz abgehandelt.

Eine Podiums-Diskussion, bei der alle die gleiche ideologisch geprägte Einstellung haben, verläuft erwartbar: Eine feministische Phrase löste die nächste ab. Keine kontroverse Diskussion entstand, sondern eine einseitige Propaganda-Veranstaltung – vom Steuerzahler bezahlt.

Ich fühlte mich erst wieder wohl, als ich bei der Heimreise mit der Bahn neben einer Kroatin saß, die mir in gebrochenem Deutsch von ihrem normalen Leben erzählte.

Nun könnte man sagen: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber bei einer hauptsächlich steuerfinanzierten Veranstaltungsreihe, die in Schulen geht und Schüler beeinflussen will, stellt sich massiv die Frage, ob hier demokratische Meinungsvielfalt herrscht oder vollkommen einseitig ideologische Propaganda durchgesetzt wird.

Für die Antirassismus- und Antirechts-Aktivisten ist ihr Einsatz eine finanzielle Erfolgsgeschichte. Betrug die Steuersubventionierung für das Programm „Demokratie leben“ 2015 noch 30 Millionen Euro lassen sich die Aktivisten ihren Einsatz 2019 allein vom Familienministerium mit inzwischen 115 (!!!) Millionen Euro bezahlen. Dazu addieren sich weitere Steuermittel von Stadt und Land. Manche sprechen inzwischen sogar von einer Antirassismus- oder einer Antirechts-Industrie, die sich hinter dem scheinbar ehrenamtlichen Handeln verbirgt. Jedenfalls ist es ein extrem erfolgreiches Geschäftsmodell zu Lasten der Steuerzahler. Und es besteht ein erhebliches finanzielles Interesse daran, Probleme so groß wie möglich erscheinen zu lassen, damit noch mehr Mittel fließen.

In diesem Sinne habe ich an die Schirmherren: Der Grüne OB Stuttgarts F. Kuhn, die Grüne Landtagspräsidentin M, Aras und den Ex-Fußballer Timo Hildebrand folgenden Brief mit Bitte um Stellungnahme geschickt:

Gerlingen, den 16. 3. 2019

Sehr geehrter Herr Kuhn, Frau Aras, Herr Hildebrand,

mein Name ist K.-J. Gadamer. Ich war für die „Internationale Woche gegen Rassismus“ für einen Vortrag über die westliche Sichtweise der indischen Kultur eingeladen, und wurde dann aus fadenscheinigen politischen Gründen wieder ausgeladen. Dabei sind nicht einmal deren seltsam-naive Ansichten der Anti-Rassismus-Veranstalter über die Welt das Problem, sondern dass sie diese in autoritärer Weise durchsetzen und diktatorisch keine andere Sichtweise dulden wollen.

Gegen Anti-Rassismus hat natürlich niemand etwas. Deshalb habe ich mich in Unkenntnis des Programms für einen Vortrag zur Verfügung gestellt. Da ich kritische Artikel schreibe, wurde meine Veranstaltung über die westliche Sichtweise der indischen Kultur gestrichen.

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Wie im Mail-Anhang beschrieben habe, habe ich große Erfahrungen mit unterschiedlichsten Stammes-Kulturen in fremden Ländern.

Die Anti-Rassismus-Veranstalter nennen als Grund für meine Ausladung zum Beispiel meine Aussage in einem Artikel, tribalistische Mentalitäten und Kulturen würden deren Entwicklung hemmen. Ja was denn sonst? Natürlich sind paternalistische Stammeskulturen und eine nicht vorhandene Leistungsbereitschaft ein Entwicklungshemmnis!

Dazu eine kurze Anekdote: Ich fragte einen philippinischen Ferienanlagen-Besitzer, warum er seine Tagelöhner-Arbeiten nicht an Arbeiter eines Stammes vergibt. Die Antwort: „Wenn ich die Arbeit an ein Stammesmitglied vergebe, weiß ich nicht ob er morgen wiederkommt. Wenn ich die Arbeit an einen Chinesen vergebe, steht der morgen früh um 8 da, und er bringt noch seinen Bruder mit!“

Dazu habe ich in meinem Buch die Stammeskultur der Zomi in Indien genau beschrieben. Sie entspricht weitgehend der Meinung der Zomi über sich selbst, die Meinung der Antirassismus-Aktivisten ist reine Ideologie. Offensichtlich ist Wissen über andere Kulturen nur erwünscht, wenn es der eigenen Ideologie entspricht.

In ihrer Mail behauptet die Anti-Rassismus Aktivistin, Frau Hartl vom Stadtjugendring, keiner Ideologie zu folgen. Aber es ist ein typisches Kennzeichen von herrschenden Ideologien, keine andere Meinung zu dulden.

Ich habe angeboten bei der Diskussionsveranstaltung „MeToo! MeTwo! YouToo! WeTwo?“ „Die Art und Weise der Debatten nach der „Kölner Silvesternacht“ 2015 machen deutlich, dass Sexismus und Rassismus miteinander verflochten sind.“ auf dem Podium teilzunehmen.

Aber anscheinend wollen die Veranstalter nur ÜBER die Berichterstattung der sexistischen, christenfeindlichen Vorfälle auf der Kölner Domplatte 2015/16 sprechen. MIT einem Autor, der darüber geschrieben hat, zu sprechen, stört deren Ideologie zu sehr.

In dieser Nacht kam es zu 454 Fälle von Sexual-, Eigentums- und Körperverletzungsdelikten von etwa 1000 jungen Männern aus dem muslimischen nordafrikanischen/arabischen Raum.

Nur am Rande: Schuld an den sexistischen Verbrechen ist nicht der „deutsche Rassismus“. Verantwortlich ist vielmehr die frauenfeindliche arabischer Mentalität, in der Islam und die arabische Kultur miteinander verflochten sind.

Nun können die Veranstalter dies ja anzweifeln, aber die Vertreter einer anderen Meinung von der Diskussion fernzuhalten, ist antidemokratisch.

Eine solche einseitige Besetzung einer Diskussionsrunde kenne ich nur von Diskussionsrunden in autoritären Systemen, die auch vom Steuerzahler bezahlt werden mussten. Offensichtlich sehen die Veranstalter die Anti-Rassismus-Wochen als ihr Eigentum und meinen deshalb, sie seien nicht zu einem Meinungspluralismus gegenüber den bezahlenden Bürgern verpflichtet.

Das Programm Anti-Rassismus-Wochen in Stuttgart ist von einer derartigen Einseitigkeit und einer ideologischen Fixiertheit geprägt, wie sie in Deutschland bisher nur in der Vergangenheit zu erleben waren. Unter einer wohlklingenden Überschrift werden ideologisch geprägte politische Kampagnen gefahren.

Wie bei allen Ideologien gibt es ganz bestimmte Sprachregelungen.

Hier ist es zum Beispiel ein Gender*Innen-deutsch, dass sich einem die Nackenhaare sträuben und inzwischen auch der Amtsschimmel wiehert. Auch hier ist das Problem, dass die Veranstalter im Sinne ihrer Ideologie meinen, ihre Sprachregelung der Allgemeinheit aufzwingen zu können. Hier wäre eine Kultursensibilität der Feminist*Innen gegenüber der Mehrheits-Meinung der deutschen „Ureinwohnern“ angebracht, ja demokratisch erforderlich.

Offensichtlich grenzen die Veranstalter weite Teile der Bevölkerung bewusst aus, um eine rigide, einseitige Ideologie durchsetzen zu können. Andere Meinungen nehmen Sie nicht als Äußerungen in einem demokratischen Meinungsspektrum sondern als Feindbilder wahr, die als „rechts“ oder „rechtspopulistisch“ abqualifiziert werden.

Bunt bedeutet für die Anti-Rassismus-Wochen nur die Verfechtung der eigenen Ideologie. Ironischerweise wird dort genau das gemacht, was die Antirassismus-Wochen vorgeben zu verurteilen: Andere Meinungen und deren Vertreter werden ausgegrenzt. Kritiker werden dann als „Menschenfeinde“ und Rechtspopulisten abgeurteilt.

Sind eigentlich konservativ-muslimische Araber, die die Frau für unterlegen oder minderwertig halten, antisemitisch denken und Homosexualität ablehnen auch „Menschenfeinde“?

Es scheint, wenn es nach den Veranstaltern geht, sind die es nicht, es wird zumindest verschwiegen. Das wäre Rassismus der Anti-Rassisten pur.

Alice Schwarzer bezeichnet den „politisierten Islam“ als den „Faschismus des 21. Jahrhunderts.“ Das wäre kontrovers in einer Anti-Rassismus Veranstaltung zu diskutieren. Wird es aber nicht, es würde die eigene Ideologie in Frage stellen.

Populismus gibt es für die Initiatoren nur rechts. Ein Linkspopulismus (Linke-Chefin Kipping bezeichnet sich als „Fan von Linkspopulismus“), ideologische Verbohrtheiten im Feminismus und im linken Kampf gegen rechts existieren nicht. Wer das Anti-Rassismus-Wochen-Programm aufmerksam liest, wird sie aber zuhauf finden.

Offensichtlich werden in den Veranstaltungen deshalb keine anderen Meinungen geduldet, weil die Veranstalter einen sogenannten „diskriminierungsfreien Raum“ schaffen wollen, indem sie Kritiker diskriminieren können selbst aber eigene Infragestellung aber als Diskriminierung begreifen.

Wer sich aber vom Steuerzahler bezahlen lässt und konkurrierende Meinungen als eigene Diskriminierung betrachtet, hat sich weit vom deutschen Grundgesetz entfernt und ist auf dem Weg zur autoritären Gesellschaft.

Schwerpunkt der Veranstaltungen sind Schule. Dort sollen die Kinder anscheinend einseitig politisch instrumentalisiert werden.

Die Finanzmittel kommen wesentlich vom Steuerzahler, der somit seine Missionierung und die seiner Kinder bezahlt, auch wenn er ganz anderer Meinung ist und diese auch behalten möchte. Wie gesagt, es geht nicht um Anti-Rassismus. Es geht um das ideologische Programm, das sich dahinter verbirgt.

Interessanterweise wehren sich islamische Eltern in England bereits gegen diese, wie sie es nennen: Gehirnwäsche.

Sie sollten sich überlegen, ob Sie für solch ideologisch motivierte, völlig einseitige Kampagnen, die der Meinungsvielfalt in der Demokratie Hohn sprechen, Ihren Namen hergeben. Damit stellen Sie Ihr eigenes Demokratieverständnis in Frage.

Ich bitte Sie recht höflich um eine Stellungnahme.
Mit vorzüglichen Grüßen
K.-J. Gadamer

 

Der Artikel erchien zuerst auf Tichyseinblick

Klaus-Jürgen Gadamer – In seinem Buch „So fremd, so vertraut“ schildert K.-J. Gadamer unterhaltsam die Unterschiede zwischen westlicher und östlicher Kultur. Zum Multi-Media-Buch gibt es unter gadamers-reisen 19 Fotoshows und Filme.

 

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.