Amsterdamer Flughafen reduziert Privatjets und Nachtflüge

Künftig sollen am Flughafen Amsterdam Schiphol keine Nachtflüge sowie Privatjets mehr fliegen. Die Fluggesellschaft KLM reagiert überrascht. Umweltschützer begrüßen den Plan der Regierung.
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Eine Cessna 680 als Privatjet.Foto: iStock
Epoch Times4. April 2023

Der Amsterdamer Großflughafen Schiphol hat einen Kurswechsel angekündigt. So soll es bis spätestens Ende 2025 keine Nachtflüge mehr geben, und es sollen auch Privatjets verboten werden.

Das solle zu einer „stilleren, saubereren und besseren Luftfahrt“ führen, teilte der Flughafen mit. Auch sollen schrittweise Flugzeuge nicht mehr zugelassen werden, die viel Lärm verursachen wie die Boeing 747.

Umweltschutzverbände und Anwohner reagierten positiv auf die Ankündigung. Kritisch äußerten sich dagegen Fluggesellschaften und Reiseveranstalter.

Im November 2022 hatten Umweltaktivisten Privatjets auf dem Flughafen Schiphol blockiert.

Im November 2022 hatten Umweltaktivisten Privatjets auf dem Flughafen Schiphol blockiert. Foto: Remko De Waal/ANP/dpa

Die Fluggesellschaft KLM, deren Basis Schiphol ist, reagierte überrascht. KLM hätte sich ein gemeinsames Vorgehen der Luftfahrtbranche gewünscht, um den Ausstoß von CO2 sowie Lärmbehinderung zurückzudrängen, hieß es.

Keine Flüge zwischen Mitternacht und 6 Uhr

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte dagegen den Plan. Die Luftfahrt überschreite die Grenzen von Anwohnern, Natur und Klima, sagte Maarten de Zeeuw von Greenpeace. Auch die angekündigte Verbannung von Privatjets sei ein positiver Schritt. „Diese Art des Verkehrs ist in Zeiten der Klimakrise schamlos und geht echt nicht mehr.“

Amsterdam, Holland, 25. März 2020. Diese Embraer-Jet-Flugzeuge hatten aufgrund von Regierungsvorschriften zu Corona ein Flugverbot. Foto: iStock

Schiphol will, dass zwischen Mitternacht und 6 Uhr früh überhaupt keine Flüge mehr starten und bis 5 Uhr auch keine Maschinen mehr landen dürfen. Nach Angaben des Flughafens soll es um rund 10.000 Nachtflüge pro Jahr gehen.

Die Regierung hatte beschlossen, dass der Flughafen wegen Lärmbelästigung und Umweltverschmutzung bis zum kommenden Jahr die Zahl der Flüge von maximal 500.000 auf 440.000 jährlich verringern muss.

Ab November soll zunächst eine Obergrenze von 460.000 Flügen gelten. Dagegen hatten KLM und vier andere Fluggesellschaften geklagt. (dpa/red)



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