Ron DeSantis am 7. Mai in Juno Beach.Foto: Cliff Hawkins/Getty Images

Floridas Universitäten: Kritisches Denken anstatt „Brutstätten für abgestandene Ideologien“

Von 24. Juni 2021 Aktualisiert: 24. Juni 2021 11:53
Warum sollen Meinungen und Ansichten nicht auch mal unbequem, unwillkommen und unangenehm sein? Wenn es nach Floridas Gouverneur Ron DeSantis geht, dann gibt es in Hinsicht auf die Meinungsvielfalt Defizite an Universitäten und Hochschulen. Mit neuen Gesetzen versucht er gegenzusteuern.

Entgegen einem landesweiten Trend soll im US-Bundesstaat Florida die „intellektuelle Freiheit und Meinungsvielfalt“ in der universitären Bildung sichergestellt werden. Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete Gouverneur Ron DeSantis am Dienstag. Zwei weitere Gesetze zielen auf die Stärkung der Staatsbürgerkunde bis zur Klasse 12.

So müssen High-Schools in Zukunft Unterricht über „die Übel des Kommunismus“ anbieten. „Wir wollen, dass alle Schüler den Unterschied verstehen“, sagte DeSantis. „Warum sollte jemand über haifischverseuchte Gewässer fliehen … warum sollten Menschen diese Länder verlassen und ihr Leben riskieren, um hierherkommen zu können?“

Das erklärte er vor allem mit Bezug auf die vielen Kubaner in Florida, die vor der kommunistischen Diktatur geflohen sind.

Studenten an staatlichen Colleges und Universitäten müssen in Zukunft einen Kurs in staatsbürgerlicher Kompetenz absolvieren, um ihren Abschluss machen zu können. Für die beiden obersten Klassen der Highschool steht zukünftig die Registrierung zur Wahl auf dem Lehrplan. Es sollen auch Lehrpläne entwickelt werden, in denen die Rechte der Bürger gemäß der Verfassung und der Bill of Rights behandelt werden.

Grund für diese Maßnahmen ist laut DeSantis „die traurige Realität„, „… dass nur zwei von fünf Amerikanern die drei Zweige der Regierung richtig benennen können.“ Mehr als ein Drittel der Amerikaner könne „keines der Rechte nennen, die durch den ersten Verfassungszusatz garantiert werden.“

Kritisches Denken und akademische Strenge

Eine dritte Gesetzesvorlage, die DeSantis unterzeichnete, zielt darauf ab, die „intellektuelle Freiheit und Meinungsvielfalt“ in der universitären Bildung zu schützen.

Das neue Gesetz verbietet die Beschränkung des Zugangs zu „Ideen und Meinungen, die sie unbequem, unwillkommen, unangenehm oder beleidigend finden könnten.“

DeSantis erklärte dazu auf einer Pressekonferenz: „Wir wollen, dass unsere Universitäten auf kritisches Denken und akademische Strenge ausgerichtet sind.“ Die Lehranstalten sollen keine „Brutstätten für abgestandene Ideologien“ sein.

Die staatlichen Hochschulen und Universitäten müssen ab sofort jährliche Bewertungen der intellektuellen Freiheit und der Meinungsvielfalt durchführen. Der Gesetzentwurf definiert das als „die Auseinandersetzung der Schüler mit einer Vielzahl von ideologischen und politischen Perspektiven und die Ermutigung der Schüler, diese zu erforschen“.

Für DeSantis war ein Universitätscampus früher ein Ort, an dem man einem Wettbewerb der Ideen ausgesetzt war. „Leider ist es heute die Norm, dass dies intellektuell eher repressive Umgebungen sind.“ Manche Standpunkte würden gefördert, andere gemieden oder sogar unterdrückt.

Das Original erschien in The Epoch Times USA mit dem Titel: New Law Requires Florida Students to Be Taught About ‘The Evils of Communism’ (deutsche Bearbeitung von mk)



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